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Göttinger Universität liefert ein neues Großforschungsgerät für die Festkörperforschung

13.10.2000


Erste Komponenten des Großforschungsgerätes PUMA für die Festkörperforschung werden heute in Garching feierlich übergeben

In München entsteht derzeit eine neue Großforschungsanlage FRM-II als zwölfte Forschungsneutronenquelle in Europa, die zu den leistungsfähigsten und modernsten der weltweit gehören wird. Sie wird vielen Forschern aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen exzellente Möglichkeiten für wegweisende Experimente zur Materiebildung liefern.
Das Institut für Physikalische Chemie ist im Rahmen eines größeren Verbundforschungsprojektes zur Festkörperforschung (Sonderforschungsbereich 345) an der Instrumentarisierung der neuen Forschungs-Neutronenquelle in Garching beteiligt.


Das in Göttingen unter der Leitung von Prof. Götz Eckhold entwickelte und gebaute Drei-Achsenspektrometer mit Polarisationsanalyse und Multi-Analysator PUMA soll über Methoden der Neutronenstreuung wertvolle Informationen über Struktur und Dynamik von zu untersuchenden Proben liefern. Das Projekt erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) knapp vier Millionen DM Fördermittel für die erste dreijährige Forschungsperiode. Benötigt werden auch noch Messinstrumente, die die Streuexperimente dann erst ermöglichen.
Die Festkörperforschung beschäftigt sich mit der Materiebildung von der untersten Ebene der Teilchen bis hin zu Atomen, Molekülen, Kristallen und Werkstoffen. Die zu erwartenden Erkenntnisse über die Steuerungsmöglichkeiten dieser Bildungsprozesse interessiert nicht nur Elementarteilchenphysiker, sondern im besonderen Maße auch Materialwissenschaftler, Chemiker oder Geowissenschaftler. Man hofft, in naher Zukunft Materie nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen formen und besondere Eigenschaften gezielt hervorbringen zu können.
Erste Komponenten von PUMA werden derzeit zur Experimentierhalle nach Garching transportiert und heute während einer öffentlichen Präsentation von Dr. Peter Link feierlich an die Technische Universität München übergeben.

Weitere Informationen: Prof. Götz Eckhold, Tel. 0551/393142 - E-Mail: geckhold@gwdg.de

Presse- und Informationsbüro | idw

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