Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultrakurze Laserpulse

18.06.2015

Universität Jena vom 22. bis 25. Juni auf der Lasermesse in München vertreten

Picosekunden und Femtosekunden sind Zeiteinheiten, die nur schwer vorstellbar sind. Und auch die Elektronik ist bei solchen Extremen überfordert. Doch genau in diesen Zeiteinheiten arbeiten Ultrakurzpulslaser, mit deren Technologie und Anwendung sich der vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Verband „Ultrakurzpulslaser für die hochpräzise Bearbeitung“ auseinandergesetzt hat.


Zukunftspreisträger Prof. Dr. Stefan Nolte von der Universität Jena präsentiert im Rahmen der Laser-Messe die Forschungsergebnisse des Verbands „Ultrakurzpulslaser für die hochpräzise Bearbeitung“.

Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentieren die beteiligten Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse am 25. Juni auf der diesjährigen „LASER World of PHOTONICS“ in München im Photonics-Forum Halle B3.

Mit Ultrakurzpulslasern lassen sich Werkstoffe außerordentliche präzise bearbeiten, ohne dass das umliegende Material geschädigt wird. Anwendungsbereiche sind u. a. medizinische Therapiemöglichkeiten, etwa des menschlichen Auges, oder industrielle Fertigungsprozesse, z. B. bei der Bearbeitung von Solarzellen oder Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK).

Im Verband wurde in zehn Forschungsprojekten offenen Fragestellungen nachgegangen, um das Potenzial der ultrakurzen Pulse vollständig erforschen und diese Technologie in verschiedenen Anwendungsgebieten implementieren zu können. Forschungsaspekte waren dabei etwa die Herstellung innovativer, kostengünstiger und leistungsstarker Lasersysteme, aber auch stabiler optischer Komponenten sowie das Erreichen einer hochdynamischen Strahlsteuerung.

Zudem mussten maßgeschneiderte Prozesse für spezielle Anwendungen in der Photovoltaik, dem Leichtbau, der Elektronikindustrie sowie der Medizin entwickelt werden. All dies wird während der Laser-Messe vorgestellt.

Prof. Dr. Stefan Nolte vom Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der den Verband koordinierte, wurde für seine Arbeit an der Ultrakurzpuls-Technologie bereits 2013 zusammen mit Kollegen von TRUMPF und Bosch mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet.

Die Messe der Laser- und Photonikindustrie findet vom 22. bis 25. Juni in der bayrischen Landeshauptstadt statt. Unter den über 1.000 Ausstellern aus Wissenschaft und Wirtschaft ist in diesem Jahr erneut die Universität Jena vertreten. Das Abbe Center of Photonics (ACP) und das Institut für Angewandte Physik (IAP) werden an einem gemeinsamen Stand mit verschiedenen Exponaten aktuelle Forschungsergebnisse und ihre Leistungsfähigkeit auf diesen Spezialgebieten der Optik präsentieren. Damit wollen und werden sie auch junge Menschen für diesen Wissenschaftszweig und den Studienort Jena begeistern.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist in München in Halle B3 am Stand 141 „Forschung für die Zukunft“ zu finden, der von den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam betrieben wird.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Nolte
Institut für Angewandte Physik der Friedrich‐Schiller‐Universität Jena
Albert‐Einstein‐Str. 15, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 947820
E-Mail: stefan.nolte[at]uni-jena.de

Weitere Informationen:

http://www.uni-jena.de

Bianca Wiedemann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2017 zeigte neue Fertigungsverfahren für individualisierte Produkte
06.12.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Schlanke Motorsteuergeräte schaffen Platz im Schaltschrank erweitert RiLine Compact - Portfolio
30.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz