Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Ilmenau auf der "analytica 2010": Erstmals automatische Analyse von Getreidequalität

19.03.2010
"grainspector" ist ein Gerät zur automatischen Ermittlung der Qualität von Getreide. Bis heute wird die Zusammensetzung von Getreide anhand der sogenannten Besatzanalyse noch manuell bestimmt.

Mit dem Besatzanalysegerät "grainspector" wird die Untersuchung erstmals voll automatisiert. Das Fachgebiet Qualitätssicherung der TU Ilmenau stellt das Gerät auf der internationalen Fachmesse "analytica 2010" in München vor.

Für Mühlen und Silobetriebe gibt es bei der Annahme der Ernte strenge Qualitätskriterien. Künftig stehen den Beschäftigten durch den Einsatz von "grainspector" numerische und grafische Statistiken der analysierten Probe zur Verfügung. Das neue Verfahren, das unter der Leitung von Prof. Gerhard Linß und Dr. Peter Brückner entwickelt wurde, basiert auf modernster Farbbilderfassung und intelligenten Erkennungsalgorithmen. Zur Zeit befindet sich das System in der Laborerprobungsphase.

"grainspector" ist nur eines der Themen, mit denen sich die Technische Universität Ilmenau auf der "analytica 2010" präsentiert. Am Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" stellt sie vom 23. bis 26. März in München zukunftsweisende Lösungen auf den Gebieten Biotechnologie, Bildverarbeitung und Qualitätssicherung vor. Die "analytica" ist die Leitmesse für Biotechnologie, Labortechnik und instrumentelle Analytik in Deutschland.

Bereits zum fünften Mal stellt sich eine von Dr. Andreas Schober geleitete Nachwuchsforschergruppe der TU Ilmenau dem Fachpublikum der "analytica" vor. Die Gruppe präsentiert einen Mikro-Bioreaktor zur dreidimensionalen Zell-Kultivierung und verschiedene Untersuchungsmethoden solcher Zellkulturen. Durch dieses Verfahren, körpernahe Gewebezustände abzubilden, können künftig Medikamente wesentlich schneller und kostengünstiger entwickeln werden. Gleichzeitig kann dadurch die Zahl von Tierversuchen deutlich verringert werden.

Mit der sogenannten Weißlichtinterferometrie können hochpräzise und großflächig aufgelöste Tiefenbilder glatter und rauer Oberflächen erstellt werden. Das optische Verfahren zur 3D-Oberflächenmessung wird vom Bereich Bildverarbeitung des Fachgebiets Graphische Datenverarbeitung der TU Ilmenau vorgestellt. Die Technologie wurde von einem Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Dr. Karl-Heinz Franke wesentlich verbessert und ermöglicht jetzt den Einsatz in ultrapräzisen Nanopositionier- und Nanomessmaschinen. Unter anderem ist den Wissenschaftlern an der TU Ilmenau mit diesem Verfahren erstmals die Messung der Verformung von Membranen gelungen, die als Bestandteile neuartiger Biosensoren durch solche Verformungen auf Druckänderungen infolge von Colibakterien reagieren.

Die Fachmesse "analytica" findet bereits zum 22. Mal statt. Über 1.000 internationale Aussteller treffen sich vom 23. bis 26. März auf dem Gelände der Messe München International. Standort der TU Ilmenau: Halle A3, Stand 181

Kontakt:
Fachgebiet Qualitätssicherung
Prof. Gerhard Linß
Telefon 03677/69-3822
Email: gerhard.linss@tu-ilmenau.de
Nachwuchsforschergruppe Schober, c/o IMN MacroNano®
Dr. Andreas Schober
Telefon 03677/69-3380
Email: andreas.schober@tu-ilmenau.de
Fachgebiet Grafische Datenverarbeitung
Dr. Karl-Heinz Franke
03677/2010-301
Email: karl-heinz.franke@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie