Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tröpfchen, geschüttelt und gerührt: IPHT präsentiert Mini-Labore auf der ACHEMA

07.05.2009
Ab kommenden Montag stellt das Institut für Photonische Technologien (IPHT) auf der diesjährigen ACHEMA Minilabore für Analytik und Biotechnologie aus.

Die am IPHT aufgebaute Infrastruktur ermöglicht die Konzeption und Herstellung anwendungsspezifischer Lab-on-a-Chip Systeme, mit denen chemische und biologische Analysen auf kleinsten Raum schnell und effizeint durchführbar sind.

Die Mikrofluidik beschäftigt sich mit der Handhabung von Flüssigkeiten und Gasen auf kleinstem Raum. Mit Hilfe der tropfenbasierten Mikrofluidik können Proben tröpfchenweise in einer nicht mischbaren Trägerflüssigkeit einzeln sortiert, dosiert, gemischt und geteilt werden. "Alles was in einem Labor im großen Maßstab durchgeführt wird, kann auch in einem Netzwerk winziger Kanäle auf wenigen Quadratzentimetern realisiert werden" erläutert der Leiter der Abteilung Mikrofluidik, Dr. Thomas Henkel.

Die große Herausforderung liegt in der Anpassung der Systeme an die vom Anwender vorgegebenen Prozessabläufe und Anforderungen an das Minilabor. Die Schwierigkeit, ist das Prozesse in solchen kleinen Dimensionen ganz eigenen Regeln folgen und die physikalischen Prinzipien sehr speziell sind. Die Entwicklungsarbeit ist aber inzwischen soweit vorrangeschritten, dass eine umfassende Kollektion von Funktionseinheiten zur Integration in Lab-on-a-Chip-Bauelemente verfügbar ist.

Der Arbeitsablauf zur Entwicklung der speziell für den Anwender optimierten Anordnung beginnt mit der Analyse des von ihm vorgegebenen Prozessprotokolls und dem modellgestützten Systementwurf. Die anschließende Fertigung der Prototypen greift auf etablierte Verfahren der Mikrosystemtechnologie zurück. So wurden Prototypen von Lab-on-a-Chip-Systemen für Durchfluss-PCR, Mikrokultivierung von Zellen, Durchführung von Ganzzellassays und die ultrasensitive Quantifizierung von pharmazeutischen Wirkstoffen mittels oberflächenverstärkter Raman-Spektroskopie entwickelt und erfolgreich eingesetzt.

Jüngste Entwicklungen beschäftigen sich mit der Übertragung der Entwicklungsergebnisse auf Technologien der Massenfertigung. Damit gelang am IPHT die Umsetzung eines umfassenden Workflows für die effiziente, modellgestützte Entwicklung und die Fertigung von anwendungsspezifischen Labon-a-Chip-Bauelementen als Einwegartikel. Dieser wurde erstmals für die Entwicklung eines Lab-on-a-Chip-Systems für die Durchfluss-PCR vollständig durchlaufen.

"Ziel ist es nun, eine Kommunikationsplattform für die Integration von biologischen und biochemischen Analysen in Mikrosysteme zu schaffen, um die Kommunikation zwischen Entwicklern und Anwendern zu vereinfachen" so Henkel. Durch Standardisierungen einer Symbolsprache soll eine virtuelle, vernetzte Designplattform entwickelt werden, die es Anwendern (Biologen, Mediziner, Pharmazeuten, Biochemiker) und Entwicklern (Ingenieure, Mikrotechnologen) von Lab-on-a-Chip Systemen erlaubt, effizient Spezifikationen zu erarbeiten, auszutauschen und Machbarkeiten abschätzen zu können.

Zu besichtigen sind die "Droplet-based Lab-on-a-chip Solutions" am Stand T3 in Halle 4.2 (Stand D8-E14).

Ihr Ansprechpartner:
Thomas Henkel
Abteilung Mikrofluidik
Telefon +49 (0) 3641 206-307
Telefax +49 (0) 3641 206-399
thomas.henkel@ipht-jena.de

Manuela Meuters | IPHT
Weitere Informationen:
http://www.ipht-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht EMAG auf der GrindTec 2018: Kleine Bauteile – große Präzision
11.01.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Paradigmenwechsel in Paris: Den Blick für den gesamten Laserprozess öffnen
10.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Im Focus: Extrem helle und schnelle Lichtemission

Eine in den vergangenen Jahren intensiv untersuchte Art von Quantenpunkten kann Licht in allen Farben wiedergeben und ist sehr hell. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung von Wissenschaftlern der ETH Zürich hat nun herausgefunden, warum dem so ist. Die Quantenpunkte könnten dereinst in Leuchtdioden zum Einsatz kommen.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern der ETH Zürich, von IBM Research Zurich, der Empa und von vier amerikanischen Forschungseinrichtungen hat die...

Im Focus: Paradigmenwechsel in Paris: Den Blick für den gesamten Laserprozess öffnen

Die neusten Trends und Innovationen bei der Laserbearbeitung von Composites hat das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT im März 2018 auf der JEC World Composite Show im Fokus: In Paris demonstrieren die Forscher auf dem Gemeinschaftsstand des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau AZL unter anderem, wie sich Verbundwerkstoffe mit dem Laser fügen, strukturieren, schneiden und bohren lassen.

Keine andere Branche hat in der Öffentlichkeit für so viel Aufmerksamkeit für Verbundwerkstoffe gesorgt wie die Automobilindustrie, die neben der Luft- und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

Registrierung offen für Open Science Conference 2018 in Berlin

11.01.2018 | Veranstaltungen

Wie sieht die Bioökonomie der Zukunft aus?

10.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit mikroskopischen Luftblasen dämmen

15.01.2018 | Architektur Bauwesen

Feldarbeiten der größten Bodeninventur Deutschlands sind abgeschlossen

15.01.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Perowskit-Solarzellen: Es muss gar nicht perfekt sein

15.01.2018 | Materialwissenschaften