Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start zur Buchmesse 2009: Internet-Suche nach raubkopierten Hörbüchern

05.10.2009
Fraunhofer-Spin-Off CoSee kooperiert mit Soforthoeren.de

Urheberschutz im Internet: Hörbücher aufspüren, Wasserzeichen auslesen, Piraten verfolgen

Das Hörbuchportal Soforthoeren.de stattet seine zehn Top-Titel ab der Buchmesse 2009 mit Fraunhofer-Audio-Wasserzeichen aus. Die CoSee GmbH (www.cosee.biz), ein Spin-Off des Fraunhofer SIT in Darmstadt, bettet die Wasserzeichen ein und beobachtet mithilfe seiner Suchtechnologie "MediaSearch Framework", ob diese Hörbücher illegal auf Tauschbörsen im Internet auftauchen.

Soforthoeren.de und die Hörbuchverlage erfahren so unmittelbar, welcher ihrer Kunden die Hörbücher unautorisiert weiter gegeben hat und können auch privatrechtlich dagegen vorgehen. Soforthoeren.de wird betrieben von der Diderot Media KG in Rottenburg, die Firma stellt auf der Buchmesse 2009 vom 14. bis 18. Oktober in Frankfurt am Main aus (Stand 4.1 B141) und setzt die Fraunhofer-Wasserzeichen bereits seit 2005 ein. Die automatisierte Internet-Suche kommt jetzt neu hinzu.

Für die Verlage, die ihre Hörbücher über Soforthoeren.de vermarkten, sind Wasserzeicheneinbettung und Internetsuche besonders einfach: beides wird künftig direkt im Verlagsaccount bei Soforthoeren.de vom Verlag selbst veranlasst. Später soll die Suche nach Videos und E-Books in SofortPortale.de hinzukommen. Kunden, die sich an das Kopierverbot für die Hörbücher halten, ziehen zwei Vorteile aus der Wasserzeichentechnologie: Sie ist für den legalen Nutzer nicht mit Einschränkungen durch Kopierschutzmechanismen verbunden; er bemerkt sie nicht einmal. Und langfristig sinkt der Hörbuchpreis, wenn weniger Raubkopien die Einnahmen der Verlage schmälern.

Mit der vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt entwickelten digitalen Wasserzeichen und der Suchtechnologie können Verlage automatisiert nach digitalen Musikdateien, Hörbüchern, Videos oder E-Books suchen lassen, die im Internet verbreitet werden. "Die Audio-Wasserzeichen sind sicher, seit Jahren im Markt erprobt und kostengünstig in die Hörbücher einzubauen", so Patrick Wolf, Geschäftsführer von CoSee. "Wir ergänzen sie jetzt mit unserem aktiven Suchdienst auf Tauschbörsen oder Internetplattformen wie You-Tube." Das Verfahren funktioniert nicht nur mit Audio-Wasserzeichen, sondern ist auch für E-Books geeignet.

Die Grundlagen des dafür eingesetzten "MediaSearch -Framework" wurden von CoSee-Gesellschafter Konstantin Diener bei Fraunhofer entwickelt. Der dritte CoSee-Gesellschafter Dr.-Ing. Martin Steinebach ist der Schöpfer der Fraunhofer-Wasserzeichen-Container-Technologie, mit der sich große Datenmengen kostengünstig und ohne merkliche Zeitverzögerung mit Wasserzeicheninformationen markieren lassen. So können zum Beispiel beim Kauf in einem Online-Shop während des Downloads Informationen über Kauf bzw. Käufer eingebettet werden - wie es eben bei Soforthoeren.de geschieht.

Oliver Küch | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.cosee.biz
http://www.soforthoeren.de
http://www.sit.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie