Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Solare Wärme und Kälte“: DBU auf der Intersolar Europe 2010

08.06.2010
Weltleitmesse für Solartechnik – DBU: Halle C3, Stand 226 – 1.400 Projekte mit 94 Millionen Euro gefördert

Die Kraft der Sonne zu nutzen – als Wärme oder als elektrische Energie: Darum geht es bei der Solarthermie oder der Photovoltaik. Bei der “Intersolar Europe“, der Weltleitmesse der Solarbranche, präsentiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 9. bis 11. Juni auf dem Gelände der Neuen Messe München vier Aussteller zum Schwerpunkt „Solare Wärme und Kälte“: Am DBU-Gemeinschaftsstand 226 in Halle C3 zeigen die Firmen CitrinSolar Energie- und Umwelttechnologie (Moosburg), Consolar SolareEnergiesysteme (Lörrach), Isocal Heizkühlsysteme (Friedrichshafen) und Mirroxx (Freiburg) ihre Innovationen über 60.000 erwarteten Besuchern. „Seit ihrer Gründung 1991 hat die DBU die erneuerbaren Energien mit knapp 1.400 Projekten und mehr als 94 Millionen Euro gefördert“, begründet DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde das Messeengagement.

Deutsche Solartechnik, wie sie in den vergangenen 15 bis 20 Jahren entwickelt wurde, ist für den Einsatz in Mittel¬europa konzipiert. Der Trend geht dabei zunehmend zu Anlagen, die nicht nur Warmwasser erhitzen, sondern auch zur Heizwärmeversorgung beitragen, erläutert Brickwedde. Die dabei eingesetzte Anlagentechnik eigne sich jedoch nicht für Exportmärkte in Südeuropa, da sie technisch aufwändig und kostenintensiv seien. Für diese Märkte seien Solaranlagen besonders geeignet, die ohne Pumpen und elektrische Regelung arbeiten. Die Firma CitrinSolar Energie- und Umwelttechnologie stellt auf dem DBU-Gemeinschaftsstand in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt/ Kompetenzfeld Erneuerbare Energien eine solche optimierte Solaranlage vor. Ziel der beiden Kooperationspartner ist es, einen seriennahen und an den Markt angepassten Prototyp auf wissenschaftlicher Basis zu entwickeln. Dieser Prototyp und die Projektdokumentation dienen der Herstellerfirma als Grundlage für die Weiterentwicklung zum Serienprodukt.

Kohlendioxidneutrales Heizen mit Sonnenkraft: Die Vision der Firma Consolar Energiespeicher- und Regelungssysteme ist eine einhundertprozentige Versorgung mit erneuerbarer Energie. Ihr Beitrag sind hocheffiziente Solarwärme-Anlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Beispiel Solarheizung Solaera: Während bei herkömmlichen Solarsystemen typischerweise etwa 20 bis 30 Prozent des Wärmeverbrauchs im Haus abgedeckt werden, kann diese Solarheizung mehr als 50 Prozent „Primärenergie“ einsparen. Öl und Gas sind nicht mehr erforderlich. Möglich wird diese Einsparung durch das Zusammenspiel eines neuartigen Sonnenkollektors mit einer strombetriebenen Wärmepumpe.

Die Neuentwicklung kann nicht nur Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln, sondern der Umgebungsluft auch Wärme zum Heizen entziehen. Die üblichen Erdsonden einer Wärmepumpe und die damit verbundenen Bohrungen fallen

weg: Die Sonden werden durch Sonnenkollektoren auf dem Dach oder an der Fassade ersetzt. Consolar erhielt für das System Solaera beim 17. Symposium Thermische Solarenergie 2007 den Innovationspreis für sein großes Potenzial zur Primärenergieeinsparung. Auf der Intersolar Europe stellt der langjährige Förderpartner der DBU eine Solarheizung mit Wärmepumpe für Niedrigenergiehäuser vor.

Will man Gebäude mit hohem solaren Deckungsgrad heizen, so ist das in gemäßigten Breiten im Winter nur mit einem hinreichend großen und effizienten Speicher möglich. Die heute am Markt üblichen Wärmespeicher sind teuer oder arbeiten mit großen Verlusten. Aus diesem Grund hat die Firma Isocal Heizkühlsysteme den „SolarEis-Speicher“ entwickelt. Er arbeitet mit Wasser, laut Fachleuten einem der besten und gleichzeitig preiswertesten Speichermedien. Es speichert die Wärme¬energie des Sommers nahezu verlustfrei auf niedrigem Niveau für die Heizung im Winter. Darüber hinaus kann im Sommer die im SolarEis-Speicher vorhandene Kälte aus dem Winterhalbjahr mit einer Pumpe zur Kühlung des Gebäudes genutzt werden. Der SolarEis-Speicher erfüllt eine Doppelfunktion als Heiz- und Kühl¬medium: Er ermöglicht Einsparungen beim Heizen von bis zu 50 Prozent und beim Kühlen von bis zu 99 Prozent und ist für große Gebäude und für Ein¬familienhäuser geeignet. Die Technologie wurde 2006 mit dem Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft ausgezeichnet. Isocal Heizkühlsysteme stellt diesen „saisonalen Eisspeicher“ in München vor.

Die Firma Mirrox präsentiert auf dem DBU-Stand einen Spezialkollektor zur solaren Kälteerzeugung: Mit seiner Hilfe lässt sich Wärme erzeugen, die für technische Prozesse und Verfahren nutzbar ist. Mit Temperaturen von 120 bis zu 400 Grad eignet sie sich etwa für Fertigungsprozesse in der Lebensmittel- und Textilindustrie oder zur solarthermischen Kühlung und Klimatisierung. Dort kann der Kollektor helfen, den Elektrizitätsbedarf – insbesondere im Sommer – zu verringern:

Weitere Informationen zur DBU auf der Intersolar Europe 2010:
www.dbu.de/550artikel29936_135.html

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Safety first – höchstmöglicher IT-Schutz
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Schaltschrank-Standards zum Anfassen
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Arctic melt ponds form when meltwater clogs ice pores

24.01.2017 | Earth Sciences

Synthetic nanoparticles achieve the complexity of protein molecules

24.01.2017 | Life Sciences

PPPL physicist uncovers clues to mechanism behind magnetic reconnection

24.01.2017 | Physics and Astronomy