Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saar-Informatiker präsentieren 3D-Internet auf der US-amerikanischen Technologie-Messe von Intel

15.09.2011
Dreidimensional anmutende, interaktive Grafiken können nun ohne großen Aufwand in beliebige Webseiten eingebunden werden.

Informatiker von der Universität des Saarlandes haben dafür die Szenenbeschreibungssprache XML3D entwickelt. Ihre aktuellen Ergebnisse stellen sie in diesen Tagen auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco vor, in dessen Rahmen der US-amerikanische Halbleiterkonzern Intel seine künftigen Produkt- und Geschäftsideen präsentiert.


Inhalte wie dieses historische Stadtbild von Saarlouis können mit XML3D einfach in Webseiten eingebunden werden. Foto : bellhäuser - das bilderwerk

„Mit XML3D kann man dreidimensionale Inhalte auf solch einfache Weise in Webseiten einbetten wie es bisher nur mit Videoclips der Internet-Plattform YouTube möglich ist“, erklärt Kristian Sons, der das Projekt XML3D am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken leitet.

In Zukunft sollen damit nicht nur Ingenieure gemeinsam von verschiedenen Standorten aus Produkte entwerfen und Web-Entwickler interaktive Lern- und Computerspiele programmieren. Da die Technologie auch für mittelständische Unternehmen erschwinglich ist, können sie damit ihre Produkte im Internet dreidimensional (3D) präsentieren.

Auf der IDF zeigen die Saar-Informatiker daher unter anderem eine 3D-Shopping-Anwendung, bei der Käufer ihre gewünschte Kamera in 3D betrachten und gleichzeitig mit unterschiedlichen Objektiven bestücken können.

Die neuartige Internet-Technologie stammt aus der Forschergruppe um Philipp Slusallek, Professor für Computergraphik an der Universität des Saarlandes und wissenschaftlicher Direktor, sowohl am DFKI als auch am Intel Visual Computing Institute an der Universität des Saarlandes.

XML3D fügt dem aktuellen HTML-Standard HTML5 die nötigen Elemente hinzu, um in der Webseite neben Texten, Bildern und Videos auch 3D-Objekte beschreiben zu können. Alle 3D-Komponenten sind somit Teil des Programmcodes, der die Webseite definiert, und Web-Entwickler können daher mit gewohnten Programmiermethoden neuartige 3D-Inhalte schaffen. Einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung und ein Browser. Die Informatiker aus dem Saarland haben bereits Implementierungen von XML3D fertiggestellt, die entweder auf den Browsern Firefox und Chrome basieren, oder auf der Web-Programmiersprache JavaScript in Kombination mit der Browser-Komponente WebGL.

Das Intel Developer Forum (IDF) gilt unter Experten als eine der wichtigsten Entwicklerkonferenzen. Laut Angaben von Intel werden dieses Jahr rund 5000 Besucher aus aller Welt erwartet. Bereits 600 Journalisten haben sich akkreditiert, um die Demonstrationen von 180 Unternehmen zu begutachten.

Weitere Fragen beantworten:
Kristian Sons
E-Mail: kristian.sons@dfki.de
Gordon Bolduan
Pressereferent am Exzellenz-Cluster “Multimodal Computing and Interaction"
Telefon: 0681 302-70741
E-Mail: bolduan@mmci.uni-saarland.de
Ein Pressefoto für den kostenlosen Gebrauch finden Sie unter
http://www.uni-saarland.de/pressefotos
Hinweis für Hörfunk-Journalisten:
Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern und Studenten der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681 302-3610) richten.

Saar - Uni - Presseteam | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.xml3d.org/
http://www.intel.com/idf/

Weitere Berichte zu: 3D-Internet DFKI Intel Pervasive Computing Technologie-Messe Web-Entwickler XML3D

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht SYSTEMS INTEGRATION 2018 in der Schweiz thematisiert Bausteine für die industrielle Digitalisierung
20.11.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

IceCube experiment finds Earth can block high-energy particles from nuclear reactions

24.11.2017 | Physics and Astronomy

A 'half-hearted' solution to one-sided heart failure

24.11.2017 | Health and Medicine

Heidelberg Researchers Study Unique Underwater Stalactites

24.11.2017 | Earth Sciences