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Nutzfahrzeugmärkte wieder auf Wachstumskurs - 272 Weltneuheiten

15.09.2010
IAA startet mit neuem Rekord an Weltpremieren / 1.748 Aussteller aus 42 Ländern auf der wichtigsten Leitmesse der Mobilität

"Die 63. IAA Nutzfahrzeuge startet mit einem neuen Rekord von 272 Weltpremieren - und mit konjunkturellem Rückenwind. Weltweit steigt die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen, die Talsohle ist durchschritten.

Während der Weltmarkt für schwere Nutzfahrzeuge in diesem Jahr um 10 Prozent auf 2,4 Mio. Fahrzeuge steigen wird, erwarten wir für die deutschen Hersteller von schweren Lkw ein Exportwachstum von 40 Prozent. In ähnlicher Größenordnung wird sich die Lkw-Produktion in Deutschland erhöhen", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf einer Pressekonferenz eine Woche vor Beginn der weltweit wichtigsten Mobilitäts- und Transportmesse. Die 63. IAA Nutzfahrzeuge wird vom VDA veranstaltet und findet vom 23. bis 30. September in Hannover statt.

Der VDA-Präsident wies allerdings auch darauf hin, dass trotz der erfreulich hohen Wachstumsraten das Vorkrisenniveau auf den Märkten noch nicht wieder erreicht sei. Im vergangenen Jahr war der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen (über 6t) in Europa um fast die Hälfte eingebrochen. "Wir haben also noch eine längere Wegstrecke vor uns, aber die Richtung stimmt - es geht voran."

"Die IAA hat sich trotz Krise als äußerst stabil erwiesen und ihre Position als weltweite Leitmesse weiter ausgebaut", so Wissmann. Während im vergangenen Jahr nahezu alle anderen Nutzfahrzeugmessen abgesagt wurden, übertrifft die 63. IAA Nutzfahrzeuge mit 1.748 Ausstellern aus 42 Ländern das hohe Niveau von 2006 um 12 Prozent.

Auf der IAA werden mehr Weltpremieren denn je zu sehen sein: "Keine andere Nutzfahrzeugmesse weltweit bietet mehr Neuheiten als die IAA. Mit 272 Weltpremieren haben wir sogar den bisherigen Spitzenwert der letzten IAA toppen können. Dies ist ein eindrucksvoller Beweis für die hohe Qualität und internationale Bedeutung der IAA", betonte Wissmann.

Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Ursula von der Leyen, sowie David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachen, werden am 23. September die IAA eröffnen. Die Messe hat das Motto: "Nutzfahrzeuge: Effizient, flexibel, zukunftssicher". "'Effizient' deshalb, weil das Nutzfahrzeug seinen Kraftstoffverbrauch konsequent senkt - und dabei auch auf alternative Antriebe setzt. 'Flexibel', weil nur das Nutzfahrzeug die Güter direkt von Tür zu Tür transportiert - und damit Vorteile gegenüber anderen Verkehrsträgern aufweist. Und 'zukunftssicher', weil die Herausforderung künftig steigender Gütertransporte nur mit dem Nutzfahrzeug gemeistert werden kann", unterstrich Wissmann.

Auf der IAA werden zahlreiche Transporter und Busse mit alternativen Antriebsarten - vom Hybrid bis zum Elektro-Fahrzeug - zu sehen sein. Der schwere Lkw im Fernverkehr hingegen setzt auch künftig auf den verbrauchsoptimierten und schadstoffarmen Clean Diesel.

Neben einer Vielzahl von Effizienzsteigerungen, die Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen von Nutzfahrzeugen senken, werden auf der IAA zahlreiche intelligente Lösungen gezeigt, die die Sicherheit beim Transport verbessern, etwa der Notbremsassistent oder der Spurverlassenswarner.

Wissmann betonte: "Die Stärke der IAA liegt - neben dem 'Festival der Innovationen' - in der Vollständigkeit der gesamten Branche, die sich in Hannover präsentiert: vom schweren Lkw über Transporter und Busse, Anhänger- und Aufbauten bis hin zu den vielen Zulieferern und Dienstleistern rund um das Nutzfahrzeug."

Den Löwenanteil mit 55 Prozent an den Ausstellern haben die Zulieferunternehmen, von denen 954 auf der IAA vertreten sein werden.
Die zweitstärkste Ausstellergruppe sind mit 204 Unternehmen die
Anhänger- und Aufbautenhersteller, gefolgt von 146 Firmen der Transportlogistik. 60 Aussteller zeigen Omnibusse. Lkw-Hersteller sind mit 46 Ausstellern vertreten, hinzu kommen 34 Hersteller leichter Nutzfahrzeuge.

56 Prozent der Aussteller haben ihren Firmensitz außerhalb Deutschlands. Spitzenreiter ist die Türkei mit 136 Ausstellern, gefolgt von China mit 117 Ausstellern, die ihre gebuchte Fläche auf der IAA deutlich erhöht haben. Die gesamte IAA-Ausstellungsfläche umfasst 235.000 Quadratmeter. Länderschwerpunkte sind in diesem Jahr die Benelux-Staaten, China, Indien und die Türkei. Die IAA ist zudem ein großer, internationaler Kongress: Auf 40 Fachveranstaltungen des VDA sowie weiteren 50 Veranstaltungen der Aussteller werden alle Themen des Transports, der Logistik und der Mobilität umfassend behandelt.

Besonderes Augenmerk widmet die IAA traditionell dem Ingenieurnachwuchs. Im Rahmen von "GoIng" informieren zahlreiche Zulieferunternehmen - von Behr und Bosch bis ZF - sowie die Automobilhersteller Daimler, MAN und Volkswagen interessierte Schüler über Karrierechancen in der Automobilindustrie. Hinzu kommt die IAA-Schulklassenaktion, zu der sich über 100 Klassen und Kurse mit insgesamt rund 2.500 Schülerinnen und Schülern angemeldet haben.

Erstmals wendet sich der Verband der Automobilindustrie außerdem mit dem "VDA Recruiting Tag" an bereits Studierende der Ingenieurwissenschaften in den Anfangssemestern. Wissmann betonte: "In den ersten Studiensemestern wird die Entscheidung getroffen, welche Spezialisierung die jungen Leute innerhalb der Fachdisziplin treffen wollen. Der richtige Zeitpunkt also, um auf den spannenden Ingenieurberuf in der Automobilindustrie aufmerksam zu machen!"

Eckehart Rotter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.iaa.de

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