Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobile Roboter und 3-D-Modelle

04.06.2010
Der Fraunhofer- Innovationsclus ter »Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) in Energie und Verkehr« präsentiert auf der Luftfahrtmesse ILA Berlin Air Show neueste Konzepte, Technologien und Forschungs themen im Bereich der Wartung und Instandhaltung in der Luft- und Raumfahrttechnik.

In der Clusterinitiative kooperieren sieben Forschungsinstitute und 14 Wirtschaftsunternehmen, darunter Airbus, MTU Maintenance und Rolls-Royce Deutschland. Ziel ist es, ressourcenschonende und energieeffiziente MRO-Prozesse und -Technologien zu erarbeiten und nachhaltig zu etablieren.

Denn insbesondere bei Produkten und Gütern mit hohen Investitionskosten und langer Lebensdauer sind Wartung, Reparatur und Instandhaltung von essentieller Bedeutung. In den Branchen Verkehr und Energie verursachen zum Beispiel Korrosion von Werkstoffen, Materialverschleiß oder Vandalismus hohe Kosten.

MRO-Themen auf der ILA 2010:

* Live-Vorführung einer robotergeführten Bearbeitung von Turbinenschaufeln
* Trocken und rückstandsfrei Reinigen mit CO2-Strahlen
* Augmented Reality
Live-Vorführung: Robotergeführte Bearbeitung von Turbinenschaufeln
Im Rahmen des Fraunhofer-Innovationsclusters »Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) in Energie und Verkehr« wird am Produktionstechnischen Zentrum Berlin (PTZ) ein innovativer Lösungsansatz zur Reparatur von beschädigten Triebwerks- und Turbinenkomponenten entwickelt. Kernstück des Forschungsvorhabens bildet eine hochflexible, automatisierte Roboterzelle, die eine schnelle und kostengünstige Reparatur ermöglicht. Bei der Neufertigung und Reparatur von strömungstechnisch optimierten Triebwerksbauteilen werden im Bereich der Ein- und Austrittskanten höchste Genauigkeiten gefordert. Aus diesem Grund werden derzeit fast ausschließlich hochgenaue aber kapitalintensive CNC-Werkzeugmaschinen für die Reparatur solcher Bauteile verwendet. Im MRO-Prozess werden zunehmend adaptiven Zerspantechnologien eingesetzt. Der Zerspanprozess folgt dabei keiner starr vorgegebenen NC-Bahn, sondern wird kontinuierlich an die tatsächliche Kontur jedes einzelnen Bauteils angepasst. Dabei sollen die geforderten Genauigkeiten mit flexiblen und kostengünstigen robotergestützten Fertigungssystemen erreicht werden.
Trocken und rückstandsfrei Reinigen
Die Reinigung ist Teil des Instandhaltungsprozesses von Triebwerken und Flugzeugen und ist zur Gewährleistung eines einwandfreien Betriebs notwendig. Für viele dieser Aufgaben fehlt es an flexibler, mobiler und problemgerechter Anlagentechnik sowie an Kenntnissen zum Prozessverständnis und Lösungen zur Automatisierung. Die Zielsetzungen und Anforderungen an die Reinigung lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

Bei der Reinigung aus optischen Gesichtspunkten ist das Ziel die Entfernung von Verunreinigungen zur Wiederherstellung des ursprünglichen Aussehens. Ziel präventiver Reinigung ist die Bewahrung des Wirkungsgrades, um kostspielige Reparaturen zu vermeiden und Ausfällen vorzubeugen. Unter der funktionsrelevanten Reinigung ist beispielsweise die Entfernung von Funktionsschichten wie keramischen Wärmedämmschichten zur Wiederbeschichtung im Rahmen der Herstellung und Reparatur zu verstehen. Gerade in der Luftfahrt gewinnt der Einsatz trockener, rückstandsfreier und ökoeffizienter Reinigungsverfahren an Bedeutung. Zu den Reinigungsverfahren, die diese Anforderungen erfüllen, zählt das Strahlen mit festem Kohlendioxid.

Augmented Reality
Unbekannte Zustände ausgefallener Maschinen erfordern eine umfangreiche Diagnose, die zum großen Teil noch mit manuellen Prüfmitteln durchgeführt wird und hohe Kosten verursacht. Der Fraunhofer-Innovationscluster MRO beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Reverse Engineering-Prozesses, der die Zustandserfassung von komplexen Maschinen beschleunigen soll. Dabei soll die Geometrie von Baugruppen in einem ersten Schritt dreidimensional gescannt und ein digitales Volumenmodell erzeugt werden. In diesem Modell sollen dann die Einzelbauteile über ein Pattern-Matching-Verfahren identifiziert und ein digitales Baugruppenmodell generiert sowie dessen Produktstruktur abgeleitet werden, um die weitere Nutzung in Product Lifecycle Management (PLM)-Systemen zu ermöglichen. Das so gewonnene digitale Modell bildet die Grundlage für zahlreiche Verwendungszwecke im MRO-Umfeld. So kann ein Abweichungsmodell von Soll- und Istzustand als Vorlage für die MRO-Prozessplanung dienen. Ebenso können digitale Handbücher und ein Konfigurationsmanagementsystem mit 3-D-Modellen und Zusatzinformationen aus dem PLM-System erstellt werden. Augmented Reality-Anwendungen liefern dem Servicepersonal visuelle Handlungsvorgaben auf Basis der aktuellen Produktkonfiguration. Aktuell arbeitet der Fraunhofer-Innovationscluster MRO an Möglichkeiten, die Beanspruchungen von Flugzeugstrukturen während des Fluges über hochsensible Sensoren zu messen. Mit den Messergebnissen können vor allem individuelle Wartungsintervalle bestimmt werden, damit so die tatsächlich notwendigen Arbeiten durchgeführt werden.

Weitere Informationen zum Innovarionscluster-MRO: Fraunhofer-Innovationscluster MRO in Energie und Verkehr

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Jeannette Behrendt
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
Pascalstraße 8-9, 10587 Berlin
Tel.: +49 (0)30/39006-351
E-Mail: jeannette.behrendt@ipk.fraunhofer.de

Steffen Pospischil | Fraunhofer
Weitere Informationen:
http://www.ipk.fraunhofer.de
http://www.innovationscluster-mro.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Mehr Sicherheit für Flugzeuge
22.02.2017 | FernUniversität in Hagen

nachricht Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“
21.02.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten