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MEDICA Weltforum der Medizin

16.10.2008
Internationale Fachmesse mit Kongress
19.11. – 22.11.2008
Messe Düsseldorf

Die MEDICA 2008, die weltweit größte medizinische Fachmesse mit Kongress, bildet den jährlichen Höhepunkt für die Präsentation von Innovationen in der Medizin. Der MEDICA-Kongress, veranstaltet von der MEDICA Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e. V., wird dabei wieder ein großes Spektrum an medizinischer Fort- und Weiterbildung in Form von Kursen, Seminaren und Diskussionsforen anbieten. Aktuelle Forschungsergebnisse und Neuentwicklungen auf den Gebieten der klinischen Medizin, der Medizintechnik, Biotechnologie und Telemedizin stehen im Mittelpunkt.

Besonderes Augenmerk legt der Kongress auf die interdisziplinäre Sichtweise, die in einem immer komplexeren medizinischen Umfeld von zunehmender Bedeutung ist. Die meisten Erkrankungen machen nicht vor Organgrenzen halt, daher sind die betroffenen Patientinnen und Patienten von einer Fachgruppe allein nicht optimal zu versorgen. Typische Beispiele für die Notwendigkeit der engen interdisziplinären Zusammenarbeit sind z. B. Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen oder Autoimmunerkrankungen. Die Erkenntnis, dass eine interdisziplinäre Betreuung bei vielen medizinischen Problemstellungen die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert, weicht die Barrieren zwischen Fachgruppen und Institutionen im Gesundheitswesen zunehmend auf.

Zum ersten Mal wirft der Kongress in diesem Jahr mit der ganztägigen Veranstaltung „Aktuelles aus der Helmholtz-Gesundheitsforschung“ einen Blick auf neue Forschungsergebnisse am unmittelbaren Übergang vom Labor zum Krankenbett. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Vorgestellt werden neueste Entwicklungen aus den nationalen Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft mit direktem Bezug zur klinischen Anwendung; dabei erhalten die Teilnehmer Einblick in die spannende Welt der „translational medicine“. Aktuelle Beispiele sind die Weiterentwicklung eines Impfstoffs gegen Gebärmutterhalskrebs, die Bestrahlungstherapie mit Schwerionen, ein ganz neuer Krebswirkstoff, zielgerichtete Ansätze in der Immuntherapie und neue Strategien gegen neurodegenerative Erkrankungen.

Ein Muss für klinisch tätige Kollegen sind die Seminare zu aktuellen Leitlinien - etwa für die Behandlung von Brustkrebs, Herz- oder Magen-Darm-Erkrankungen - sowie die Frühstücks- und Mittagssymposien, in denen renommierte Experten einen komprimierten Überblick über wichtige Krankheitsbilder geben. Besonders zu erwähnen sind auch die Seminare zur Qualitätssicherung in Klinik und Praxis, die durch neue Methoden und Richtlinien stetig weiterentwickelt wird.

Angesichts der demographischen Entwicklung und der daraus resultierenden besonderen Versorgungsaspekte stehen typische Probleme des höheren Lebensalters wie Typ 2-Diabetes, Tumorleiden, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Osteoporose oder Demenz im Mittelpunkt verschiedener Veranstaltungen. Besonders intensiv widmet sich der Kongress der Palliativmedizin - etwa der Sturzprophylaxe oder dem Umgang mit Patientenverfügungen – sowie ethischen Aspekten, die sich insbesondere am Anfang und am End des Lebens stellen. Palliativmedizinische Fragestellungen stehen auch im Mittelpunkt eines PflegeForums, das in Zusammenarbeit mit den Deutschen Pflegeverband gestaltet wurde. Ein weiteres PflegeForum widmet sich der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden.

Erstmals im Programm ist eine Fortbildung zur Endoprothetik der großen Gelenke, die eine der segensreichsten technischen Entwicklungen der modernen Medizin darstellt und vielen Menschen auch im Alter noch Mobilität und Unabhängigkeit ermöglicht. Wie sehr gerade unsere alternde Gesellschaft von den technischen Innovationen unserer Zeit profitiert, dokumentiert auch die Veranstaltung zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge moderner Herzschrittmacher und ICDs sowie das Seminar zum aktuellen Stand des „ Point of Care Testing“, der Schnelldiagnostik unmittelbar am Krankenbett.

Ein weiteres, hochinnovatives Feld mit großen Zukunftschancen ist die regenerative Medizin. Der Kongress gibt einen Überblick über neueste Entwicklungen zum Gewebeersatz, zur Regeneration von Lebergewebe und zur Zelltherapie bei Schlaganfall und Herzinfarkt. Außerdem werden neue Wege zur Herstellung von Stammzellen aufgezeigt und die damit verbundenen ethischen und technischen Probleme diskutiert.

In zahlreichen Kursen bietet der Kongress wieder die Möglichkeit, praktische Fertigkeiten zu erwerben oder zu vertiefen, etwa im Bereich der Notfallmedizin oder der bildgebenden Verfahren. Darüber hinaus haben die Teilnehmer Gelegenheit zur intensiven Schulung ihrer diagnostischen Kompetenz, z. B. in der Tropenmedizin, der hämatologischen Diagnostik am Mikroskop, der Endoskopie oder der Lungenfunktionsmessung.

Für die meisten Veranstaltungen des MEDICA-Kongresses werden von der Ärztekammer Nordrhein CME-Punkte vergeben.

Der MEDICA-Kongress findet vom 19. – 22. November 2008 täglich von 9.00 – 17.30 Uhr in den Kongresszentren CCD.Süd, CCD.Pavillon und CCD.Ost statt.

Auskünfte zum Kongress :
MEDICA Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e. V.
Tel.: +49(0)711-720 712-0
Email: info@medicacongress.de

| MEDICA-Kongress
Weitere Informationen:
http://www.medicacongress.de
http://www.medica.de

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