Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom komplexen Frühwarnsystem bis zur Schutzwand: acqua alta 2011

30.09.2011
Rund 70 Aussteller informieren auf der Fachmesse acqua alta über Neuentwicklungen und Projekte

Fachmesse mit internationalem Kongress für Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau - vom 11. bis 13. Oktober 2011 im CCH-Congress Center Hamburg

Auf der Fachmesse acqua alta präsentieren vom 11. bis 13. Oktober rund 70 spezialisierte Unternehmen, Institute und Behörden aus 9 Ländern ihre innovativen Produkte, Technologien und Dienstleistungen für Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau im CCH - Congress Center Hamburg. Das Angebotsspektrum der Aussteller in Halle H reicht von neuen Systemen zur Überwachung von Pegeln und Deichen (Vorwarnung) über Anbieter mobiler Schutzsysteme bis hin zu Bauunternehmen für Rückhaltebecken und Deiche an Flüssen und Küsten. Auf dem begleitenden internationalen Kongress diskutieren drei Tage lang Vertreter aus Forschung, Wirtschaft, Kommunen und Politik aus dem In- und Ausland über neue Entwicklungen und Projekte. Die Hafenmetropole Hamburg bietet 2011 als Umwelt-Hauptstadt Europas einen besonderen Rahmen für diese Fachveranstaltung.

Erste KLIWAS-Forschungsergebnisse
Über erste Ergebnisse des Forschungsprogramms KLIWAS will die Bundesanstalt für Gewässerkunde auf ihrem Stand auf der acqua alta informieren. Das Bundesverkehrsministerium hatte dies ins Leben gerufen, um abzuschätzen, ob und wie für die Schifffahrt wichtige Wasserstraßen vom Klimawandel betroffen sein werden. Die KLIWAS-Wissenschaftler analysieren die Gewässer hinsichtlich ihrer gegenwärtigen hydrologischen, chemischen, biologischen und ökologischen Eigenschaften und modellieren klimabedingte Änderungen. Daraus entwickeln sie sinnvolle Anpassungsoptionen für die Wasserstraße der Zukunft. Die Forschungen wurden im März 2009 aufgenommen und werden Ende 2013 abgeschlossen.

Neuheiten für Überwachung und Vorwarnung
Lange bevor der Deich bricht, kann es zu Absenkungen oder Rissen kommen. Das Koordinierungsbüro Geotechnologien in Potsdam stellt auf der acqua alta ein neues satellitengestütztes Verfahren zur Erfassung von horizontalen und vertikalen Versätzen an Bauwerken, das auch langsame Veränderungen registriert. Der österreichische Aussteller MTA Messtechnik informiert über ein System, das Wasserpegel und Durchflussmenge regelmäßig erfasst und die Daten über das Internet an einen angeschlossenen Server überträgt. Durch die Alarmfunktion können die Verantwortlichen die notwendigen Entscheidungen für den Hochwasserschutz rechtzeitig treffen. Ebenfalls ein System zur Überwachung von Umweltdaten präsentiert das österreichische Unternehmen Pessl Instruments. Zurzeit arbeitet die Firma an einem Projekt in China. Dort werden rund 800 Messsysteme aufgestellt, um frühzeitige Maßnahmen gegen drohende Gefahren wie Hochwasser ergreifen zu können.

Ein Gemeinschaftsstand unter der Federführung des HochwasserKompetenzCentrum (HKC) in Köln bündelt Kompetenz und Erfahrung zum Thema Hochwasser und -schutz. Unter den Akteuren sind auch die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) und das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV). Die Aussteller wollen gemeinsam durch ihre Arbeit den Hochwasserschutz und das Risikomanagement national und international erweitern und verbessern. Weitere Gemeinschaftsstände mit namhaften Ausstellern gibt es unter der Regie des Europaverband Hochwasserschutz, des BWK sowie zum SKINT Projekt (North Sea Skills Integration an New Technologies).

Mobile Schutz-Systeme
ThyssenKrupp GfT Bautechnik stellt auf der acqua alta das neue mobile Dammbalkensystem „TKR-3“ vor, das in Zusammenarbeit mit der TU Berlin sowie der Roslauer Schiffswerft entwickelt wurde. Es ist u.a. Teil der Schutzanlage im Ostseebadeort Timmendorfer Strand, die die Bewohner vor Sturmfluten bewahren soll. Der Aussteller Prefa Aluminiumprodukte informiert über robuste Aluminiumprofile, die in einem Nut- und Feder-System zum Beispiel an Häusern vor Fenster und Türen angebracht werden können. Auch Zufahrten und Wege sind so vor einströmendem Wasser zu schützen. Das Unternehmen Aquariwa präsentiert rasch montierbare Zylinder aus GFK-Platten, aus denen Barrieren gebaut werden können. Von der Firma Mobildeich wird überdies eine neue Container-Technik mit Krananlage für den kompakten Transport, Aufbau und Aufbewahrung ihrer Deichmodule vorgestellt. Ein probates Mittel zum Schutz vor steigende Fluten und zur Verstärkung von Barrieren sind Sandsäcke. Um sie im Notfall innerhalb kurzer Zeit in großen Mengen zur Verfügung zu haben, hat aljo Aluminium-Bau eine Hochleistungs-Maschine entwickelt, die pro Stunde 1200 Säcke füllen kann. Sie wird auf der acqua alta in Aktion gezeigt.

Auf der Fachmesse präsentieren sich außerdem Institute zahlreicher Hochschulen und Technischer Universitäten. Einzelne Unternehmen und Institutionen informieren darüber hinaus im Open Space – Ausstellerforum über neue Entwicklungen, Produkte und Forschungsvorhaben in den Bereichen Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau.

Die komplette Ausstellerliste gibt es im Internet unter www.acqua-alta.de. Die Fachmesse in Halle H des CCH-Congress Center Hamburg ist am 11. und 12. Oktober von 9 bis 18 Uhr, am 13. Oktober von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 17 Euro. Detaillierte Informationen zum Open Space – Ausstellerforum, zu den Fachexkursionen, zum BWK-Seminar „Mobile Hochwasserschutzsysteme" und zum SKINT-Seminar sowie das umfangreiche acqua alta-Kongressprogramm finden sich ebenfalls im Internet. Die acqua alta, Fachmesse mit internationalem Kongress, bietet mit den Themenschwerpunkten Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau allen beteiligten Organisationen, Instituten, kommunalen Spitzenverbänden und Branchen eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Strategien.

Pressekontakt:
Gudrun Blickle
Tel.: 040/3569-2442
Fax: -2449, gudrun.blickle@hamburg-messe.de

Gudrun Blickle | Hamburg Messe
Weitere Informationen:
http://www.acqua-alta.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten