Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Strahler für reproduzierbare dreidimensionale Wärmeprozesse

13.07.2010
  • Schweißen, Entgraten oder Kleben braucht Wärme ganz gezielt an Rändern und Ecken
  • Heraeus Noblelight zeigt geformte QRC® Infrarot-Strahler auf der Messe K

Kopfstützen, Dachhimmel oder Armlehnen – der Autoinnenraum besteht aus sehr vielen geformten Teilen. Meist wird dabei ein Trägerteil aus Kunststoff mit Textilien, Leder oder Kunststoffen kaschiert. Die Ränder dieser Dekore werden dann noch umgebogen und festgeklebt, um die Kanten abzudecken. Die zugehörigen Wärmeprozesse müssen meist auf relativ eng begrenztem Raum innerhalb kurzer Zeit ausgeführt werden.


QRC® Infrarot-Strahler besitzen einen Nanoreflektor aus Quarzmaterial und können exakt einem Werkstück nachgeformt werden. Copyright Heraeus Noblelight 2010

QRC® Infrarot-Strahler, die den Konturen nachgeformt wurden, übertragen Wärme kontaktfrei, schnell und gezielt und sind dabei selbst sehr hitzebeständig. Auch bei sehr heißer Umgebung bilden sich keine Hot- oder Coldspots, die Erwärmung bleibt gleichmäßig und das Ergebnis zuverlässig.

Heraeus Noblelight zeigt QRC® Infrarot-Strahler auf der Messe K in Düsseldorf von 27. Oktober bis 3. November.

Trägerteile aus Kunststoff oder Naturfaser-Polypropylen (PP) werden kaschiert mit Dekoren aus Textil, Leder oder Kunstleder. Der Überstand des Dekors wird anschließend thermisch fixiert, also umgebogen und festgeklebt. Meist geschieht dies mit einem Kleber, der mit Wärme aktiviert werden muss, es müssen ca. 80° C erreicht werden. Beim kleberlosen Umbug wird der Kunststoff bei 130 – 200°C oberflächlich angeschmolzen und dann zusammengedrückt.

Konventionell werden meist Heißluftdüsen eingesetzt, weil diese auf die Ränder gerichtet werden können. Für die heiße Luft wird durch den meist nötigen Dauerbetrieb relativ viel Energie verbraucht und außerdem kann sich die Anlagenperipherie unnötig aufheizen.

Zunehmend kommen heute Infrarot-Strahler zum Einsatz, die Wärme örtlich und zeitlich begrenzt abgeben. Infrarot-Strahlung erwärmt Kunststoffteile kontaktfrei, anders als bei der Heißlufttechnologie wird kein Übertragungsmedium benötigt.

Infrarot-Strahler lassen sich der Kontur des Umbugverlaufes nachformen und übertragen dann die Energie ganz gezielt dorthin.

Meist werden kurzwellige Infrarot-Strahler eingesetzt, die sehr schnell auf Steuerbefehle reagieren. Dadurch muss der Strahler nur dann angeschaltet sein, wenn die Wärme benötigt wird. Das spart Energie und Kosten, besonders wenn in sehr kurzen Taktzeiten die Wärme nur für wenige Sekunden benötigt wird.

QRC® Infrarot-Strahler für stabilere Wärmeprozesse
Reflektoren direkt auf den Strahlern unterstützen die gezielte Erwärmung, meist handelt es sich dabei um Gold oder andere Metalloxide. QRC® Infrarot-Strahler (QRC = quartz reflective coating) besitzen einen Nanoreflektor aus Quarzmaterial.

Wenn es eng in der Fertigung zugeht, können wiederholte Wärmeprozessen auf Dauer auch der Wärmequelle selbst beeinträchtigen.

Während Hitze einer Goldbeschichtung schaden kann, wird opakes Quarzmaterial, QRC® (quartz reflective coating), weder von Hitze noch von Ausgasungen oder Dämpfen beeinflusst, die Reflektivität bleibt dauerhaft gut. Das hilft, Wärmeprozesse homogener, stabiler und damit prozesssicherer zu gestalten.

Infrarot-Strahler mit der QRC® Nanoreflektorschicht benötigen auch unter extremen Bedingungen keine eigene Kühlung. Dadurch können sie viel kompakter und vor allem platzsparend in eine Anlage eingepasst werden. Ein Konstrukteur kann dies nutzen, um beispielsweise Produkte ortsfest zu positionieren. Wenn ein Infrarot-Strahler an die Konturen angepasst ist und diese gleichmäßig erwärmt, muss weder das Produkt noch die Wärmequelle geführt oder angetrieben werden.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit einer über 155-jährigen Tradition. Unsere Geschäftsfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Biomaterialien und Medizinprodukte, Dentalprodukte sowie Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von 2,6 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 13,6 Mrd. € sowie weltweit über 12 300 Mitarbeitern in mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2009 einen Jahresumsatz von 71,6 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 707 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Leserfragen:
Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
D-63801 Kleinostheim
Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
E-Mail hng-infrared@heraeus.com
Redaktion:
Dr. Marie-Luise Bopp
Heraeus Noblelight GmbH,
Abteilung Marketing/Werbung
Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com

Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com/infrared
http://www.heraeus-noblelight.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“
21.02.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

nachricht Verbessertes Sprachverstehen und automatische Spracherkennung für Call- und Servicecenter
15.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten