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ILA 2012: Mit dem DLR in die Zukunft fliegen

18.06.2012
Das führende nationale Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt präsentiert sich als größter institutioneller Aussteller der ILA
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt vom 11.
bis 16. September auf der ILA 2012, wie die Luft- und Raumfahrt von morgen aussieht. Das nationale Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt in Deutschland ist der größte institutionelle Aussteller der diesjährigen ILA und präsentiert sich in der Space & Aeronautic World (Halle 4) auf einem über 600 Quadratmeter großen Stand.

Das DLR wird seine Arbeit auch mit spektakulären Fluggeräten seiner Forschungsflotte auf dem Freigelände wie dem Airbus A320 ATRA mit Brennstoffzelle, dem Motorsegler Antares DLR-H2, dem Atmosphären-Forscher Falcon 20 E, dem fliegenden Hörsaal Cessna 208B Gran Caravan, dem fliegenden Hubschrauber-Simulator EC-135 FHS sowie dem A 300 Zero G für Parabelflüge vorstellen. Im ILA CareerCenter (14. und 15.9., Halle 7) informiert das DLR über interessante Berufsperspektiven in der Luft- und Raumfahrt.

Forschen für die Luftfahrt und die Atmosphäre

Ein großer Teil der Forschungsflugzeuge des DLR wirbt mit einem entsprechenden Logo als ILA-Botschafter bei den unterschiedlichsten Einsätzen weltweit (siehe Fotohinweis am Ende des Textes). Bei ihrer "Zwischenlandung" auf der ILA können sie von der Fachwelt und dem Publikum auf dem Freigelände bestaunt werden.

Mit dem größten Flottenmitglied, dem Airbus A320 ATRA, können DLR-Forscher unter anderem umweltfreundliche Technologien erproben. Es ist das weltweit erste Flugzeug, bei dem ein Brennstoffzelleneinsatz die Notstromversorgung an Bord, die sogenannte APU (Auxillary Power Unit) ersetzen kann. Zudem testen DLR-Forscher mit dem Airbus leisere Landeanflüge.

Ausschließlich mit der Brennstoffzelle fliegen kann die Antares DLR-H2. Der Motorsegler ist das erste Flugzeug, das mit der Brennstoffzelle nicht nur fliegen, sondern auch starten kann.

Die Falcon 20 E liefert wichtige Datengrundlagen für die Arbeit von Atmosphären-Forschern. Das Forschungsflugzeug kann in Gewitterstürme fliegen und dort die chemische Zusammensetzung der Luft messen. Sie war auch das erste Flugzeug, das den Aschegehalt in der Atmosphäre beim Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull messen konnte und sich als "Ash-Hunter" einen Namen machte.

Auf der ILA zu sehen ist auch die Cessna 208B Gran Caravan, die zum fliegenden Hörsaal umgebaut wurde und Studenten die Möglichkeit bietet, Flugversuche und meteorologische Messungen im Flugzeug mitzuerleben.

Neue Technologien können Hubschrauber-Piloten im "Fliegenden Simulator" EC-135 FHS erproben. Die in den FHS integrierten Computer lassen den Hubschrauber im tatsächlichen Flug so reagieren, wie er mit einem neuen Steuerungssystem fliegen würde.

Mit dem A 300 Zero G der französischen Firma Novespace führt das DLR wissenschaftliche Parabelflüge durch. Während der mehr als 20 Sekunden Schwerelosigkeit pro Parabel (31 pro Flug) erproben Wissenschaftler neuartige Technologien für den Einsatz im Weltraum oder führen medizinische, biologische sowie materialwissenschaftliche Experimente durch.

Erkenntnisse aus der Raumfahrt für die Nutzung auf der Erde

Im Space Pavilion zeigen DLR, das Bundeswirtschaftsministerium, die Europäische Weltraumorganisation ESA und der BDLI, wie die Erkenntnisse der Forschung im All und in der Raumfahrt auf der Erde angewandt werden können. Der Space Pavilion steht unter dem Motto "Space for Earth". Besucher könnten hier sehen, wie Satelliten unseren Alltag in der Kommunikation und Navigation bestimmen und wie wir unsere Umwelt durch Erdbeobachtung schützen können. Und sie können einen Blick auf die Landschaft auf dem Mars werfen. Dazu gehören auch irdische Anwendungen der Raumfahrtrobotik im Mobilitäts- und Gesundheitsbereich.

Luft- und Raumfahrt von Morgen

DLR-Forscher arbeiten beständig an einer sicheren und umwelterhaltenden Luftfahrt. Auf dem über 600 Quadratmeter großen Stand in der Space & Aeronautic World präsentiert das DLR unter anderem, wie Triebwerke leichter und damit umweltfreundlicher werden und welche Materialien in der Luft- und Raumfahrt in Zukunft eingesetzt werden können. Außerdem zeigen DLR-Forscher, wie sie mit ihrem Know-how aus der Luftfahrt Windkraftanlagen effizienter und leiser machen können. Mit welchen Treibstoffen werden Flugzeuge in Zukunft fliegen? Wissenschaftler des DLR arbeiten nicht nur an neuen Antriebskonzepten für den Luftverkehr von morgen, auch an neuen, alternativen Treibstoffen. Wie sieht die Flugführung von Morgen aus?

Neue Anflugverfahren sollen die Anwohner von Flughäfen von Lärmemissionen entlasten, den Lärm verteilen. Mit dem ALNA - Advanced Low Noise Aircraft zeigt das DLR ein zukünftiges Flugzeugkonzept, in die aktuelle Erkenntnisse der Luftfahrtforschung eingeflossen sind.

Begleittext zum ILA-Botschafter Falcon 20 E

Das US-National Center for Atmospheric Research (NCAR) mit einer Gulfstream-V, die NASA mit einer DC-8 und das Deutsche Zentrum für

Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer Falcon 20E führten im Mai 2012 in den USA ein gemeinsames Experiment zur Erforschung der Chemie der Gewitter durch. Bei dem Projekt namens "Deep Convective Clouds and Chemistry Project (DC3)" haben die drei Forschungsinstitute jeweils ein Flugzeug im Einsatz. Dabei soll vor allem genauer gemessen werden, wie Stickoxide in die obere Atmosphäre transportiert werden.

Stickoxide entstehen einerseits am Boden, andererseits aber auch bei Blitzschlägen und spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Ozon (Foto zum Download: www.ila-berlin.de / Presse / Fotos / Vorschau ILA 2012).

Kontakt DLR:

Andreas Schütz, Telefon: +49 2203 601-2474, Fax +49 2203 601-3249
Email: andreas.schuetz@dlr.de
Pressekontakt:
Messe Berlin GmbH
Wolfgang Rogall
Stellv. Pressesprecher
Pressereferent
Messedamm 22
14055 Berlin
Tel.: +4930 3038-2218
Fax: +4930 3038-2287
rogall@messe-berlin.de

Wolfgang Rogall | Messe Berlin GmbH
Weitere Informationen:
http://www.messe-berlin.de
http://www.ila-berlin.de
http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10203/

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