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HUSUM WindEnergy: 2030 werden eine Million Menschen in der deutschen Windindustrie Arbeit finden

01.09.2010
· Arbeitskräftemangel könnte Ausbau der Windenergie gefährden
· Mitarbeiter identifizieren sich mit der Windindustrie
· Vestas bestätigt hohe Attraktivität der Branche in einem internationalen Umfeld
· Mitarbeiterschaft bindet sich langfristig an Unternehmen
· windcareer - Arbeitsplatzdrehscheibe der Windbranche erwartet
rd. 4.000 Besucher/innen

Neben den technologischen und energiepolitischen Themen wird während der kommenden HUSUM WindEnergy vom 21. bis 25. September insbesondere der Windenergiearbeitsmarkt im Fokus des Interesses stehen. Denn nach einer Studie der TGMC Management Consulting GmbH, Hamburg, befürchten derzeit viele Führungskräfte, dass der Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur jetzt nicht befriedigt werden kann, sondern auch zukünftig nicht. Dies belegt eine Online-Untersuchung, die in den vergangenen Monaten durchgeführt wurde.

Den Grund für diese Sorge sieht Dr. Heinz R. Uekermann von der TGMC insbesondere durch zwei Faktoren bedingt: „Einerseits werden in allen technischen Bereichen Arbeitskräfte teilweise händeringend gesucht. Andererseits schafft es die Windindustrie nur bedingt, ihre hohe Attraktivität potentiellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu vermitteln“.

Der Arbeitskräftebedarf ist hoch. Auf der Basis der vom VDMA bis 2030 prognostizierten Wertschöpfung von 500 Mrd. € geht Uekermann davon aus, dass im Jahr 2030 nur in Deutschland eine Million Menschen alleine in der Windindustrie arbeiten werden. Damit werde die Windindustrie ihrem Ruf als Jobmotor gerecht. Derzeit arbeiten rd. 120.000 Menschen in dieser Zukunftsbranche.

Sehr zufriedene Mitarbeiter/innen mit hoher Branchenidentifikation

Marie-Louise Bornemann, Vice President People & Culture Vestas Central Europe, bestätigt aus der Erfahrung der vergangenen Jahre, dass in der Windindustrie sehr viele junge und hochgebildete Personen beschäftigt sind, die „mit Ehrgeiz, einer hohen Leistungsbereitschaft und Bereitschaft zur Mobilität“ arbeiten. Laut Bornemann stehen die Unternehmen der Branche vor drei Hauptherausforderungen. Die erste Herausforderung sei es, das Wachstum und die Dynamik der derzeitigen Entwicklung zu managen. Die Vestas-Mitarbeiterschaft sei von 3.500 im Jahr 2000 auf heute weltweit knapp 22.000 gewachsen. „Vestas ist es über die vergangenen Jahrzehnte gelungen, dieses enorme Wachstum mit all seinen Herausforderungen durch die gleichzeitige Etablierung und Weiterentwicklung von Strukturen und den stetigen Aufbau branchen- und produktspezifischen Know-hows zu kontrollieren und zu managen“, erläuterte Bornemann das erfolgreiche Personalmanagement.

Die zweite Herausforderung sei es, die Entwicklung und die Innovation geplant und gezielt zu steuern. Dies betreffe insbesondere die Nachwuchsförderung und Ausbildung. So seien seit 2006 weltweit insgesamt 187 junge Hochschulabsolventen aus 27 Nationen gewonnen worden. 85 Prozent seien heute noch bei Vestas beschäftigt. Auch die Verweildauer anderer „junger Leute, die sowohl das Angebot von technisch als auch von kaufmännisch ausgerichteten dualen Studiengängen gut angenommen haben, ist hoch. Rund 75 Prozent dieses Personenkreises konnten wir langfristig an unser Unternehmen binden“.

Das dritte Zukunftsthema betreffe die Tatsache, die zukünftigen Herausforderungen adäquat zu bewältigen. Das weitere Wachstum werde neben markt- und zeitgerechtem Personalmanagement auch „abhängen von politischen Entscheidungen und den finanzwirtschaftlichen Entwicklungen. Darüber hinaus ist ein Fokus aber ganz bestimmt die Innovationskraft von Unternehmen der Windenergiebranche sowie die Ausbildung und Weiterqualifizierung von Arbeitnehmern“. Gerade der letzte Punkt sei dabei die größte Herausforderung. „Für die nahe Zukunft haben wir es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, verstärkt junge Frauen für technische Ausbildungs- und Studiengänge zu gewinnen“, erklärte die Personalverantwortliche.

windcareer am 25. September erwartet 4.000 Besucher

Hanno Fecke, Geschäftsführer der Messe Husum, ergänzte mit Blick auf die windcareer, die am 25. September auf der weltweit wichtigsten Messe für Technologie und Innovation der Windindustrie stattfinden wird, „dass 30 Unternehmen auf dieser zentralen Arbeitsplatzdrehscheibe der Windindustrie die Gelegenheit wahrnehmen werden, teilweise parallel zu ihren eigentlichen Messeständen mit potentiellen Arbeitskräften ins Gespräch zu kommen. Wir erwarten rd. 4.000 Personen, die sich für einen Arbeitsplatz in dieser Industrie interessieren oder einen Arbeitsplatzwechsel ins Auge fassen“.

„Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Annette Schavan die Schirmherrschaft zur windcareer übernommen hat. Die Arbeitsplatzmesse ist Partnerin des Wissenschaftsjahres 2010 – Die Zukunft der Energie“. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie werden gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren ausgerichtet. Es macht die Welt der Forschung allen zugänglich, insbesondere Kindern und Jugendlichen. Erstmals werden Themen fachübergreifend in den Mittelpunkt gerückt, die für das Leben zukünftig entscheidend sein werden. Hier kann und soll Forschung umfassend, interdisziplinär und systemisch ihren Beitrag leisten.

Unter Verweis auf die windcommunity Plattform unter www.husumwindenergy.com unterstützte Fecke die Wahrnehmung in den Unternehmen, dass derzeit einem großen Angebot von Arbeitsplätzen nur relativ wenige Bewerber gegenüber stünden. „Auf unserer Arbeitsplatz-Plattform sind Stand heute 210 Angebote und 30 Personen zu finden, die Arbeit suchen“.

Von 10.00 bis 16.00 Uhr werde am 25. September im Husumer Kongresszentrum ein Workshop angeboten, der allen Interessenten Einstiegs- und Jobperspektiven vorstellen werde. „Personalverantwortliche aus Unternehmen stellen Tätigkeits- sowie Anforderungsprofile vor, Experten bieten Aktuelles aus branchenspezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten“.

Jobchancen Klimaschutz

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance prognostizierte in ihrer Stellungnahme, dass zunehmend Serienfertigung und technologische Optimierung Einzug in die Unternehmen der Windbranche halten werden. „Die deutsche Wirtschaft kann wie keine andere vom Boom der grünen Branche profitieren, wie dem Ausbau der Energieeffizienz, der Energiespeicherung, intelligenter Daten- und Energienetze, innovativer Kraftwerks- und Antriebstechnologien“. Claudia Kemfert, die ebenso Themenbotschafterin im „Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie“ ist, hob hervor, dass immer mehr Fachhochschulen und Universitäten ausbilden. „Besonders wichtig ist es, deshalb die Ausbildung in den Energieberufen wie Industriemechaniker, Mechatroniker, Fertigmechaniker, Konstruktionsmechanik oder Kunststofftechniker zu verstärken und weiter auszubauen.

Marktwirtschaftlich erfolgreich würden die Unternehmen sein, die „die zentralen Herausforderungen des Klimaschutzes und des nachhaltigen Umgangs mit Energie und Rohstoffen bewerkstelligen. Denn Kapitalgeber werden gerade nach dieser negativen Erfahrung an den Finanzmärkten noch genauer hinschauen, wo ihr Geld hinfließt. Unternehmen, die schon heute auf Nachhaltigkeit setzen, werden gestärkt aus der Krise hervorgehen“.

Vom 21. bis 25. September werden über 950 Aussteller, 2008 waren es 743, und erwartete rd. 30.000 Besucherinnen und Besucher das um 40% auf 43.000m2 ausgeweitete Messegelände zum Mittelpunkt der weltweiten Windindustrie machen. Die HUSUM WindEnergy wird von der Messe Husum in Kooperation mit der Hamburg Messe veranstaltet. Die Leitmesse der internationalen Windenergiebranche vom 21. bis 25. September wird von einem Kongress (21. bis 24. September) und der Jobmesse windcareer (25. September) begleitet. Sie steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Norbert Röttgen, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, für die windcareer sowie des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen.

Für Rückfragen:
Klaus Lorenz
Pressesprecher HUSUM WindEnergy
Tel.: +49 (0) 2182-5 78 78-0
E-Mail: lorenz@husumwindenergy.com

Klaus Lorenz | Lorenz-Kommunikation
Weitere Informationen:
http://www.husumwindenergy.com

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