Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höchstleistungen durch leichtere Strukturen

27.06.2012
Messe Bremen und Faserinstitut Bremen rufen neue Veranstaltung ins Leben

Mit einer neuen Veranstaltung zum Thema Leichtbau gehen die Messe Bremen und das Faserinstitut Bremen e. V. (FIBRE) an den Start: Am 29. und 30. Oktober 2012 findet die ITHEC – International Conference and Exhibition on Thermoplastic Composites – zum ersten Mal in der Hansestadt statt.

Es geht dabei um die Herstellung von thermoplastischen kohlenstofffaserverstärkten Strukturbauteilen (CFK) für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Der Einsatz von thermoplastischen strukturellen Faserverbundbauteilen als Teil eines Materialverbundes erlaubt eine wirtschaftliche Volumenfertigung von System- und Strukturbauteilen. Das hohe Leichtbaupotenzial kann derzeit vor allem in der Großserienfertigung nur unvollständig genutzt werden. Durch große Fortschritte in Forschung und Entwicklung kann sich dies bald ändern. „Die Szene ist begeistert“, sagt Dr. Hubert Borgmann, Projektleiter bei der Messe Bremen, nach der ersten Sitzung des internationalen Programmkomitees aus Industrie und Forschung.

Erwartet werden etwa 350 internationale Teilnehmer und 30 Aussteller zu der Konferenz, auf der beispielhafte Lösungen und Verfahren aus allen beteiligten Branchen vorgestellt werden. Die ITHEC, das heißt die Konferenz mit begleitender Messe nimmt damit Bezug auf die nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und vertieft mögliche Wertschöpfungsketten für unterschiedliche industrielle Anwendungen.

Damit werden tiefgründige Verbesserungspotenziale für zukünftige Anwendungen im Automobil, in der Luft- und Raumfahrt, im Offshore- und Windenergiesektor sowie im Bereich neuer Prozesstechnologien diskutiert. Die Veranstaltung bietet eine Plattform für einen intensiven gemeinsamen Austausch aus Industrie und Forschung mit internationalen Experten auf dem Gebiet der thermoplastischen faserverstärkten Strukturanwendungen.

Für Professor Dr. Axel S. Herrmann bieten die neuen Werkstoffe enorme Vorteile in der Serienfertigung und der Verbindungstechnik. „Eigentlich ist es ein Wunder, dass es ein solches Spezialforum bisher weltweit nicht gibt“. Herrmann ist der Initiator: Er ist Professor an der Universität Bremen im Fachbereich Produktionstechnik mit dem Schwerpunkt Faserverbundwerkstoffe und Spezialfasern, ist Institutsleiter des Faserinstitut Bremen, er ist weiterhin Vorstandsvorsitzender des CFK-Valley Stade e. V. und Geschäftsführer der Airbus-Tochter Composite Technology Center (CTC) GmbH Stade, eines der Gründungsmitglieder des CFK-Valley.

Die Region Bremen ist einer der „Hightech-Standorte für die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie sowie für Unternehmen aus dem Windkraftanlagenbau in Europa und hat einen wissenschaftlichen Vorsprung, den es zu nutzen gilt. „Die ausgezeichnete Vernetzung der Universität mit Forschungseinrichtungen und Industriepartnern in aller Welt macht Bremen zu einem idealen Standort“, sagt Herrmann. Den Marktzuwachs der thermoplastischen Faserverbundwerkstoffe beziffert er auf jährlich 15 Prozent, dazu kommen noch die duroplastischen CFK Werkstoffe. So entfallen derzeit schon rund 22 Prozent des Gewichts des Airbus A380 auf CFK. Beim A350 XWB wird Airbus diesen Anteil sogar auf 50 Prozent steigern, vor allem mit einem erhöhten Anteil an thermoplastischen CFK Strukturbauteilen im Flugzeugrumpf. Aber auch für carbonfaserverstärkte Rohrleitungen auf der Basis von Hochleistungsthermoplasten für die Tiefseeöl- und Gasförderung im Offshorebereich entsteht ein immer größer werdender Markt.

Das niedrige Gewicht und die hohe Ermüdungsbeständigkeit in der Tiefsee im Vergleich zu Stahl spielt in immer größeren Wassertiefen (bis zu 4000 Metern Tiefe) eine entscheidende Rolle. Auch das Elektroauto der Zukunft wird ohne eine Karosserie aus Faserverbundwerkstoffen kein wirtschaftlicher Erfolg. Die dafür benötigten Produktionsverfahren sind aber bisher in den meisten Fällen noch nicht für den Massenmarkt geeignet. Thermoplastische kohlenstofffaserverstärkte Hochleistungswerkstoffe eröffnen damit auch neue Märkte, sie machen Bauteile für eine Serienfertigung tauglich um Höchstleistungen zu erzielen.

MESSE BREMEN
WFB WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG BREMEN GMBH, Findorffstraße 101, D-28215 Bremen
Dr. Hubert Borgmann, Tel. 04 21 / 35 05 - 3 47, Fax 04 21 / 35 05 – 1 55 06
E-Mail: borgmann@messe-bremen.de
Oder:
energy press Gerhard Vogel, Gartenstraße 4, 86899 Landsberg
Tel. 08191 / 4 28 67 49 o. 42 000; Mobil 0171 / 69 81 888; E-Mail: redaktion@energy-press.de

Gerhard Vogel | energy press
Weitere Informationen:
http://www.ithec.de
http://www.messe-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht SYSTEMS INTEGRATION 2018 in der Schweiz thematisiert Bausteine für die industrielle Digitalisierung
20.11.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Autonomes Fahren – und dann?

22.11.2017 | Verkehr Logistik

Material mit vielversprechenden Eigenschaften

22.11.2017 | Materialwissenschaften

Forscherteam am IST Austria definiert Funktion eines rätselhaften Synapsen-Proteins

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie