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GEOTECHNOLOGIEN auf der weltgrößten Chemiemesse ACHEMA

06.05.2009
Auf der weltweit größten Chemiemesse - der ACHEMA 2009 in Frankfurt am Main - präsentiert das FuE-Programm GEOTECHNOLOGIEN die erste Gasmembransonde, die die Analyse von Gasen in tiefen geologischen Formationen ermöglicht.

Auf der Fachmesse, zu der über 180.000 Gäste aus 100 Ländern und 4.000 Aussteller aus aller Welt erwartet werden, wird die durch das FuE-Programm GEOTECHNOLOGIEN getragene Initiative Geotechmarket zudem den wichtigen Brückenschlag zwischen den Geowissenschaften und der Chemie festigen.

Im Rahmen der ACHEMA 2009 stellt Geotechmarket einen weltweit einzigartigen Prototypen einer "Gasmembransonde", die am Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) entwickelt wurde, vor. Sie erlaubt es erstmals, die Zusammensetzung von Gasen unter extremen Bedingungen in tiefen Bohrlöchern (bis zu 2.000 Meter) zu bestimmen. Bisher werden für ähnliche Untersuchungen die Gase aus der Tiefe an die Oberfläche gepumpt.

Hierbei erschweren jedoch die Veränderungen von Druck- und Temperaturverhältnissen eine detaillierte Analyse der "in-situ"-Gaszusammensetzungen. Die Gasmembransonde hingegen ermöglicht diese Messungen nun unter den im Untergrund vorherrschenden Bedingungen (bis zu 250 bar und 120 °Celsius). So ist die Analyse von Gasen und leicht flüchtigen, organischen Stoffen zum Beispiel in Thermal- und Formationswässern schneller sowie präziser und somit auch kostengünstiger durchzuführen. Die innovative Technologie, wird auf der ACHEMA von den Entwicklern des GFZ selbst vorgestellt. Im direkten Kontakt zwischen Entwickler und Anwender können so spezialisierte Systemkomponenten vorgestellt und auf konkrete Fragestellungen bezogene Prozessvariationen im Detail besprochen werden.

Fachgrenzen überwinden

Forschung und Entwicklung sind für Deutschland von herausragender Bedeutung und viele Unternehmen sehen auf diesem Feld inzwischen attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Zunehmend spielt dabei die Interdisziplinarität eine tragende Rolle. Wie aber finden Entwicklungen aus der Forschung den Weg in den globalen Markt? Dieser Frage widmet sich das Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN intensiv mit der Transferplattform Geotechmarket. Die Strategie von Geotechmarket ist es, individuelle Transfermechanismen und ein auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmtes Leistungsangebot zu entwickelt.

Transfer schafft neue Potentiale

Die angebotsorientierten Strategien, wie sie die Initiative Geotechmarket verfolgt, zielen darauf ab, Ideen und Innovationen aus eher grundlagenorientierten Forschungsprojekten frühzeitig zu identifizieren und potentiellen Anwendern aus Industrie und Wirtschaft anzubieten. Dabei spielen zwei Faktoren eine tragende Rolle: Zum einen ist Geotechmarket bundesweit präsent und dabei auf einen speziellen FuE-Sektor - die Geowissenschaften - fokussiert. Zum anderen bietet die unabhängige Plattform die Möglichkeiten, aus den Geowissenschaften hinaus eine Vielzahl von Anwendungsfeldern und Mehrwertpotentialen für technologische Neuerungen zu eröffnen.

Die Gasmembransonde sowie die Initiative Geotechmarket finden Sie vom 11. bis 15 Mai auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf der ACHEMA in Frankfurt am Main, in Halle 4.2, Stand B2.

Ansprechpartner für weitere Fragen ist:
Werner Dransch -Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN - Telegrafenberg - 14473 Potsdam

Tel.:0331 288 1074 - werner.dransch@geotechnologien.de

GEOTECHNOLOGIEN ist ein geowissenschaftliches FuE-Programm gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). In interdisziplinären Verbundprojekten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden neue Konzepte zur Nutzung der Erde und zum Schutz der auf ihr lebenden Menschen entwickelt.

Simon Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.geotechnologien.de

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