Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frischer Wind für das Binnenland: Innovative Lösungen lassen Potenzial der Onshore-Windkraft weiter wachsen

25.04.2014

WindEnergy Hamburg – The global on- & offshore expo vom 23. bis 26. September 2014 auf dem Gelände der Hamburg Messe

Innovationen in der Anlagentechnik sorgen für erhebliche Verbesserungen bei der Nutzung von Onshore-Windenergie. Davon werden sich die internationalen Fachbesucher der WindEnergy Hamburg überzeugen können.


Vom 23. bis zum 26. September 2014 informieren führende Anbieter aus aller Welt auf der globalen Leitmesse über aktuelle Neuentwicklungen, die die Stromgewinnung auch an windschwächeren oder klimatisch extremen Standorten noch effizienter machen.

Weltweit kommen so immer mehr Binnenstandorte für die  Windenergienutzung in Frage. Die WindEnergy Hamburg bietet der globalen Industrie die optimale Plattform für Dialog und Präsentation ihrer Neuheiten, innovativen Technologien und Dienstleistungen. Die Leitmesse bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab. Zur Premiere im September werden mehr als 1000 Aussteller auf dem Gelände der Hamburg Messe erwartet.

Bis Ende 2013 wurden an Binnenstandorten weltweit Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 314 000 MW installiert. Sie repräsentieren rund 98 Prozent der weltweit vorhandenen Windkraft-Leistung. Der BTM Wind Report von NavigantResearch prognostiziert einen Zubau von  250 100 MW neuer Leistung in den nächsten fünf Jahren, davon etwa 89,6 Prozent durch Onshore-Anlagen.

Zudem wird fast ein Drittel der Leistung von Windturbinen erbracht, die nicht mehr der Gewährleistung unterliegen. Wartung und Service werden daher künftig zu einem immer interessanteren Geschäftsfeld für Anlagenbauer und Service-Dienstleister. In Wind-Pionierländern wie Deutschland und Dänemark, wo Anlagen zum Teil mehr als zehn Jahre alt sind, wird demnach das Repowering einen wichtigen Stellenwert einnehmen. 

„In den letzten Jahren hat der technologische Fortschritt weltweit die Erschließung neuer Gebiete für Windparks möglich gemacht. Außerdem ist ein globaler Trend zu immer größeren und leistungsstärkeren Windkraftanlagen festzustellen“, sagt Christian Schnibbe, Unternehmenssprecher des Projektierers wpd onshore, der auf der WindEnergy Hamburg ausstellt.

Die Innovationen des Anlagenbaus gehen einher mit höheren Nennleistungen, größeren Rotoren und höheren Türmen. Nennleistungen von bis zu 3 MW bei Rotordurchmessern bis ca. 128 m sowie Nabenhöhen bis zu ca. 150 m sind heute im Mittel- und Schwachwindbereich keine Seltenheit. Windenergie wird so auch in Gebieten mit mittleren (ICE 2) und schwachen (ICE 3) Windstärken wirtschaftlich tragfähig. 

Felix Losada, Sprecher des WindEnergy Hamburg-Ausstellers und Onshore-Spezialisten Nordex SE, sagt: „Bis zu 28,6 Prozent Mehrertrag kann die N131/3000, die neueste Generation unserer Schwachwindanlagen, im Vergleich zu ihrem Vorgänger aus Standorten herausholen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Energie-Entstehungskosten weiter zu senken.“ Die N131/3000 wurde auf möglichst viele Volllaststunden ausgelegt, sodass bei großen Rotorflächen mit einer niedrigen Flächenleistung von 240 kW pro Quadratmeter kostengünstigere Generatoren verwendbar sind. Zudem setzt Nordex beim Rotorblattkonzept auf eine innere Struktur aus Carbon, die die Blätter insgesamt leichter macht. 

Immer häufiger drehen sich Rotoren auch über den Baumwipfeln von Wäldern, beispielweise in Schweden oder in Süddeutschland. Möglich wird das durch die Entwicklung höherer Türme und das Meistern spezieller logistischer Herausforderungen. Wichtig für die Akzeptanz von Windkraftanlagen in Waldgebieten ist ein minimaler Rodungsbedarf auf den Zufahrtswegen und beim Aufstellen der Anlagen. Hersteller Enercon, führend auf dem deutschen Markt und ebenfalls Aussteller auf der WindEnergy Hamburg, hat auf diese spezielle Anforderung mit einem geteilten Rotorblatt reagiert. Durch diese Zweiteilung eignet sich die Neuentwicklung gerade für Standorte, an denen wenig Platz zur Verfügung steht. 

Auch über spezielle Lösungen für  klimatisch extreme Regionen informieren Anlagenbauer auf der WindEnergy Hamburg.  Für den Einsatz bei bis zu 40 Grad Celsius stattet z.B. Senvion SE seine Anlagen mit zusätzlichen Belüftungsaggregaten aus, die insbesondere die Umrichter vor Überhitzung schützen. In der Kaltklima-Version (bis minus 30 Grad) halten Heizelemente die aerodynamisch wichtigsten Flächen der Rotorblätter frei von Eis. Sichere Erträge und maximale Verfügbarkeit können heute daher für nahezu alle Klimazonen gewährleistet werden. 

Nach Einschätzung führender internationaler Anlagenhersteller wird sich die Onshore-Windenergienutzung dank ihrer Innovationskraft weiterhin positiv entwickeln. „Verbesserungen an der Windturbinen-Technologie und geringer werdende Aufwendungen für Betrieb und Wartung haben zu einer Kostenreduktion geführt, die Windstrom auf einigen Märkten – selbst ohne gesetzgeberische Vergütungssysteme – bereits konkurrenzfähig macht“, so die Einschätzung von Roland Schanze, Vorstand des Ausstellers und Projektentwicklers WKN.

Aus Sicht von WKN profitieren von Innovationen wie den Schwachwindanlagen besonders waldreiche Länder wie Schweden, wo die WKN-Gruppe seit Jahren aktiv ist. Interessantes Potenzial sieht Schanze auch in Südafrika. Welche Onshore-Märktein den nächsten Jahren die wichtigste Rolle spielen, hängt nicht zuletzt von den politischen Rahmenbedingungen vor Ort ab. So könnte im Energiewende-Land Deutschland der Zubau der Windkraft an Land pro Jahr auf 2500 MW begrenzt werden. 

Bei der WindEnergy Hamburg informieren zahlreiche weitere Projektierer, Zulieferer und Hersteller über ihre State-of-the-Art-Technik für Onshore-Anlagen, darunter Siemens. Der Konzern liefert aktuell 17 direkt angetriebene 3-MW-Turbinen für einen  Windpark an der Nordwestküste Japans. Hersteller Gamesa, der im spanischen Alaiz jetzt einen Onshore-Prototyp mit einer Leistung von fünf Megawatt aufgebaut hat, installiert drei dieser Anlagen noch in diesem Jahr in einer Cold-Climate-Version im südfinnischen Salo. 

WindEnergy Hamburg

Von 23. bis 26. September 2014 findet in Hamburg die internationale Leitmesse der Windenergie-Branche statt. Zur WindEnergy Hamburg werden mehr als 1000 Aussteller aus aller Welt erwartet, die ihre Neuheiten präsentieren. Die internationale Leitmesse für die On- und Offshore-Windbranche wird alle zwei Jahre auf dem Gelände der Hamburg Messe veranstaltet. Speziell auf Energiespeicherlösungen geht die Fachmesse H2Expo ein, die in die WindEnergy Hamburg integriert ist. Vom 15. bis 18. September 2015 wird darüber hinaus die Windmesse mit Fokus auf den nationalen Markt in Husum stattfinden. Die HUSUM Wind wird ebenfalls im zweijährlichen Turnus gemeinsam ausgerichtet. Mitten im Windpionierland der deutschen Nordseeküste sorgt der traditionsreiche Treffpunkt für den intensiven Austausch der Branche und schafft praxisorientierten Mehrwert. Weitere Informationen finden Sie unter windenergyhamburg.com und husumwind.com

Pressekontakt: Gudrun Blickle, Tel: +49 (0)40-3569-2442, gudrun.blickle@hamburg-messe.de   

Gudrun Blickle | Hamburg Messe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Cybersicherheit für die Bahn von morgen

24.03.2017 | Informationstechnologie

Schnell und einfach: Edge Datacenter fürs Internet of Things

24.03.2017 | CeBIT 2017

Designer-Proteine falten DNA

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie