Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer LBF präsentiert systemische Leistungsangebote für die Automobilindustrie

27.05.2013
"Mit Sicherheit mobil" ist das Motto des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF bei der "Automotive Testing Expo Europe 2013", 4.-6. Juni in Stuttgart (Stand 1030).

Die Darmstädter Forschungseinrichtung zeigt ihr systemisches Leistungsangebot anhand ausgewählter Beispiele. So veranschaulicht das Konzeptfahrzeug "Frecco 2.0" die großen Fortschritte in der Elektromobilität, und ein Rennwagen-Modell hat neue, robuste Messtechnik an Bord. Zahlreiche Videos rund um die Themen Betriebsfestigkeitsnachweis, Komfortoptimierung, Zuverlässigkeitsbewertung und Funktionsintegrierter Leichtbau geben tiefere Einblicke.


Fraunhofer-Konzeptfahrzeug Frecco 2.0 auf dem Ganzfahrzeugprüfstand in Darmstadt.
Foto: Fraunhofer LBF

Die Exponate unterstreichen eine der besonderen Stärken des Fraunhofer LBF, die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Zum Beispiel bei der betriebsfesten Auslegung von Leichtbaustrukturen, der Entwicklung maßgeschneiderter Überwachungssysteme oder der Umsetzung aktiv geregelter Systeme zur Schwingungsreduktion.

Frecco 2.0 - außen klein, innen groß

Dieser Prototyp dient als herstellerneutraler Technologieträger für Modellversuche, um alle Teilkomponenten eines Elektroautos aufeinander abzustimmen. Fraunhofer-Forscher haben im Rahmen der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität FSEM einen komplett elektrischen Antriebsstrangs integriert und einen Radnabenmotor entwickelt. Der neuartige Motor passt komplett in eine 15-Zoll-Felge und weist eine hohe Leistungsdichte auf. Damit werden kompakte Fahrzeuge mit großem Innenraum möglich.

Nach Kräften geschüttelt

Auf Herz und Nieren geprüft wurde das innovative Elektromobil auf dem Ganzfahrzeugprüfstand des Fraunhofer LBF. Dort können alle relevanten Kräfte über die Achsen in die Karosserie eingeleitet werden. Numerische Analysen ergänzen die Messungen. Speziell für die Prüfung von Elektroautos mit ihren schweren Batterien ist der Ganzfahrzeugprüfstand in Bezug auf die Vertikal-, die Längs- und die Bremskräfte mit verstärkten Hydraulikzylindern ausgestattet. Der Prüfstand bietet die Möglichkeit, an jedem Rad alle sechs physikalischen Freiheitsgrade zu simulieren. Die im Fahrbetrieb auftretenden Belastungen wurden durch Fahrbetriebsmessungen mit LBF-eigenen Messrädern erfasst.

Neues Batterieschutzsystem

Die Integration der Energiespeicher in Elektrofahrzeuge ist eine große Herausforderung. Die Wissenschaftler des Fraunhofer LBF haben hierfür ein Batterieschutzsystem als Leichtbaulösung entwickelt. Funktionsintegration und Schutz der Zellen stand dabei im Mittelpunkt der Forschung. So wird etwa das Temperiermittel durch die tragende Struktur zu den einzelnen Batteriemodulen geleitet. Faserverbund-Sandwichplatten verstärken den Aluminiumrahmen und schützen zugleich vor eindringenden Teilen.

Rennwagen-Modell mit intelligenten Sensorknoten für mehr Sicherheit

Ebenfalls am Stand des Fraunhofer LBF zeigt ein Rennwagen-Modell völlig neue Möglichkeiten der Messtechnik sowie Fortschritte auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit durch mechatronisch-adaptronische Lösungen. Vier drahtlose Sensorknoten ermöglichen es, die Stoßdämpfer des Modellfahrzeugs anhand von Vibrationen während der Fahrt zu überwachen. Die Signale werden verstärkt, digitalisiert und über Bluetooth übertragen. Dies ermöglicht eine frühe Schadenserkennung sowie eine zustandsbezogene Instandhaltung. Fahrzeuge können so sehr viel wirtschaftlicher eingesetzt werden.

Systemisches Leistungsangebot für die Automobilindustrie

Im Geschäftsfeld Automotive kann das Fraunhofer LBF auf eine Vielzahl langjährig etablierter FuE-Kooperationen mit Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsabteilungen sowohl bei OEM als auch bei Zulieferunternehmen verweisen.

Das Institut unterstützt seine Kunden bei der Produktentwicklung mit umfassenden numerischen Simulationen, experimentellen Prüfverfahren und schwingungstechnischen Analysen. Dies gilt sowohl für konventionelle sowie für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Dabei arbeiten alle Forschungsbereiche eng zusammen, etwa bei der Vermeidung unerwünschter Geräusche im Kraftfahrzeug, der Aktor- / Sensorintegration bei gleichzeitiger Funktionssicherheit oder bei der Bewertung gekoppelte elektrische, mechanische, thermische Belastungen von elektronischen Komponenten. Im Falle von Funktions- und Konstruktionskunststoffen bietet das Fraunhofer LBF die komplette Wertschöpfungskette von der Materialsynthese, -verarbeitung und -analytik über das Bauteil bis zum frei geprüften System aus einer Hand an.

75 Jahre Fraunhofer LBF

Das Fraunhofer LBF blickt 2013 auf eine 75-jährige Erfolgsgeschichte zurück, die getragen ist von innovativer Forschung, starken Partnern und Wissenschaftlern mit Weitblick. Seit den Anfängen haben sich die Kernkompetenzen deutliche erweitert: Neben Betriebsfestigkeit bilden Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und seit Mitte 2012 Kunststoffe das heutige Spektrum der ganzheitlichen Forschung des Instituts.

Neue Herausforderungen wie Elektromobilität oder Lärmbekämpfung ermöglichten dem LBF stetiges Wachstum und machten es zu einem weltweit anerkannten und zuverlässigen Partner. Eine Vervierfachung der Mitarbeiterzahl im letzten Jahrzehnt sowie zahlreiche nationale und internationale Preise sind klare Zeichen für ein Fortbestehen und Weiterführen der Erfolgsgeschichte nach dem Motto: Mit Sicherheit innovativ!

Das Fraunhofer LBF entwickelt, bewertet und realisiert mit ganzheitlicher Kompetenz in Betriebsfestigkeit, Adaptronik, Systemzuverlässigkeit und Kunststoffen unter Leitung von Professor Holger Hanselka gemeinsam mit dem assoziierten Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM an der TU Darmstadt im Team von rund 450 Mitarbeitern maßgeschneiderte Lösungen für alle Sicherheitsbauteile - vom Werkstoff bis zum System, von der Idee bis zum Produkt. Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Schienenverkehrstechnik, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrt, Energietechnik und andere Branchen nutzen die ausgewiesene Expertise und modernste Technologie auf mehr als 11 560 Quadratmeter Labor- und Versuchsfläche an den Standorten Bartningstraße und Schlossgartenstraße.

Redaktion:
Anke Zeidler-Finsel
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF
Institutsleiter: Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka
Bartningstraße 47
64289 Darmstadt
Telefon +49 6151 705-268
www.lbf.fraunhofer.de
anke.zeidler-finsel@lbf.fraunhofer.de
Weiterer Ansprechpartner Presseservice:
Ingo Fleuchaus
PR-Agentur Solar Consulting GmbH
79072 Freiburg
Telefon +49 761 38 09 68-21
fleuchaus@solar-consulting.de
Wissenschaftlicher Kontakt:
Dipl.-Ing. Rüdiger Heim
Telefon +49 6151 705-283
ruediger.heim@lbf.fraunhofer.de
Fraunhofer LBF

Ingo Fleuchaus | Solar Consulting GmbH
Weitere Informationen:
http://www.lbf.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Boden – Grundlage des Lebens / Bodenforscher auf der Internationalen Grünen Woche
16.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht EMAG auf der GrindTec 2018: Kleine Bauteile – große Präzision
11.01.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie