Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IFAM auf der HUSUM WindEnergy 2010

21.09.2010
Innovationen und anwendungsorientierte F&E für Windenergieanlagen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, präsentiert sein Leistungsspektrum auf der HUSUM WindEnergy 2010 (Stand 1C04A) – Innovationen und anwendungsorientierte Problemlösungen rund um funktionale Beschichtungssysteme, Korrosion, Plasma- und Oberflächentechnik, klebtechnische Fertigung, Verbindungskonzepte, Faserverbundkunststoffe (FVK) sowie Weiterbildungsangebote der Faserverbundtechnologie und der Klebtechnik für die Windenergiebranche.

Im Fokus des diesjährigen Messeauftritts stehen:

Entwicklung, Prüfung und Qualifizierung moderner, funktionaler Beschichtungssysteme

Die Lacktechnik des Fraunhofer IFAM forscht intensiv an funktionalen Beschichtungen, insbesondere zur Reduktion von Eisbildung und Verschmutzung sowie zur Verhinderung von Erosionsschäden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verminderung des Strömungswiderstands durch eine geeignete Beschichtung (»Riblet-Lacksystem«). Die Verlängerung der Lebensdauer beanspruchter Bauteile durch eine selbstheilende Beschichtung ist darüber hinaus Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten.

Korrosionsschutz von Offshore-Windenergieanlagen
Die Adhäsions- und Grenzflächenforschung des Fraunhofer IFAM bietet hierzu umfangreiche Dienstleistungen an. Auch neue Korrosionsschutzkonzepte sind Gegenstand aktueller F&E-Aktivitäten: Beispielsweise werden elektrochemische Sensoren entwickelt, mit denen ständig der »Korrosionszustand« einer Struktur überwacht werden soll, um bei Bedarf Instandsetzungsmaßnahmen einleiten zu können. Dies verhindert Schäden, die ansonsten zu spät festgestellt werden und so immense Kosten verursachen können.
Plasma- und Oberflächentechnik
Reinigung und Vorbehandlung für Beschichtungen bzw. Klebungen, Optimierung, Automatisierung und Qualifizierung von Inline-Vorbehandlungen, Modifizierung von Füllstoffpartikeln und Fasern, Entwicklung funktioneller Dünnschichten sowie Beratung und Prozessanalysen gehören zu dem Dienstleistungsportfolio der Abteilung Plasmatechnik und Oberflächen. Der positive Effekt von Atmosphärendruck-Plasmaaktivierung bzw. VUV-Bestrahlung auf realen, kontaminierten FVK-Oberflächen, die geklebt oder lackiert werden sollen, wird ebenso präsentiert wie der Einsatz tiefziehfähiger Trennfolien – die eine einfache Inmold-Lackierung ermöglichen – für die trennmittelfreie Herstellung von FVK-Bauteilen.
Klebtechnik in der Windenergieanlagen-Produktion – von der ersten Idee bis zur endgültigen Umsetzung der Serienfertigung

Bereits frühzeitig sind beim Kleben umfassende Überlegungen zu Ablauf und Ausstattung notwendig. Schon bei der Auswahl des Klebstoffs werden industrielle Rahmenbedingungen, Dosier- und Applikationstechnik sowie Fixierung und Härtung einbezogen. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden etabliert die Klebtechnische Fertigung des Fraunhofer IFAM einen wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Fertigungsprozess. Eine für eine spezielle Anwendung entwickelte Breitschlitzdüse für den flächigen Auftrag von Klebstoffen, die im Fraunhofer IFAM durch Strömungssimulation optimiert wurde, wird gezeigt.

Hülsen-/Insert-Klebung – ein neues Verbindungskonzept
Ein Beispiel für neue klebtechnische Verbindungskonzepte im Kontext Faserverbundwerkstoffe und Metall wird vom Bereich Werkstoffe und Bauweisen präsentiert: Eine großflächige und somit höhere Krafteinleitung lässt sich durch eingeklebte metallische Inserts bzw. Hülsen erreichen. In den Inserts befinden sich Gewinde, um das Rotorblatt mit der Nabe bzw. einem anderen Teil des Rotorblattes zu verschrauben.
Weiterbildungsangebote für die Windenergie – Faserverbundtechnologie und Klebtechnik

Die direkte Verknüpfung von Forschung & Entwicklung mit professioneller Weiterbildung zeichnet das international anerkannte Weiterbildungsangebot des Klebtechnischen Zentrums und des Kunststoff-Kompetenzzentrums aus. Das vermittelte Wissen versetzt Betriebe in die Lage, die Potenziale moderner Kleb- oder Faserverbundtechnik zu nutzen und in eigene Innovationen umzusetzen. Das Angebot des Fraunhofer IFAM umfasst Lehrgänge zur/zum DVS®/EWF-Klebpraktiker/in, zur DVS®/EWF-Klebfachkraft und zur/zum DVS®/EWF-Klebfachingenieur/in sowie zur/zum Faserverbundkunststoff-Praktiker/in.

Anne-Grete Becker | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2017 zeigte neue Fertigungsverfahren für individualisierte Produkte
06.12.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Schlanke Motorsteuergeräte schaffen Platz im Schaltschrank erweitert RiLine Compact - Portfolio
30.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften