Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die volle Wertschöpfungskette – maßgeschneiderte Diodenlaser und UV-Leuchtdioden

19.12.2017

Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) präsentiert seine Leistungsfähigkeit bei Diodenlasern und UV-LEDs auf der Photonics West 2018 und den begleitenden Konferenzen. Alle Bauelemente sind exakt auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten; die Entwicklungen reichen vom Chip bis zum einsatzfähigen System.

Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) stellt auf der Photonics West 2018 Neu- und Weiterentwicklungen seiner Diodenlaser und UV-Leuchtdioden (UV-LEDs) vor. Die Fachmesse findet in San Francisco (USA) vom 30. Januar bis 1. Februar 2018 statt.


Gepulste Hochleistungslaserquelle für LiDAR-Systeme - kompakte Laserquelle, die kurze optische Pulse mit einer Breite zwischen 200 Pikosekunden und 20 Nanosekunden erzeugt.

FBH/schurian.com


Kompaktes Lasermodul mit höchster Frequenzstabilität - das MOPA-Diodenlasermodul im Butterflygehäuse bietet eine flexible Plattform zur Intergration vielfältiger photonischer Komponenten.

FBH/schurian.com

Auch auf den begleitenden Konferenzen (27.1.-1.2.2018) ist das FBH mit mehr als 30 wissenschaftlichen Beiträgen prominent vertreten. Auf dem Deutschen Pavillon zeigt das FBH seine Leistungsfähigkeit entlang der kompletten Wertschöpfungskette, vom Design über den Chip bis zum Modul. Zunehmend entwickelt das Institut seine Bauelemente bis zum einsatzfähigen System weiter. Zu den Exponaten gehören:

Gepulste Hochleistungslaserquelle für LiDAR-Systeme

Laser, die kurze optische Pulse im Bereich zwischen 200 ps und 20 ns erzeugen, sind zentrale Komponenten für eine Vielzahl von Anwendungen. Dazu zählt auch LiDAR (Light Detection and Ranging), das für das autonome Fahren, 3D-Objekterkennung, Laserscannen (luft- bzw. satellitengestützt oder terrestrisch) ebenso benötigt wird wie für die Fluoreszenzspektroskopie oder für Systeme zur Mikromaterialbearbeitung.

Für derartige Applikationen hat das FBH eine sehr kompakte Laserquelle entwickelt, die zwei Kernkompetenzen des Instituts vereint: ein maßgeschneidertes Diodenlaser-Design mit einer Laseransteuerung, die auf GaN-Transistoren basiert. Damit lassen sich Stromimpulse bis zu 250 A mit steuerbarer Pulsamplitude und -breite erzeugen.

In dieser Pulsquelle ist die neueste Generation wellen-längenstabilisierter Laserdioden integriert. Diese emittieren bei einer Wellenlänge um 905 nm 5 ns Pulse mit 40 W (Einzelemitter) bzw. bis zu 100 W Pulsleistung (Array mit drei Emittern) mit guter Strahlqualität und bei bis zu 85°C. Dieses Konzept kann selbstverständlich auf andere Wellenlängen übertragen werden.

Kompakte Lasermodule mit höchster Frequenzstabilität für die Interferometrie

Das FBH hat ein sehr kompaktes Halbleiter-Lasermodul (76 x 54 x 15 mm hoch 3) mit 633 nm Wellenlänge entwickelt. Es ist in ein neuartiges Butterflygehäuse integriert und soll künftig groß-formatige Helium-Neon-Laser (HeNe) ersetzen. Das Modul bietet eine flexible Plattform, in die eine Fülle photonischer Komponenten integriert werden kann, was die Anpassung an unterschiedliche Anwendungen erleichtert. Das präsentierte Modul besteht aus einem halb-leiterbasierten Master-Oscillator-Power-Amplifier (MOPA), der mit einer Jod-Gaszelle kombiniert wird, die Ausgangsleistung und Emissionswellenlänge stabilisiert.

Basis des MOPAs sind neu entwickelte Chips mit einer optischen Ausgangsleistung von > 30 mW. Zwischen MO und PA ist ein miniaturisierter optischer Isolator platziert, der auf die Wellenlänge von 633 nm zugeschnitten ist. Damit lassen sich eine optische Isolierung von > 30 dB und ein Übertragungsverlust von < 3 dB erreichen. Auch die Jod-Gaszelle ist mit 30 mm Länge und einer Apertur von 2 mm miniaturisiert. Durch den Projektpartner Toptica konnte die absolute Frequenz der Emission über eine Stunde mit weniger als 10 MHz Abweichung stabilisiert werden.

Das entspricht einer Frequenzstabilität von 2·10 hoch minus 8 und damit der Genauigkeit von etwa 2 Mikrometern auf einer Länge von 100 Metern. Eine derartige Präzision konnte bislang nur durch sperrige HeNe-Laser erreicht werden. Somit könnten dank der neuen Lasermodule interferometrische Messsysteme bald signifikant verkleinert werden.

Wellenlängenstabilisierte Strahlquellen mit hoher Brillanz

Für spektroskopische Anwendungen und als Pumpquellen für die nichtlineare Frequenzkonversion entwickelt das Ferdinand-Braun-Institut maßgeschneiderte, wellenlängenstabilisierte Diodenlaser mit hoher Ausgangsleistung im Spektralbereich zwischen 630 nm und 1180 nm. Dazu gehören auch monolithische Zweiwellenlängen-Diodenlaser mit einer optischen Ausgangsleistung von bis zu 200 mW. Diese Distributed-Bragg-Reflector (DBR)-Laser liefern zwei Emissionslinien mit einer schmalen spektralen Linienbreite für die Shifted Excitation Raman Difference Spectroscopy (SERDS).

Dank SERDS können Raman-Signale sehr effizient und schnell von störenden Hintergrundsignalen wie Fluoreszenz oder Umgebungslicht getrennt werden – wodurch sich die Raman-Spektroskopie in vielfältigen Endanwendungen verbessern lässt. DBR-Trapezlaser und MOPA-Systeme aus dem FBH liefern beugungsbegrenzte Ausgangsleistungen von bis zu 10 W und werden für die effiziente Frequenzkonversion in den sichtbaren Spektralbereich und die Aufwärtskonvertierung mittlerer infraroter Strahlung mittels Summen-Frequenzerzeugung in den nahinfraroten Spektralbereich genutzt.

Besuchen Sie uns auf der Photonics West 2018 am Deutschen Pavillon, Stand 4529-51. Einen Überblick zu den mehr als 30 Beiträgen des FBH zu den begleitenden Konferenzen finden Sie hier: https://www.fbh-berlin.de/nachrichten-termine/termine/detail/fbh-auf-der-photoni...

Zu allen beschriebenen Bauelementen gibt es Pressefotos zum Download, alternativ senden wir Ihnen das für Ihre Zwecke passende umgehend zu. Weitere Pressebilder finden Sie hier zum Download: http://www.fbh-berlin.de/presse/bilderservice. Bitte beachten Sie das Copyright.

Kontakt
Ferdinand-Braun-Institut
Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
Gustav-Kirchhoff-Straße 4
12489 Berlin

Petra Immerz, M.A.
Referentin Kommunikation & Public Relations
Tel. 030.6392-2626
Fax 030.6392-2602
E-Mail petra.immerz@fbh-berlin.de

www.fbh-berlin.de 

Hintergrundinformationen - das FBH
Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) ist eines der weltweit führenden Institute für anwendungsorientierte und industrienahe Forschung in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Es erforscht elektronische und optische Komponenten, Module und Systeme auf der Basis von Verbindungshalbleitern. Diese sind Schlüsselbausteine für Innovationen in den gesell-schaftlichen Bedarfsfeldern Kommunikation, Energie, Gesundheit und Mobilität. Leistungsstarke und hochbrillante Diodenlaser, UV-Leuchtdioden und hybride Lasersysteme entwickelt das Institut vom sichtbaren bis zum ultravioletten Spektralbereich. Die Anwendungsfelder reichen von der Medizin-technik, Präzisionsmesstechnik und Sensorik bis hin zur optischen Satellitenkommunikation. In der Mikrowellentechnik realisiert das FBH hocheffiziente, multifunktionale Verstärker und Schaltungen, unter anderem für energieeffiziente Mobilfunksysteme und Komponenten zur Erhöhung der Kfz-Fahrsicherheit. Die enge Zusammenarbeit des FBH mit Industriepartnern und Forschungseinrichtun-gen garantiert die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in praktische Anwendungen. Das Institut be-schäftigt 290 Mitarbeiter und hat einen Etat von 28,2 Millionen Euro. Es gehört zum Forschungsver-bund Berlin e.V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Weitere Informationen:

https://www.fbh-berlin.de/nachrichten-termine/termine/detail/fbh-auf-der-photoni...

Dipl.-Geogr. Anja Wirsing | Forschungsverbund Berlin e.V.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Innovative Ideen für eine saubere Umwelt
14.05.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht SicherheitsExpo 2018: Flexible Lösungen von dormakaba rund um die Türe
07.05.2018 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics