Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BIOTECHNICA 2008: Nachwachsende Rohstoffe

22.09.2008
Regenerative Ressourcen sind Thema des hochkarätigen Wissenschaftskongresses European BioPerspectives

Das Öl wird knapp, die Energiepreise steigen. An einer Nutzung regenerationsfähiger Ressourcen kommen wir nicht mehr vorbei - zumal der weltweite Energiebedarf stetig steigt.

Wie die biotechnologische Basis für solche erneuerbaren Energie- und Rohstoffquellen aussehen kann, diskutieren hochrangige Experten auf der europäischen Biotechnologie-Leitmesse BIOTECHNICA 2008. Am 9. Oktober sind 'Renewables' ein Thema während des hochkarätigen Wissenschaftskongresses European BioPerspectives.

Nachwachsende Rohstoffe sind vor allem für zwei Bereiche interessant: als Energie-quelle, mit der sich fossile Energieträger ersetzen lassen, etwa als Bio-Sprit oder -Gas. Zudem sind nachwachsende Rohstoffe attraktive Ausgangsbasis für die Produktion von Chemikalien, die bislang ebenfalls auf fossilen Kohlenstoffquellen basiert. Im Rahmen des Kongressprogramms werden u.a. neue, von Bakterien produzierte Tenside sowie von Pflanzen und Pflanzenkulturen hergestellte Cyclitole und Alkaloide vorgestellt.

Beim Ersatz von Öl als Kraftstoff zeigen Biotechnologen in Hannover ihre ganze wissenschaftliche Kreativität. So könnten Algen eine Schlüsselrolle bei der Erschließung neuer Energiequellen spielen. Noch hinken Mikroalgen als biotechnologische Plattform hinter anderen Mikroorganismen hinterher - vor allem Bakterien und Hefepilzen. Dabei lassen sich Algen kostengünstig und im großen Maßstab anzüchten. Da sie vorwiegend Sonnenlicht und Kohlendioxid benötigen, um große Mengen Biomasse zu erzeugen, sehen Experten Algen als zukunftsträchtiges System, um Basischemikalien oder Biokraftstoff zu produzieren. Auf welche Weise sich Algen genetisch umprogrammieren lassen, so dass sie etwa menschliche Antikörper produzieren oder sehr effektiv Biokraftstoffe bilden, wird auf dem Kongress präsentiert. Aber auch die Technologien, die nötig sind, damit solche Hochleistungsalgen mit Biomasse vom Acker konkurrieren können, sind Thema auf der BIOTECHNICA 2008.

Über die EUROPEAN BIOPERSPECTIVES

Die EUROPEAN BIOPERSPECTIVES ist ein Biotechnologie-Fachkongress, der 18 Fachgesellschaften und Organisationen aus Biowissenschaften und Biotechnologie in dem Ziel vereint, ein aktuelles und anspruchsvolles wissenschaftliches Vortrags-programm anzubieten. Die Partner repräsentieren zusammen rund 30 000 individuelle wissenschaftliche Mitglieder. Das wissenschaftliche Komitee setzt sich aus renommierten Fachvertretern zusammen, die die thematische Breite der verschiedenen Biotechnologie-Teildisziplinen im mehrsträngigen Programm gewährleisten. Die BIOPERSPECTIVES hat sich seit ihrem Start 2004 als Weiterentwicklung der traditionsreichen DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen zur wichtigsten wissenschaftlichen Biotechnologie-Kongressveranstaltung in Deutschland entwickelt, die zuletzt 2 000 Teilnehmer zusammenführte.

Katharina Siebert | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.biotechnica.de
http://www.messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie