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TU München auf der Hannover Messe 2002

16.04.2002


"The Power of Industry" - unter diesem Motto präsentieren sich auch Vertreter der Technischen Universität München (TUM) auf der diesjährigen Hannover Messe vom 15. bis 20. April 2002. Auf dem Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ stellen sie neben anderen bayerischen Hochschulen marktrelevante Produkte, herausragende Entwicklungen und zukunftsweisende Dienstleistungen vor. Zu finden sind die TUM-Wissenschaftler in Halle 18, Stand EG H11 und H18.

Der Bayerische Forschungsverbund Materialwissenschaften (FORMAT) mit Sprecher Prof. Karlheinz G. Schmitt-Thomas, emeritierter Ordinarius für Werkstoffe im Maschinenbau der TUM, präsentiert das Datenbanksystem "M-Line" - eine Datenbank, die es derzeit in dieser Form auf dem Markt nicht gibt. Die Weiterentwicklung von M-Line, M-Line-Pro, umfasst im Endausbau Werkstoffberatung und -informationen für die Gruppen Metall, Keramiken, Polymere, Verbundwerkstoffe und Naturstoffe. Neu ist dabei, dass der Ingenieur mit M-Line-Pro auch ohne über detaillierte Materialkennwerte zu verfügen, zur Vorauswahl von Werkstoffen kommen kann.

Die TUMTech GmbH stellt die Leistungsfähigkeit der ForschungsNeutronenquelle FRM-II vor. Nach Erteilung der dritten Teilgenehmigung durch das Bundesumweltministerium wird der Forschungsreaktor eingesetzt werden, um mittels Methoden zerstörungsfreier Materialprüfung und der Spurenanalytik die Sicherheit von Industrieanlagen und technischen Produkten zu erhöhen. Außerdem sollen durch ihn neue Herstellungsmethoden entwickelt und qualitativ abgesichert werden. Speziell die Neutronentransmutationstechnik, mit der sich extrem homogen dotierte Halbleiter herstellen lassen, ist für potentielle Industriepartner attraktiv .

Auch zwei Existenzgründer der TUM präsentieren sich auf dem Gemeinschaftsstand von Bayern Innovativ. LASAZZ wird sich erstmals als Unternehmen mit seinem Produkt LAOS (Laser Analysis of Surfaces) vorstellen. Mit dem Gerät LAOS-10 können technische Oberflächen in Echtzeit dreidimensional mit einer Höhenauflösung von wenigen µm bis zu einigen mm vermessen werden; die Messfläche beträgt zwischen 10 und 100 cm. Anwendungen des Gerätes liegen in der Oberflächenkontrolle im industriellen Bereich, etwa für Dichtflächen, Schweißnähte und Wafer.

Die Sinnergie GmbH hat das Sinnergie-Haus entwickelt: eine interaktive Plattform zur Konfiguration und Besichtigung von Immobilien. Ziel war es zu demonstrieren, dass selbst ein solch komplexes Produkt wie ein Gebäude sich ansprechend und benutzerfreundlich im Internet darstellen lässt. Der Nutzer kann sich aus einer Reihe von Modulen sein persönliches Traumhaus selbst zusammenstellen und anschließend virtuell begehen. Auch der virtuelle Umflug um das Haus ist möglich.

Dieter Heinrichsen M.A. | idw

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