Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BIOTECHNICA 2007 auf Wachstumskurs

04.10.2007
- Messe übertrifft Vorveranstaltung in 2005
- Internationale Beteiligung wächst
- Größtes Konferenzprogramm seit Bestehen der BIOTECHNICA
Die BIOTECHNICA - Europas Leitmesse für Biotechnologie - ist auf
Wachstumskurs: "Sie wird größer, vielfältiger und internationaler", sagt Stephan Ph. Kühne, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover. "Mit unserem neuen Vier-Säulen-Konzept schärfen wir Profil und Qualität der Veranstaltung." Einer der Höhepunkte ist das umfangreichste Konferenzprogramm seit Bestehen der Messe. "Bei mehr als 20 Foren und 400 Vorträgen werden Experten aus 14 Nationen zu den wichtigsten Fragestellungen der Biotech-Branche sprechen. Die Besucher werden in diesem Jahr die spannendste BIOTECHNICA in ihrer 22-jährigen Geschichte erleben", so Kühne.
863 Aussteller aus 32 Ländern (2005: 849 Aussteller aus 30
Nationen) haben sich zu der Veranstaltung vom 9. bis 11. Oktober 2007 in Hannover angemeldet. Sie werden insgesamt über 13 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und damit vier Prozent mehr als in 2005 belegen.

"Das Wachstum bei Ausstellern, Fläche und Internationalität untermauert, dass die BIOTECHNICA die bedeutendste europäische Business-Plattform für die Biotech-Branche ist", betont Kühne. Die Messe wird am 8. Oktober von Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, offiziell eröffnet.

Schwerpunktthemen

Diesjähriges Top-Thema sind "Drug-device-Kombinationstherapien". Den Kombinationsprodukten aus einem pharmakologischen Wirkstoff und einem Medizinprodukt werden hohe Wachstumsraten vorausgesagt. Im Bereich "Stents" - die winzigen röhrenförmigen Implantate werden als Wandstütze für Blutgefäße einsetzt - wächst der Weltmarkt für Kombinationsprodukte derzeit durchschnittlich um etwa elf Prozent, wie eine Studie der amerikanischen Analysten von BCC Research ermittelt hat. Sie sollen demnach im Jahr 2010 ein Marktvolumen von acht Milliarden US-Dollar erzielen.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist der biomedizinische Forschungsbereich Regenerative Medizin, zu dem neben der Stammzellenforschung auch das Züchten von Gewebe- und Zellverbänden (Tissue Engineering) gehört. Im Kampf gegen schwere und bislang nicht heilbare Krankheiten erlangen Stammzellen zunehmend an Bedeutung und könnten große Heilungschancen bei Krebs-, Herz- oder auch Autoimmunerkrankungen eröffnen.

Von großem Interesse ist auch die so genannte Weiße Biotechnologie, die industrielle Prozesse mit biologischen Molekülen erheblich optimieren kann. Anwendungsbeispiele finden sich in der Chemie-, Textil- oder Lebensmittelindustrie - etwa bei der Produktion von Fasern, Chemikalien oder Treibstoffen aus Stärke, Cellulose oder pflanzlichen Ölen.

Auch die Nanobiotechnologie wird künftig in den Branchen Medizintechnik, medizinische Therapie und Diagnostik sowie Pharmaforschung eine immer größere Rolle spielen. Durch winzig kleine Sensoren wird es möglich, kleinste Veränderungen in biologischen Abläufen, beispielsweise erhöhte Eiweißkonzentrationen im menschlichen Gehirn, zu erkennen. Schwere Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes oder Parkinson könnten damit in einem wesentlich früheren Stadium diagnostiziert und behandelt werden.

Ferner gewinnt die Mikrosystemtechnik bei der Diagnose und Therapie von Krankheiten sowie in der Mikrochirurgie und in intelligenten Implantaten an Bedeutung. Überall einsetzbare Biochips lassen schnelle Diagnoseergebnisse zu und machen aufwändige Laboruntersuchungen überflüssig. Ebenso im Fokus stehen Pflanzen-, Lebensmittel- und Umweltbiotechnologie. Die BIOTECHNICA 2007 präsentiert das gesamte Spektrum der Biotechnologie - von Biotechnik-Grundlagen über Bioinformatik, Produkte und Dienstleistungen bis hin zu den fünf Anwendungsbereichen Pharma/Medizin, Industrie, Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt.

Internationale Beteiligung nimmt zu

In diesem Jahr kommen 589 Aussteller aus Deutschland (2005: 581), darunter führende Unternehmen wie Sartorius, Merck und Boehringer Ingelheim. Aus dem Ausland haben sich 274 Unternehmen (2005: 268) angemeldet, darunter Marktführer wie Roche, Qiagen, Perkin Elmer und GE Healthcare. Die meisten ausländischen Unternehmen stammen aus der Schweiz, Großbritannien und den USA, gefolgt von Russland und Frankreich. Zuwächse sind insbesondere aus den europäischen Nachbarländern Großbritannien und Frankreich zu verzeichnen. Alle großen Biotech-Nationen präsentieren sich mit eigenen Pavillons.

Hinzu kommen die Gemeinschaftsstände der Aussteller aus Amerika und Asien/Pazifik. Insgesamt sind vier Kontinente vertreten.

Die Top Fünf der Bundesländer

Baden-Württemberg (103 Aussteller) kommt mit der größten Präsentation nach Hannover, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (93). An dritter Stelle steht Niedersachsen (67). Bayern (61) und Hessen (59) liegen auf den Positionen vier und fünf.

Neues Vier-Säulen-Konzept

Die 15. BIOTECHNICA ist längst mehr als eine Messe. "Die BIOTECHNICA ist die zentrale europäische Plattform für strategische Bündnisse, Geschäftsanbahnungen und Wissenstransfer. Sie ist Treffpunkt von internationalen Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik", sagt Kühne. Die Basis dafür bildet das neue "Vier-Säulen-Konzept": die Ausstellung, das im Vergleich zu den Vorveranstaltungen stark erweiterte Konferenzprogramm, das BIOTECHNICA-PARTNERING und der EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD, der als attraktivster Wettbewerb zur Stärkung junger Biotech-Unternehmen in Europa gilt. Zudem wird die BIOTECHNICA in diesem Jahr in den Messehallen 8 und 9 im Süden des Messegeländes ausgerichtet. So ist die direkte Anbindung über kurze Wege an das Convention Center sichergestellt, in dem das hochkarätige Konferenzprogramm stattfindet.

Größtes Konferenzprogramm in der BIOTECHNICA-Geschichte Das diesjährige Konferenzprogramm ist das bislang umfangreichste in der Geschichte der BIOTECHNICA: 20 hochkarätige Kongresse mit mehr als 400 Vorträgen von Experten aus 14 Nationen stehen auf dem Programm.

Die Kombination aus wissenschaftlichen Vorträgen, dem "Innovationsforum" (Firmen- und Produktpräsentationen ausstellender Unternehmen) und der neuen PARTNERING-Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema "Drug-device-Kombinationstherapien" bildet eine ideale Basis für die Suche nach passenden Kooperationspartnern und interessanten Geschäftsmodellen. Entscheider aus Industrie, Forschung und Risikokapitalgesellschaften, die im Geschäftsalltag nur schwer zueinander finden, werden hier gezielt zusammengeführt. Am PARTNERING-Programm nehmen unter anderem sanofi-Aventis, Novartis, Boston Scientific, GE Healthcare, WestPharmaceuticals sowie Procter & Gamble Pharmaceuticals teil.

Erstmals richtet die Deutsche Messe parallel zur BIOTECHNICA die "Deutschen BiotechnologieTage" aus - als Nachfolgeveranstaltung der bisher vom Bundesministerium für Bildung und Forschung organisierten "BMBF-Biotechnologietage". Bei der "Trinationalen Clustertagung" - dem ersten zentraleuropäischen Gipfeltreffen der Weißen Biotechnologie - geben die bedeutendsten Cluster aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Überblick über die wichtigsten Trends und Entwicklungen in diesem stark wachsenden Sektor. Das erste "Deutsch-Brasilianische Forum" fördert wissenschaftliche und wirtschaftliche Partnerschaften für das binationale Biogeschäft.

Weitere Konferenzthemen sind Regenerative Medizin, Pflanzen- und Lebensmittelbiotechnologie, Nutzung von Biomasse sowie Nanobiotechnologie. Außerdem bietet der "BIOTECHNICA-jobvector" Nachwuchswissenschaftlern wertvolle Informationen und Kontakte für ihre berufliche Zukunft.

Auszeichnung der Besten

Bereits zum fünften Mal vergibt die Deutsche Messe den inzwischen mit 100 000 Euro dotierten EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD an die drei innovativsten europäischen Unternehmen aus Biotechnologie und Life Sciences. Bewertet werden die besten neuen Produkte, Services, Konzepte und Geschäftsideen. Der Sieger der drei Finalisten - das Biopharma-Unternehmen Bavarian Nordic A/S, Dänemark, das Biotechnologie-Unternehmen Genmab A/S, Dänemark, und die britische Renovo Group Plc. - wird auf der Preisverleihung im Rahmen der Eröffnungsfeier der BIOTECHNICA 2007 am 8. Oktober in Hannover bekannt gegeben. Die Preise überreicht Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, der auch die Eröffnungsrede halten wird. Weitere Sprecher sind Christian Wulff, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, sowie Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsführung der Merck KGaA. An der Eröffnungsfeier werden über 500 internationale Gäste aus Industrie, Wissenschaft und Politik teilnehmen.

Katharina Siebert | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.biotechnica.de/presseservice

Weitere Berichte zu: Aussteller BIOTECHNICA Biotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik