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Strom ohne Steckdose: Uni Duisburg auf der Hannover-Messe Industrie

11.04.2002


Keine Steckdose in Reichweite? Kein Problem ? mit dem neuen Brennstoffzellen-Aggregat, das das Zentrum für Brennstoffzellen-Technik an der Uni Duisburg vom 15. ? 20. April auf der Hannover-Messe Industrie vorstellt (Gemeinschaftsstand des Kompetenznetzwerkes Brennstoffzelle NRW, Halle 13, Stand D60).

Vor allem wenn demnächst wieder die Campingsaison beginnt, kommen die Vorteile der netzunabhängigen Stromversorgung zum Tragen: Dank der Brennstoffzellentechnik braucht der Hobbycamper nämlich bald keine Leitung mehr zum nächsten Stromkasten zu legen, um abends Licht zu haben, das TV-Gerät oder auch den Mini-Kühlschrank zu betreiben.

Die neue kompakte Brennstoffzellenanlage des ZBT ist ein entscheidender Schritt zur Realisierung solch autarker Stromerzeuger, mit deren Hilfe man nach einem einfachen chemischen Grundprinzip elektrischen Strom genau dort umweltschonend erzeugen kann, wo man ihn braucht.


Für den kleinen Strombedarf der Hobbycamper

Auf der Hannover-Messe Industrie zeigt das ZBT in einem auch international gut besetzten Umfeld ein funktionstüchtiges 150 Watt-Brennstoffzellen-Aggregat, das als netzunabhängiger Stromerzeuger eingesetzt werden kann. Diese Größe eignet sich vor allem für den kleinen Strombedarf speziell im Hobbycamperbereich.

Das Ausstellungsstück des ZBT ist so ausgelegt, dass es sicher betrieben werden kann: von der Wasserstoffzufuhr über Befeuchtung und Steuerung bis hin zum eigentlichen Stromlieferanten, dem so genannten Brennstoffzellenstack. Dieser kompakte Stapel mehrerer Einzelbrennstoffzellen wurde mit kostengünstigen Materialien gebaut, die in Duisburg entwickelt wurden. Geplant ist, anhand dieses Prototypen weitere Komponenten und anwendungsfähige Kompaktaggregate größerer Leistung zu entwickeln.

Die weiteren Messeausstellungsstücke belegen die beachtliche Breite des Angebotsspektrums schon wenige Monate nach dem ZBT-Start: von der Wasserstofferzeugung aus Erd- oder Biogas bis hin zur Anwendung und Integration der Brennstoffzellentechnik in bestehende Energiesysteme als Baustein eines künftigen virtuellen Kraftwerks.

Der Auftritt auf der Hannover-Messe ist eine Premiere für das ZBT, das dem verstärkten Technologiebedarf der Industrie auf dem Gebiet der Brennstoffzellen und ihrer Systemtechnik Rechnung trägt. Initiiert von der Mercator Universität und gefördert mit Landes- und EU-Mitteln bildet das ZBT die Brücke zwischen der universitären Grundlagenforschung und den eher anwendungsbezogenen Ansprüchen der Industrie.

Beate Kostka M.A. | idw

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