Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT 2002: Damit die Daten laufen lernen - nicht die Bürger

08.02.2002


Dr. Detlef Kröger gehört zur Leitung des Kompetenzzentrums E-Government an der TU Chemnitz.
Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold


Eine Vision soll wirklich werden: Die elektronische Vernetzung aller Behörden in ganz Deutschland. Schrittmacher dabei sind Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker.
Grafik: Karla Bauer


Chemnitzer Wissenschaftler schreiben die deutsche Fibel des E-Governments

Wirtschaftswissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren vom 13. bis 20. März 2002 auf der CeBIT in Hannover (Halle 11, Stand D27) das deutschlandweit erste wissenschaftliche Kompetenzzentrum E-Government. Unter der Leitung der Wirtschaftsjuristen Prof. Dr. Ludwig Gramlich und Dr. Detlef Kröger wird das sächsische E-Government-Kompetenzzentrum derzeit an der TU Chemnitz in Form einen An-Institutes eingerichtet, in dem in Kooperation mit der Fakultät für Informatik sowohl Forschung als auch praktische Hilfe geleistet wird, um die Informationsgesellschaft nicht nur bis in den letzten sächsischen Winkel zu bringen. Der Internetauftritt des Kompetenzzentrums soll zügig zur deutschen "Fibel" des E-Governments ausgebaut werden. Das Portal enthält alle Informationen zum Thema: Es eröffnet den Weg zu den Online-Angeboten der öffentlichen Verwaltung, bietet aktuelle Infos zum Stand der Forschung und enthält Zusammenstellungen wichtiger Aufsätze, Bücher und Fachbegriffe. Ergänzt wird es von einer Suchmaschine, die zu sämtlichen von den Wissenschaftlern gesammelten und geprüften Internet-Adressen führt. Jede Kommune und Behörde wird dann beispielsweise Auskünfte zur elektronischen Signatur einholen können. Dieser Wissensschatz wird übrigens kostenlos zur Verfügung gestellt.

Doch bis im globalen Dorf des Internets überall virtuelle Rathäuser am Daten-Highway stehen, bedarf es noch großer Anstrengungen. Eine Studie der Chemnitzer Wirtschaftsjuristen ergab, dass zwar die meisten sächsischen Kommunen eine Homepage haben, die sich allerdings meist auf dem Niveau eines Werbeprospekts bewegt. Bundesweit sei das nicht viel anders. "Vor allem kleineren Gemeinden fehlt es eindeutig an Know-how im Bereich E-Government", so Dr. Kröger. Deshalb baut das Chemnitzer Kompetenzzentrum - wiederum als Modell für ganz Deutschland - ein kommunales Netzwerk im Vogtland auf. Damit können Kommunen eigene elektronische Verwaltungsdienstleistungen anderen Gemeinden als Modul zur Verfügung stellen sowie Bürgerdienste übergeordneter Stellen, zum Beispiel des Landkreises, nutzen. "Nur mit Hilfe neuester Informations- und Kommunikationstechnologien können die Behörden in der Zukunft die Lage versetzt werden, noch kundenorientierter, schneller und billiger zu arbeiten", erklärt Dr. Kröger.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Dr. Detlef Kröger und Claas Hanken, Telefon (03 71) 5 31 - 41 69, Fax (03 71) 5 31 - 39 61, E-Mail detlef.kroeger@wirtschaft.tu-chemnitz.de , claas.hanken@wirtschaft.tu-chemnitz.de

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.egovernment-sachsen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie