Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Paradigmen-Wechsel in der Medizin - Neue Leitlinien zur Krebstherapie

21.11.2001


Werden Krebspatienten in Deutschland noch zeitgemäß behandelt ? Mit dieser Frage beschäftigten sich 175 Teilnehmer des 1. Paderborner Kolloquium für molekulare Onkologie. Zielsetzung des Veranstalters, des Europäischen Instituts für molekulare Medizin (EURIMM) war es, Leitlinien der molekularen Medizin zu formulieren, die eine verbesserte Versorgung der Patienten ermöglichen sollen.

Das Kolloquium hat die bisherige Praxis der Tumortherapie wegen der beschränkten Erfolge und erheblicher Nebenwirkungen als ergänzungsbedürftig angesehen. Experten referierten zu Fragen der Molekularbiologie, der minimalinvasiven Therapien sowie zum Patientenrecht.

An dem Kolloquium nahmen so namhafte Spezialisten wie Prof. Dr. Ulrich Kleeberg, Hamburg, Prof. Dr. Chris De Bruijn, Leiter des EURIMM, Prof. Dr. Reiner Seibel vom Institute of Diagnostic and Interventional Radiology, Mülheim an der Ruhr, sowie Rechtsanwalt Dr. Hugo Lanz, München teil. Einhellig wurde das bestehende Gesundheitssystem kritisiert. "Zustände wie in einer Bananerepublik" so das Urteil von Prof. Dr. Kleeberg.

Zur Verbesserung der bestehenden Patientenversorgung wurden Leitlinien formuliert, die eine verbesserte Versorgung von Krebspatienten gewährleisten. Insbesondere drei Meilensteine der Gen- und Immunforschung verbessern die Therapierbarkeit und setzen neue Maßstäbe:

  1. Suchtest auf versteckte Tumorzellen, noch bevor Tumore oder Metastasen sich wieder bilden (Blut oder Sternalpunktat)

  2. Überprüfung der Immunbalance (Standardised Immune Balance Analysis, kurz: SIBA check) und Tumorzell-Killer-Kompetenz (TCK)

  3. Testung der antioxidativen Kapazität als Unterstützung der durchgeführten therapeutischen Maßnahmen.

Die möglichen therapeutischen Konsequenzen aus diesen Testergebnissen sind maßgeschneiderte Therapien. Hierauf basiert die "personalised molecular medicine".

  1. Erhöhung der Tumorzell-Killer-Kompetenz, z.B. durch Th1-Th2 Immunzell-Switch:

  • Im Immunlabor wird an Patientenzellen ein für diesen Patienten optimalen Therapiefindingstest durchgeführt.

  1. Herstellung eines Tumorimpfstoffes, zur Reprogrammierung des Immunsystems gegen den individuellen Tumor

  2. Herstellung eines Tumor- und therapieadaptiven individuellen Antioxidantien-Cocktails.

  3. Mikroinvasive Lokaltherapie unter gleichzeitiger Anwendung neuester bildgebender Verfahren.

Von den Teilnehmern des Kolloquiums wurde kritisiert, dass dem kassenversicherten Patienten zur Zeit noch nicht einmal die Lehrbuchstandards der Krebstherapie zustehen. In der Regel dauere es bis zu 20 Jahren, ehe das für die Anerkennung von medizinischen Verfahren zuständige Funktionärsgremium gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für den Normalpatienten zugänglich macht.

Ein kranker Mensch kann in der Regel nicht solange warten

Das Europäische Institut für molekulare Medizin (EURIMM) hat sich zum Ziel gesetzt, diese Zeitlücke zu schließen und den Ärzten und Patienten bereits jetzt die neuen "Tools" zur Therapieoptimierung zur Verfügung zu stellen.

Neue molekulare Medizin muss nicht teuer oder unbezahlbar sein, wie oft behauptet. So ist der Tumorzell-Killer-Kompetenz-Test bereits für 75 Euro; zzgl. Umsatzsteuer zu erhalten.

Auf Anfrage informiert EURIMM gerne über die neuen molekularen und minimal invasiven Therapien.

| ots

Weitere Berichte zu: Krebspatient Krebstherapie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie