Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Segelflieger fährt nach Berlin

15.05.2006


Auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin vom 16. bis 21. Mai wird das turbinengetrieben Segelflugzeug, ein Projekt von Studierenden der Fachhochschule Esslingen - Hochschule für Technik und des Instituts für Angewandte Wissenschaften, ausgestellt.



Auch wenn der Prototyp schon fast fertig gestellt ist, kann das turbinengetriebene Segelflugzeug, das von Studierenden der Fakultät Maschinenbau der Hochschule für Technik - Fachhochschule Esslingen (FHTE) entwickelt wird, noch nicht durch die Lüfte segeln. Dafür müssen noch etliche Projekte durchgeführt werden. Das ehrgeizige Ziel, das sich Prof. Ulrich Gärtner und seine Mitarbeiter im Institut für Angewandte Forschung an der FHTE gegeben haben, ist die Entwicklung eines Motorseglers mit Heimkehrhilfe.



Das turbinengetriebene Segelflugzeug wird auf der ILA, der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin, vom 16. bis 21. Mai der Öffentlichkeit gezeigt. Schon im Vorjahr gab es viele begeisterte Segelflieger, die in dieses Projekt große Hoffnungen setzen.

Segelflugzeuge mit Motoren gibt es auch schon heute. "Doch", so Clemens Harr, Assistent im IAF, "verlieren diese Segelflugzeuge sehr schnell an Höhe, wenn sie ihren Motor ausklappen. Ob man dann den Segelflugplatz erreicht, ist fraglich. Da das Triebwerk jedoch in den Segler eingebaut ist, geht keine unnötige Zeit für das Ausfahren des Triebwerks verloren." Ohne Antrieb müsste das Segelflugzeug bei schlechter Thermik irgendwo auf dem Acker landen.

Eine Heimkehrhilfe wäre daher für alle Segelflugfans sehr hilfreich. Doch an dem Einbau des Antriebes muss noch einiges erarbeitet werden. Ein Brandschutz muss her, denn sonst würde die Erfindung nicht den Vorschriften des Luftfahrtbundesamtes entsprechen. Hier wurde die Lösung gefunden. Ein Sprinklersystem, das im Brandfall aus einem wassergefüllten Hochdruckbehälter gespeist wird, wird durch einen Sensor ausgelöst und löscht einen Triebwerksbrand sofort. Und auch die Schalldämpfung ist in diesem Projekt ein wichtiges Thema. Bei einem Überflug in 300 m Höhe darf das Triebwerk nur eine bestimmte Lautstärke am Boden erzeugen. Deshalb müssen besondere Schalldämpfer eingebaut werden, die in Zusammenarbeit mit einem Automobilzulieferer entwickelt wurden. Das Segelflugzeug soll in Zukunft Kleinlasten bis zu zehn Kilo transportieren können. Sensoren für Luft- oder Klimaproben könnten dann ohne Probleme im Außenbereich des Segelfliegers angebracht werden.

Viele Firmen haben Interesse an diesem Projekt. Alle Schritte werden sorgfältig dokumentiert. Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Dokumentation des Wissens nicht so ausführlich ist, dass sie niemand liest, aber auch nicht zu knapp gehalten ist, dass das Projekt nicht mehr nachzuvollziehen ist. Dieses Wissensmanagement ist für Firmen in der Produktentwicklung sehr wichtig. Dementsprechend konnten für dieses Projekt genügend Sponsoren gefunden werden.

Cornelia Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.fht-esslingen.de

Weitere Berichte zu: FHTE Segelflieger Segelflugzeug Triebwerk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie