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Rauschunterdrückung, Laserpulsquelle und Experimentierkoffer

10.06.2005


Universität Jena auf der Fachmesse "Laser 2005" vom 13.-16. Juni in München

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»Bausatz »Exponat »SAM »SANOS

Spätestens seit dem Kinostart von "Episode 3" sind auch die Lichtschwerter wieder im allgemeinen Bewusstsein. Jene tricktechnischen Waffen, die auf Laserbasis arbeiten. Wesentlich friedlicher, dafür aber realistischer sind die Laser, die vom 13. bis 16. Juni auf der Fachmesse "Laser 2005" in München präsentiert werden. Auch die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist dort mit drei Exponaten vertreten. Sie sind auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (B1.490) in Halle B1 zu finden.

Zu sehen sind dort SAM und sein "großer Bruder" SANOS. Was wie Figuren aus einem Kinderfilm klingt, sind in Wirklichkeit optische Hilfsmittel. SAMs (Saturable Absober Mirror) sind nicht-lineare Halbleiterspiegel, die zum Pulsen von Festkörperlasern im Piko- und Femtosekundenbereich eingesetzt werden. Für den Einsatz in Faserlasern besteht die Möglichkeit, die sättigbaren Absorberspiegel direkt auf der Endfläche einer optischen Lichtleitfaser anzubringen. SANOS (Saturable Noise Suppressor) ist eine spezielle Weiterentwicklung von SAM, um optische Rauschsignale zu unterdrücken. Mit SANOS können schwache optische Restpulse beseitigt werden. Auch ein Einsatz in der optischen Datenkommunikation ist möglich, wo SANOS zur Unterdrückung des Rauschens nach einer Zwischenverstärkung des optischen Datensignals eingesetzt werden kann.


Eine variable Laserpulsquelle, die Lichtpulse mit wählbarer Länge und Repetitionsrate im infraroten Wellenlängenbereich erzeugt, wird ebenfalls von der Jenaer Universität vorgestellt. Dank der genutzten integriert-optischen Modulationsprinzipien betragen die Anstiegszeiten ihrer Pulse weniger als eine Nanosekunde. Durch die vollständige faserbasierte Lösung haben die Jenaer Physiker eine kompakte, justierfreie und voll integrierte modulierbare Lichtquelle geschaffen, die ebenso gut in der Laser- wie der Messtechnik eingesetzt werden kann.

In einem kaum 10 kg schweren Koffer verbirgt sich das dritte Exponat, mit dem die Jenaer Universität in München präsent ist. Darin ist ein preisgünstiger Bausatz für 24 verschiedene Versuche aus dem Bereich der Optik enthalten. Experimente zu Brechung, Reflexion, Abbildung, Beugung, Polarisation und Interferenz können an fast jedem Ort in kurzer Zeit realisiert werden. Auf einer Montageplatte (30 x 70 cm) werden die Versuche mit magnetischen Elementen aufgebaut und gewechselt. Mit Hilfe der ausführlichen Anleitung mit Markierungen ist dies selbst für Schüler oder Optik-Laien möglich. Da die Experimente dadurch (fast) immer gelingen, eignet sich das Jenaer System für Selbstversuche in Schulen und Jugendeinrichtungen. Aber auch in der Aus- und Weiterbildung an Hochschulen oder für Firmenpräsentationen ist der Bausatz nutzbar.

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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