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Viel Schwung für saubere Energie

01.09.2004


Enormer Energiebedarf in Asien erfordert neue Technologien - "ENERGY ASIA 2004" bietet optimalen Überblick. Bundesministerin Renate Künast besucht die Messe. Messegelände in Shanghai mit fünf Fachmessen komplett ausgebucht.

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Der Transrapid schwebt vom Flughafen in die Sonderwirtschaftszone Pudong, am Jangste-Fluss wird mit Hochdruck am größten Staudamm der Welt gebaut. Entlang der Küste schießen die Fabriken wie Pilze aus dem Boden und vereinen sich zum größten zusammenhängenden Industriegebiet unserer Erde. Der rasante Aufstieg Chinas zu einer ökonomischen Weltmacht bringt neue Herausforderungen mit sich. Eine der wichtigsten Fragen: Wie kann der gewaltige Energiehunger Chinas langfristig gestillt werden? Wie können Versorgungsengpässe in diesem Riesenland vermieden werden? Ressourcen schonende, regenerative und umweltfreundliche Verfahren sind gefragt. Die begrenzten Rohöl- und Erdgasvorkommen Chinas werden langfristig dafür nicht ausreichen. Auch die Schaffung eines effizienteren Stromübertragungs- und Verteilungssystems muss in Angriff genommen werden; die Bewältigung dieser Herausforderungen ist für China die absolut notwendige Basis, auf der die Wirtschaft weiterhin wachsen kann.

Die ENERGY ASIA, die ihre Schwerpunkte auch in 2004 wieder auf die Bereiche Stromerzeugung, Stromversorgung, Elektrotechnik und erneuerbare Energien legt, bietet einen wertvollen Überblick über Lösungswege zur nachhaltigen Bewältigung dieser Herausforderungen. Entsprechend groß ist das Interesse der Aussteller und Besucher. So kamen zur zweiten Veranstaltung im letzten Jahr bereits über 110 Aussteller aus zwölf Nationen. In nationalen Pavillons präsentierten einzelne Länder ihre Lösungen für den Energiesektor. In diesem Jahr gibt es eine enorme Steigerung: Allein die Ausstellungsfläche ist mit 6 000 m² um 27 Prozent größer als noch vor Jahresfrist. 2004 werden 150 Aussteller ihre Lösungen auf der Energy Asia zeigen, darunter auch die deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien.


Die Initiative, im Auftrag des Deutschen Bundestages 2002 von der deutschen Energie Agentur gegründet, verfolgt das Ziel, deutsche Unternehmen durch Informationsangebote, durch die Vernetzung von bestehenden Initiativen und Aktivitäten sowie durch die aktive Begleitung von Auslandsprojekten beim Export von Erneuerbaren Energie-Technologien zu unterstützen. Mit der weltweiten Verbreitung deutscher EE-Spitzentechnologie wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, wird sich in Shanghai selbst ein Bild von den Chancen und Möglichkeiten der Exportinitiative machen und den Stand besuchen. Weiterhin werden sich weltweit führende Unternehmen wie ABB, Harting, Jean Mülller, Efen, Wöhner, SIBA sowie die asiatischen Branchenriesen DeLixi und CHINT auf der Messe mit ihren neuesten Entwicklungen präsentieren.

Nan Cunhui, Vorstandsvorsitzender des Elektrotechnik-Konzerns CHINT Group, zeigte sich im vergangenen Jahr beeindruckt vom Messekonzept der Energy ASIA: „Der Prozess der wirtschaftlichen Globalisierung läuft immer schneller und wir wissen um die Notwendigkeit internationaler Kooperationen. Die ENERGY ASIA bietet uns dazu die perfekte Plattform.“

Zeitgleich zur ENERGY ASIA finden im „Shanghai New International Expo Centre“ (SNIEC) vier weitere, speziell auf den asiatischen Markt zugeschnittene Fachmessen statt. Jede einzelne hat sich eine führende Rolle als zentraler Branchentreffpunkt erarbeitet: die CeMAT ASIA als Fachmesse für die Bereiche Materialflusstechnik und Logistik, die METAL WORKING CHINA für die gesamte Metall verarbeitende Industrie der Region, die Factory Automation ASIA für alle Facetten der Fabrikautomation und die PTC ASIA für den boomenden Bereich der Fluid- und Antriebstechnik. Das ermöglicht den Besuchern und Ausstellern einen problemlosen und schnellen Austausch mit Kollegen aus anderen Industriezweigen. Insgesamt erwarten die Veranstalter rund 50 000 Besucher. Mit 80 000 Quadratmeter Brutto-Ausstellungsfläche ist das sieben Hallen unfassende Messegelände in Shanghai erstmals durch einen internationalen Messeveranstalter komplett ausgebucht.

Die Zahlen bestätigen das Konzept, Fachmessen sich ergänzender Branchen zeitgleich auf einem Ausstellungsgelände zu präsentieren. „Die Bündelung von fünf Fachmessen auf einem Gelände ist ein konsequenter Schritt, von dem Aussteller und Besucher gleichzeitig profitieren“, beschreibt der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Sepp D. Heckmann, die Strategie des Messekonzepts.

Monika Brandt | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

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