Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laser 2001 - World of Photonics präsentiert Sonderschau: "Lasers in Production - Manufacturing with light"

11.06.2001

  • Sonderschau zeigt neueste Techniken der Materialbearbeitung mit Lasern
  • Umfassende Information durch Präsentation von Anwendungen, Hilfsmitteln und Technologien
  • Schwerpunktthema: Lasereinsatz im Automobilbau

Es gibt nur wenige Werkzeuge, die ein so breites Anwendungsspektrum wie der Laser aufweisen. Besondere Bedeutung besitzt der Laser dabei in der Produktionstechnik. Hier sind die am weitesten verbreiteten Anwendungen das Laserstrahlschneiden und -schweißen. Das gesamte Potenzial des Lasers in der Fertigungstechnik zeigt die Sonderschau "Lasers in Production - Manufacturing with light" auf der Laser 2001 - World of Photonics vom 18. bis 22. Juni 2001 in München. Das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der TU München (iwb), das Bayerische Laserzentrum (BLZ) und der Lehrstuhl für Fertigungstechnologie der Universität Erlangen-Nürnberg (LFT) demonstrieren, unterstützt von namhaften Industrieunternehmen, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Lasertechnik in der Produktion.

Den Besucher erwarten Live-Vorführungen sowie eine große Zahl von Forschungsarbeiten und Anwendungsbeispielen. Schwerpunkte bilden dabei der Lasereinsatz im Automobilbau und in der Mikro- und Feinwerktechnik. Im Präsentationsforum werden täglich Vorträge zu den folgenden Themengebieten angeboten:

  • - Lasereinsatz im Automobilbau - Fortschritt durch Lasertechnik
  • - Werkzeug Laser - von der Forschung zum industriellen Einsatz
  • - Produktionstechnische Aspekte beim Lasereinsatz
  • - Lasereinsatz in der Mikromontage
  • - Laser in der Elektronikproduktion und Feinwerktechnik

Lasereinsatz im Automobilbau

Im Kraftfahrzeugbau wird heute bereits eine große Bandbreite von Lasertechniken eingesetzt. Das Automobil ist daher ein hervorragendes Anschauungsbeispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Lasers in der Produktion.

Beispielsweise wird zum Fügen der C-Säule am Audi TT Coupé das flussmittelfreie Laserstrahlhartlöten angewendet, das den hohen Qualitätsansprüchen für Fügestellen an der Karosserieaussenhaut bezüglich Optik, Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit, etc. gerecht wird. Zum Laserstrahlschweißen von Aluminium-Tailored-Blanks wird auf der Sonderschau ein neuer Ansatz zur Strahladdition präsentiert. Die Kopplung eines Hochleistungsdiodenlasers mit einem Nd:YAG-Laser ermöglicht es, die Vorteile der beiden Laserstrahlquellen zu vereinen, ohne deren spezifische Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Durch Variation der Fokuslagen und Leistungen der beiden Laser können verschiedene Intensitätsverteilungen im Fokus des gekoppelten Strahls generiert werden, so dass eine höhere Prozesssicherheit und eine bessere Nahtqualität erreichbar sind. Das Laserstrahl-Kunststoffschweißen zum Verschluß thermoplastischer Gehäuse für Elektronikbaugruppen ist ein Beispiel dafür, dass die Lasertechnik auch in der Zulieferindustrie vermehrt eingesetzt wird. Im Vergleich zu etablierten Fügeerfahren wie Ultraschall- oder Reibschweißen sind beim Laserstrahlschweißen vor allem die Flexibilität des Verfahrens sowie die sehr geringe mechanische und thermische Belastung der Elektronik von Vorteil. Neben den Fügetechnologien wird auf der Sonderschau ein Simulationsmodell zum Laserstrahlschweißen präsentiert. Es ermöglicht die exakte Abstimmung von Prozess, Produkt und den verwendeten Anlagen und erlaubt es, diese für jeden Anwendungsfall aufeinander abzustimmen. Wechselwirkungen zwischen Produkt und Produktionssystem können so frühzeitig ohne reale Prototypen erfasst und optimiert werden.

Lasereinsatz in der Mikro- und Feinwerktechnik

Laserstrahl-Mikrolöten, Laserstrahl-Mikroschweißen und Laserstrahljustieren sind die Technologien, die neben einem modularen Werkzeugsystem auf der Sonderschau zur Mikro- und Feinwerktechnik präsentiert werden.

Laserstrahl-Mikrolöt- und -schweißverfahren sind besonders für die Elektronikproduktion, beispielsweise zum Fügen von Anschlüssen elektronischer Bauelemente, aber auch für die Feinwerktechnik interessant. Das Laserstrahl-Mikrolöten ergänzt als zukunftsorientiertes Selektivlötverfahren die bekannten Massenlöttechniken dort, wo zeitlich und räumlich definierte Energiemengen benötigt werden. Das Laserstrahl-Mikroschweißen ist ein innovatives Fügeverfahren, welches den aktuellen Forderungen nach Hochtemperaturfestigkeit, Miniaturisierung und Bleifreiheit der Fügeverbindung gerecht wird. Die zunehmende Miniaturisierung von elektrischen, optischen und mikromechanischen Komponenten erfordert neben geeigneten Fügeverfahren eine stark verbesserte Handhabungs- und Montagetechnik. Das präsentierte Laserstrahljustieren, das auf einer kontrollierten, lokalen Umformung durch thermisch induzierte Spannungen basiert, ist ein neues, innovatives Verfahren, um vormontierte Systeme mit Hilfe von Aktoren berührungslos hochpräzise zu richten. Speziell für die flexible Montage hybrider Mikrosysteme wird ein modular aufgebautes, sensorbasiertes Werkzeugsystem gezeigt, mit dem sich an einem Präzisionsroboter eine Vielzahl unterschiedlicher Montageoperationen, wie Handhaben, Positionieren, Auftragen von Fluiden wie Klebstoff und Lotpasten sowie Laserfügen durchführen lassen. Neben dem Laserlöten von Elektronikkomponenten kann dieses Werkzeug damit auch zum hochgenauen Verschweißen von Metallen und Kunststoffen verwendet werden.

Angela Präg, | ots
Weitere Informationen:
http://www.laser.de

Weitere Berichte zu: Automobilbau Feinwerktechnik Lasertechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht SYSTEMS INTEGRATION 2018 in der Schweiz thematisiert Bausteine für die industrielle Digitalisierung
20.11.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie