Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laser 2001 - Großflächige Karosserieteile kostengünstig verbinden

07.06.2001

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT präsentiert auf der Laser 2001 erste Ergebnisse zum Einsatz von Hochleistungsdiodenlasern (HDL) im Hartlöten.

Das Schweißen von Bauteilen ermöglicht hochfeste Verbindungen, ist jedoch mit einer hohen Wärme-Einbringung verbunden und führt damit zum Verzug der Werkstücke. Verzinkte Stahlbleche, wie sie in der Automobilindustrie verarbeitet werden, lassen sich durch Hartlöten oft mit ausreichender Festigkeit verbinden, wobei hier der Verzug wesentlich geringer ist. Bei großflächigen Bauteilen, wie z.B. Karosserie-Elementen, ist das konventionelle MIG-Hartlöten jedoch unrentabel. Durch die diffuse Erwärmung des Werkstücks ist die Bearbeitungszeit langwierig und das Fügeergebnis qualitativ oft minderwertig. Abhilfe kann hier das Laserstrahllöten schaffen.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT präsentiert auf der Laser 2001 erste Ergebnisse zum Einsatz von Hochleistungsdiodenlasern (HDL) im Hartlöten. Der Laser, bisher nur zum Weichlöten genutzt, ermöglicht die lokale und zeitgenaue Erwärmung der Bauteile. Damit können Metalle flexibel und kostengünstig verbunden werden. Im Gegensatz zum Schweißen wird das Bauteil nicht aufgeschmolzen, der Verzug bleibt gering. Gerade im Bereich der verzinkten Stahlbleche ist dies ein großer Vorteil, da die Zinkschicht nicht verdampft sondern größtenteils erhalten bleibt. Die Folge ist eine saubere, korrosionsbeständige Naht, die wenig Nachbearbeitung erfordert.

Der Einsatz von Hochleistungsdiodenlasern ermöglicht zudem die Automatisierung des Lötprozesses. Aufgrund seiner geringen Größe und der einfachen Ansteuerbarkeit, lässt sich der HDL mit geringem Aufwand in bestehende Anlagen integrieren. Am Fraunhofer IPT laufen derzeit Versuchsreihen, die den Einsatz verschiedener Lötwerkstoffe, der geeigneten Bearbeitungsstrategien und die Positionierung der Bauteile untersucht. Die Ergebnisse werden bereits in der Automobilindustrie umgesetzt.

Potenziale ausschöpfen durch Hybride Prozesse Die Vorteile des HDL ermöglichen technologische Fortschritte auch in anderen Anwendungsgebieten. In einem vom BMBF geförderten Leitprojekt entwickelt das Fraunhofer IPT den weltweit ersten Maschinenprototypen für das laserunterstützte Fräsen mit HDL. Die sog. Hybriden Prozesse, d.h. die Kombination von konventionellen Fertigungsprozessen mit innovativen Technologien, werden am Fraunhofer IPT im Bereich des laserunterstützten Fräsens, Drehens und Drückumformens untersucht und in industrietaugliche Prototypen umgesetzt.

Auf der Laser 2001 stellt das Fraunhofer IPT in Halle B3, Stand 141 seine Kompetenzen im Laserhartlöten, in laserunterstützten Prozessen, dem selektiven Lasersintern und in der Bearbeitung von Optiken für Laser vor.

Ihr Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Sascha Bausch
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstraße 17
D-52074 Aachen
Telefon 02 41/ 89 04-2 42
Fax 02 41/ 89 04-1 98
E-Mail: bausch@ipt.fhg.de

Dipl.-Journ. Andrea Dillitzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fhg.de

Weitere Berichte zu: HDL Hochleistungsdiodenlasern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie