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Bluetooth öffnet Türen in die Zukunft des Automobils

19.04.2004


Einen Schlüssel für das eigene Auto? Wozu, wenn man einen PDA-Taschencomputer mit Bluetooth hat? Beim Einsteigen in den eigenen SMART erst umständlich das Handy auspacken und an der Fahrzeugkonsole einstecken? Völlig überflüssig! Erst mal den Kilometerstand kontrollieren um zu sehen, ob die Tochter wieder mal ohne zu fragen Mamas Cityflitzer ausgeliehen hat? Das kann warten. Mit einem ganz besonders ausgestatteten SMART forTwo Citycoupé zeigt die Fachhochschule Bochum auf der HannoverMesse Industrie, welche Möglichkeiten in den modernen kabellosen Kommunikationstechnologien für die Fahrzeugtechnik der Zukunft stecken. Die Arbeitsgruppe "Wireless-Technologie" von Prof. Dr. Jörg F. Wollert stellt auf dem Stand M12 des Forschungslandes NRW in Halle 18 die verschiedensten Szenarien für die kabellose Systemintegration in einer Gesamtlösung in ihrem Forschungs-SMART vor.



Elektronische Kontroll- und Steuerungssysteme sind aus dem Auto von heute nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen für die optimale Motor- und Fahrzeugdynamik, kontrollieren wichtige Komponenten und liefern der Werkstatt im Handumdrehen wichtige Informationen über den Zustand des Gefährts. Moderne digitale Funktechnologie dabei nicht nur für den Informationsaustausch zwischen verschiedenen Fahrzeugkomponenten, sie erschließt auch neue Möglichkeiten, die den Komfort für den Fahrzeugnutzer erheblich steigern können.

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Ausgehend vom Boom in anderen Technikbereichen gelangt Bluetooth auch in das Automobil - über Freisprecheinrichtungen oder kabellose Headsets. Das Handy, also die Mobilfunk-Integration, ist so die Triebfeder in der allgemeinen Kommunikationstechnik. Das spiegelt sich auch in neuen Bluetooth-Profilen für den Automotive-Bereich wider.
Es ist naheliegend bei der Integration von Fahrzeug und Mobiltelefon über Bluetooth auch weitere Anwendungsfälle einzubeziehen. Bluetooth ist eine kostengünstige Funktechnik im 2.4 GHz ISM-Band, die lizenzfrei nahezu weltweit betrieben werden kann. Sie ermöglicht eine asynchrone Datenkommunikation mit einer Symbolrate von 1 Mbit mit bis zu 7 aktiven und bis zu 255 geparkten Teilnehmern. Da liegt es nahe, eine geeignete Integrationsplattform für eine umfassende Bluetooth-Fahrzeugschnittstelle zu schaffen.


Der Forschungs-SMART zeigt beispielhaft, welche Potenziale die kabellose Kommunikation im Fahrzeug bietet:

Er hat eine komfortable Vernetzung der wichtigsten elektronischen Komponenten mittels CAN-Bussystem, wie es Automobile der Oberklasse haben.

Der Forschungs-SMART hat eine Web-basierte Bedienoberfläche, die es ermöglicht alle Komfortfunktionen über einen Web-fähigen Thinclient zu aktivieren. Hierdurch ist eine weitreichende Fernsteuerung, bis hin zum Keyless Entry über Bluetooth möglich.

Konzipiert wurde auch ein elektronisches Fahrtenbuch. Durch die Erweiterung von GPS-Signalen, in Verbindung mit den fahrzeugeigenen CAN-Bussignalen konnte ein vollautomatisches Fahrtenbuch realisiert werden, das Fahrzeugbewegungen in einer Blackbox aufzeichnet und bei Bedarf auf einem konventionellen Bluetooth-Client zur Verfügung stellt.

Bluetooth-Profile ermöglichen ein Benutzer-Connectmanagement, das die Erkennung verschiedener Nutzer unterstützt und Dienste bis hin zum Voice-Gateway, beispielsweise für den Telefon-Privacy-Mode realisiert. Auch falsch eingestellte Spiegel und verlorene Lieblingssender gehören damit der Vergangenheit an.

Eine Besonderheit gegenüber bestehenden Lösungen ist die Integration von Handys in die Onboardsysteme. Das Mobiltelefon bleibt da wo es hingehört, in der Jacke oder im Koffer. Die Fernbedienung des Telefons erfolgt durch die fahrzeugeigenen Benutzerschnittstellen.

Fernwartung und Überwachung technischer Anlagen können die Besucher der HannoverMesse in besonderer Weise am Stand GO FOR HIGH TECH (Halle 23, Stand F07) erleben. Sie können dort eine Modelleisenbahn per Handy oder PDA kabellos steuern. Die Anlage ist ein BMBF-Projekt und wird unterstützt durch die Ger. Märklin und Cie. Die Verwendung eines innovativen Kommunikationskonzeptes auf der Basis von Internettechnologie ist die Grundlage von COMM TRAIN, das einen Eingriff auch in entfernte technische Systeme ermöglicht.

Kontakt:

Fachhochschule Bochum
Elektrotechnik und Informatik
Lehrgebiet Softwaretechnik und Rechnernetze
Professor Dr.-Ing. Jörg Wollert
Dipl.-Ing. Andreas Vedral
Lennershofstraße 140, 44801 Bochum
Tel.: (0234) 32-10360, Fax : -00360
E-mail: joerg.wollert@fh-bochum.de
andreas.vedral@fh-bochum.de

Detlef Bremkens | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-bochum.de/fb3/st-lab/ueberuns/index.html

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