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Publikumsmagnet Brennstoffzellen-Pavillon

30.01.2004


RWE Fuel Cells GmbH in Essen bietet Forschung live



„Bisher haben sich über 24.000 Besucher in unserem Pavillon von der faszinierenden Brennstoffzellen-Technologie begeistern lassen“, sagt Dr. Michael Fübi. Er ist zusammen mit Heinz Bergmann Geschäftsführer der im März 2002 gegründeten RWE Fuel Cells GmbH, einer 100% igen Beteiligungsgesellschaft im RWE Konzern mit Sitz in Essen. Rund 30 Mitarbeiter kümmern sich um die Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Systemen und Dienstleistungen auf Basis von Brennstoffzellen und anderen kleinen dezentralen Energieanlagen wie die Mikrogasturbine und den Stirlingmotor.

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Im RWE Brennstoffzellen-Pavillon in Essen sowie im Technikum der RWE Fuel Cells in Mechernich bei Köln werden verschiedene Brennstoffzellen-Typen für den stationären Einsatz im Langzeitbetrieb auf ihre Praxistauglichkeit hin getestet. Dabei kann man den Forschern in Essen über die Schulter schauen. Der Brennstoffzellen-Pavillon, ein futuristischer Glasbau in der Grillostraße 1, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Empfehlenswert ist die Teilnahme an einer der kostenlosen Führungen, in denen man sich eingehend über die Brennstoffzellen-Technologie informieren kann (Voranmeldung unter Tel.: 0201/12-20221, Fax: 0201/12-20292 oder per E-Mail: petra.kachel@rwe.com ). „Wir wollen den Menschen zeigen, wie Brennstoffzellen funktionieren und was mit Brennstoffzellen heute schon möglich ist“, erläutert Dr. Fübi das Konzept des Pavillons.

Nach Einschätzung vieler Experten wird die Brennstoffzelle zu einer entscheidenden Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts avancieren. Dabei spielt die dezentrale Energieversorgung von Gewerbe- und Industriegebäuden sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern mit Strom und Wärme eine wichtige Rolle.

„Die Brennstoffzelle wird in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen. Daher liegt uns besonders viel daran, Kinder und Jugendliche mit dieser Technologie vertraut zu machen“, betont der Brennstoffzellen-Experte Dr. Fübi. In speziellen Führungen durch den Brennstoffzellen-Pavillon wird den Schülern vermittelt, wie Brennstoffzellen funktionieren und wie man mit einer Brennstoffzelle ein Gebäude mit Strom und Wärme versorgen kann. Zur Nachbereitung in der Schule sollen in Zukunft spezielle Unterrichtsmaterialien zu Verfügung stehen.

Um Schüler für die Brennstoffzellen-Technologie zu begeistern, beteiligt sich die RWE Fuel Cells GmbH auch als Sponsor am „Fuel Cell Box“-Schülerwettbewerb, der von der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft initiiert wurde. Die Durchführung des Wettbewerbs koordiniert die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW zusammen mit der Fuel Cell Europe. Die Schüler haben die Aufgabe mit einer Solarzelle, einem Elektrolyseur, einem Wasserstoffspeicher und einer Mini-Brennstoffzelle die Stromversorgung eines Handys ohne Akku Tag und Nacht sicherzustellen. Im Februar werden aus über 170 Vor-Bewerbungen die 20 besten Schülerteams ausgesucht, die dann in den Endspurt gehen.

Dr. Michael Fübi setzt sich nicht nur bei RWE für Brennstoffzellen ein, sondern auch im Verein zur Förderung des Zentrums für Brennstoffzellen Technik e.V. (ZBT). Der promovierte Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieur wurde im letzten Jahr zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Vereins gewählt. Das ZBT ist ein An-Institut der Universität Duisburg-Essen und beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung praxistauglicher Lösungen im Bereich der Brennstoffzellen-Technik. Der Förderverein soll das im Oktober 2002 gegründete ZBT bei der Suche nach industriellen Partnern, nach Auftraggebern im Forschungsumfeld und bei der weiteren Entwicklung der Forschungsprogramme unterstützen. Mitglieder des Vereins können sich in die industrienahe Forschung einbringen und ein aktives und professionelles Netzwerk nutzen, um marktfähige Produkte zu entwickeln und anzuwenden.

Technischer Hintergrund:

In Brennstoffzellen verbindet sich Wasserstoff mit Luftsauerstoff zu Wasser. Dabei wird Energie in Form von elektrischem Strom frei. Um Wasserstoff herzustellen, kann man umgekehrt Wasser in seine Bestandteile zerlegen (Elektrolyse). Hierzu ist Elektrizität, die in Zukunft verstärkt mit regenerativen Energien erzeugt werden soll, erforderlich. Aus ökonomischen und technischen Gründen wird der Wasserstoff jedoch zunächst überwiegend mit einem Reformer aus Erdgas gewonnen. Brennstoffzellen sind umweltfreundlich, energieeffizient und können dezentral, zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern, eingesetzt werden.

Uwe H. Burghardt | Landesinitiative Zukunftsenergie
Weitere Informationen:
http://www.energieland.nrw.de/

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