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Power für den Werkzeug- und Formenbau

11.09.2003


EMO Mailand, 21. – 28. 10. 2003; Stand B05/A08, Halle 14



Auf der EMO 2003 zeigt Siemens Automation and Drives (A&D) für den Werkzeug- und Formenbau Innovationen im Bereich der Steuerungs- und Antriebstechnik. Neu ist unter anderem der High-Speed-Setting-Zyklus, um das Steuerungsverhalten zu optimieren, oder APC (Advanced Position Control) zur Bedämpfung möglicher Maschineneigenfrequenzen. Die Spline-Kompressor-Technologie und die Doppel-Spline-Interpolations-Dynamik bieten harmonische Geschwindigkeitsprofile für verbesserte Oberflächenqualitäten am Werkstück.

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Im High-Speed-Setting-Zyklus stehen dem Facharbeiter vorkonfigurierte Masken für die Bearbeitungstechnologien Schruppen, Schlichten oder Vorschlichten zur Verfügung. Um dabei hochwertige Ergebnisse zu erreichen, werden im Hintergrund Steuerungsfunktionen wie beispielsweise Spline-Kompressor, Advanced Look Ahead oder Ruck-Steuerung entsprechend beeinflusst. Der Facharbeiter stellt nur noch die Bearbeitungstechnologie und die Sehnentoleranz des vorgeschalteten CAM-Systems ein. Der High-Speed-Setting-Zyklus kann auch über die CAD-CAM-CNC-Verfahrenskette angesprochen werden. Dabei werden spezifische Motion-Control-Features der Sinumerik 840D vom CAM-System gemäß der gewählten Technologie aktiviert, das Steuerungsverhalten wird in Abhängigkeit von der Rechengenauigkeit adaptiert.

Ein weiteres Highlight für den Werkzeug- und Formenbauer ist APC, die „Advanced Position Control“ für die Sinumerik 840D. Dieses neue Regelungsverfahren bietet über die Erfassung interner Maschinenzustände eine verbesserte Maschinen-Dynamik. Dabei sind an der Maschine hohe Ruck- und Kv-Werte (Verstärkungsfaktor) einstellbar, die die Bearbeitungszeit um bis zu 25 Prozent reduzieren und die Oberflächenqualität verbessern.

Mit der Spline-Kompressor-Technologie für die Sinumerik 840D werden herkömmliche, auf Linearsätzen basierende CNC-Programme in Echtzeit zu B-Splines konvertiert. B-Splines bewirken mit ihrer Krümmungsstetigkeit harmonische Beschleunigungsprofile, verbessern am Werkstück die Oberflächenqualität und bieten höhere Verfahrgeschwindigkeiten. Bei einer kinematik-unabhängigen Programmierung von Fünf-Achs-Maschinen werden mit dem neuen COMP-CAD jetzt die definierten Werkzeug-Orientierungs-Vektoren versplint. Bei der Fünf-Achs-Bearbeitung wird damit eine harmonische Orientierungsänderung entlang der Werkstückoberfläche sichergestellt.

Außerdem auf der Messe zu sehen ist die so genannte Doppel-Spline-Interpolation der Sinumerik 840D. Dabei werden über zwei separate Spline-Kurven die Werkzeug-Position und der Verlauf definiert. Diese Spline-Kurven zeichnen sich durch ihren krümmungsstetigen Verlauf aus, dies lässt eine höhere Bahngeschwindigkeiten zu und mögliche Anregungen von Maschineneigenfrequenzen werden vermieden. Dieses besondere Datenformat wird bereits von Catia V5 unterstützt. Ebenfalls neu für die Sinumerik 840D ist der CAM-Post CNC-Prozessor. Dieser Post-Prozessor konvertiert die unterschiedlichsten CAM-Ausgangsformate in 840D CNC Code.

| Siemens
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/motioncontrol

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