Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierte Akustik im automobilen Innenraum

21.08.2003


Lautsprecher im Auto müssen in Zukunft nicht mehr zwingend in den Türen untergebracht werden. Möglich macht das die neue Flachlautsprecher-Technologie von Johnson Controls, einem der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung.



Audio-Spezialisten von Johnson Controls und Philips Sound Solutions haben verschiedene Integrationslösungen entwickelt. Basis ist ein Patent von NXT. Das neue System ermöglicht den Verzicht auf die herkömmlichen Lautsprecher im Auto. Es bietet den Automobilherstellern mehr Freiheiten bei der Gestaltung und dem Design zukünftiger Innenräume bei gleichzeitiger Gewichtsersparnis. Der Konsument profitiert von einer besseren Akustik und zusätzlichem Stauraum im Fahrzeug. Johnson Controls präsentiert den neuen Flachlautsprecher erstmals vom 9. bis 21. September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt.



Neue Technologie ermöglicht unsichtbare Integration

Die Flachlautsprecher werden an verschiedenen Positionen unsichtbar in den Innenraum integriert. Hierfür verwendet Johnson Controls extrem kleine Flachlautsprecher, die mit Hilfe einer speziellen Technik beispielsweise in die Trägermaterialien der Türen integriert werden. Die Trägermaterialien selbst werden als Membran genutzt, um den Sound in den automobilen Innenraum zu transportieren - das macht die Lautsprechermembran überflüssig. Dadurch kann Gewicht eingespart, Stauraum gewonnen und die Gesamtakustik im Fahrzeuginnenraum deutlich verbessert werden. Die Tür hat dank der Flachlautsprecher- Integration keine Öffnungen mehr, durch die Fahrgeräusche in den Innenraum gelangen können. Dies optimiert die Akustik-Performance des Innenraums zusätzlich.

Geringeres Gewicht und mehr Designfreiheit

Weil der Schallanreger herkömmliche Lautsprecher überflüssig macht, bietet er weitaus mehr Designfreiheit. "Der Platz, den bislang die Lautsprecher im Türbereich ausfüllten, kann beispielsweise künftig als Stauraum für CD-Fächer, den Erste-Hilfe-Koffer oder Abfallbehälter sowie zur Integration elektronischer Produkte genutzt werden. Außerdem sparen wir so ein bis zwei Kilo Gewicht", erläutert Olimpia Migliore, Product Manager Acoustics & Audio bei Johnson Controls.

Die Audio-Ingenieure von Johnson Controls und Philips Sound Solutions testeten verschiedene Träger- und Oberflächen-materialien sowie Einbau-Positionen. Fazit: Die Flachlaut-sprecher können bei fast allen gängigen Materialien ohne Qualitätsverlust eingesetzt werden. Dies setzt jedoch voraus, dass das Unternehmen frühzeitig in den Entwicklungsprozess eines neuen Fahrzeugmodells einbezogen wird. Nur so lässt sich die Flachlautsprecher-Technologie optimal in den Innenraum integrieren. Die geringe Größe der Schallanreger bietet einen entscheidenden Package-Vorteil. Die Flachlautsprecher lassen sich nicht nur in die Türen integrieren, sondern auch in bisher kaum genutzte Bereiche des automobilen Innenraums - etwa den Dachhimmel, die Instrumententafel oder auch die Säulenverkleidungen. Dies steigert zudem die Wahrnehmung eines Surrounding-Sounds.

Drei Viertel aller Probanden von Flachlautsprechern überzeugt

Eine kürzlich von Johnson Controls durchgeführte Konsumentenstudie spiegelt eine sehr hohe Akzeptanz der neuen Technologie wider: 75 Prozent der befragten Teilnehmer äußerten, sie würden das System kaufen. Die Probanden hoben besonders die sehr gute Tonqualität und die neuen Designmöglichkeiten, die sich durch die Flachlautsprecher ergeben, hervor. Da der Lautsprechergrill bei dem System wegfalle, sei die Oberfläche leichter zu pflegen, meinten einige. Daneben schütze die neue Technologie auch vor Diebstahl: Schließlich lässt sich der Wert der Audio-Anlage im Fahrzeug nicht mehr durch einen Blick auf die Lautsprecher ermitteln.

Akustik-Vergleich auf der IAA

Besucher der IAA haben die Möglichkeit, den Sound der Flachlautsprecher mit dem der bisher üblichen Lautsprecher zu vergleichen: Auf dem Stand B 16 in Halle 5.1 präsentiert Johnson Controls ein Fahrzeug aus dem Segment der unteren Mittelklasse, das über beide Technologien verfügt. Die Gäste können von einem Sound- System zum anderen schalten und sich so vom Klang der Flachlautsprecher überzeugen. Die neue Technologie ist ab 2007 für Serienfahrzeuge verfügbar.

Johnson Controls, Inc., ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung sowie in den Bereichen technische Gebäudeausrüstung und Gebäudemanagement. In der Automobilindustrie ist das Unternehmen einer der bedeutendsten Lieferanten von Autositz- und Innenraumsystemen sowie Autobatterien. Für gewerbliche und öffentliche Gebäude ist Johnson Controls einer der führenden Anbieter von Komponenten und Systemen der Gebäudeautomation sowie Energiemanagement- und Gebäudemanagementdienstleistungen. Johnson Controls (New York Stock Exchange: JCI) wurde 1885 gegründet und hat seinen Firmensitz in Milwaukee, Wisconsin. Die europäische Zentrale befindet sich in Burscheid, Deutschland. Im Fiskaljahr 2002 belief sich der weltweite Umsatz des Unternehmens auf 20,1 Milliarden US-Dollar, von denen allein 15 Milliarden US-Dollar auf die Automotive Systems Group entfielen. Im aktuellen Ranking des Wirtschaftsmagazins "Industry Week" wird Johnson Controls zum fünften Mal in Folge als eines der 100 bestgeführten Unternehmen weltweit aufgeführt.

Weitere Informationen erteilt:

Astrid Schafmeister
Johnson Controls GmbH, Automotive Group
Industriestraße 20-30, 51399 Burscheid
Tel.: +49 2174 65-3189, Fax: -3219
Email: astrid.schafmeister@jci.com

Astrid Schafmeister | Johnson Controls GmbH
Weitere Informationen:
http://www.jci.com

Weitere Berichte zu: Flachlautsprecher Innenraum Stauraum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht »Lasertechnik Live« auf dem International Laser Technology Congress AKL’18 in Aachen
23.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Empa zeigt «Tankstelle der Zukunft»
23.02.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics