Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei Neuentwicklungen durchdringen die Mikrowelt

07.05.2003


Drei Neuentwicklungen durchdringen die Mikrowelt

Forscher des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und des Fraunhofer-Institutes für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) stellen vom 13. bis 15. Mai 2003 auf der "Sensor 2003" in Nürnberg (Messezentrum, Halle 7, Stand 652 sowie Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft", Stand 345/446) drei Sensorsysteme vor: ein Miniatur- Infrarotspektrometer zur Messung von Molekülspektren von Feststoffen bis hin zu Flüssigkeiten, ein Scannersystem mit ablenkbarem Mikrospiegel sowie einen Vibrationssensor, der unerwünschte Schwingungen zum Beispiel an Maschinen aufspürt. Laut Auskunft der Veranstalter werden auf der Messe etwa 15.000 Fachbesucher erwartet.

Portables Miniatur-Infrarotspektrometer für vielseitige Messungen

Das portable Infrarot-Spektrometer dient der Diagnose und Charakterisierung etwa von Feststoffen, Dünnfilmen, Pasten und Flüssigkeiten mittels nicht invasiver und schneller Messung von Molekülspektren. Auch Online- Messungen sind möglich. Dieses kostengünstige Spektrometer arbeitet nach dem Prinzip so genannter dispersiver Gitterspektrometer. Die Hauptkomponente des Instruments bildet ein Mikrospiegel, durch den eine spezifische Wellenlängen-Projizierung des analysierten Lichts auf den Ausgangsspalt realisiert wird.

Mikrospiegel für Scan-Applikationen

In Nürnberg vorgestellt wird auch ein aus einem Mikrospiegel bestehender Scanner, der Muster einlesen kann (z. B. Barcode-Streifen), die dann auf einem Bildschirm angezeigt werden können. Angewendet wird der Scanner beispielsweise in der Qualitätsprüfung sowie für die Erkennung von Hindernissen und Partikeln. Denkbar sind solche Ablenksysteme auch für optische Messungen, optische Datenübertragungen oder für das Laser- Fernsehen, das ohne Bildschirm auskommt und die Fernsehbilder stark vergrößert an die Wand projiziert. Die dafür in Chemnitz entwickelten winzigen Mikrospiegel sind an zwei Stellen beweglich gelagert und können durch das Anlegen einer Spannung ausgelenkt werden. Mit Hilfe verschiedener Spiegeldesigns können auch unterschiedliche Parameter erreicht werden. Auf spezielle Kundenanforderungen kann so relativ einfach reagiert werden. Im Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz wurden in den vergangenen Monaten die Oberflächenrauheit, die Ebenheit und die Reflektionsfähigkeit der als Prototypen gefertigten Spiegelelemente stark verbessert.

Vibrationssensor, der unerwünschte Schwingungen aufspürt

Wenn Maschinen, Motoren oder Pumpen unerwartet anfangen zu schwingen, ist meist eine Unwucht oder ein kleiner Riss in einem Bauteil die Ursache. Um diese unerwünschten Schwingungen frühzeitig zu erkennen, wurde ein neuartiger Vibrationssensor entwickelt. Der zweidimensionale, frequenzselektive Sensor wurde mittels einer Silizium-Ätztechnologie - dem trockenen reaktiven Ionenätzen - hergestellt. Wenn bei unerwünschten Schwingungen die kammähnlichen winzigen Strukturen des Sensors beim Ineinandergreifen vorgegebene Grenzwerte überschreiten, wird ein "Warnsignal" erzeugt. Eine spezielle Elektronik ermöglicht die Auswertung und Verstärkung dieser Signale und ist hybrid integriert in einem kleinen Metallgehäuse. Das komplette System ist mit Montageadapter nur 3 mal 3 mal 3 Zentimeter groß und kann einfach an die zu beobachtenden Geräte montiert werden.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Mikrospiegel Mikrotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE