Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Arbeitsschutz Aktuell 2014 in Frankfurt: Arbeitsschutz und Assistenzsysteme am BAuA-Stand

22.08.2014

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt auf der Messe „Arbeitsschutz Aktuell“ in Frankfurt Einblicke in künftige Arbeitswelten.

Wenn sich am 25. August die Pforten der großen Arbeitsschutzmesse öffnen, setzen Assistenztechnologien für die Arbeit von Morgen einen Schwerpunkt am Stand der BAuA 30C04 in Halle 3. Bis zum 28. August informieren die Experten der BAuA die Messebesucher am 150 Quadratmeter großen Stand an vier Themeninseln über neue Forschungsergebnisse und Handlungshilfen insbesondere zum Umgang mit Gefahrstoffen.

Da zeitgleich der „XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ in Frankfurt stattfindet, gibt es viele Informationen auch in englischer Sprache. Zudem verlost die BAuA an jedem Messetag drei Fachbücher „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“.

Ambient Intelligence (AmI) gewinnt vor dem Hintergrund der Entwicklung Industrie 4.0 immer mehr an Bedeutung. Hinter diesem Begriff stehen intelligente Arbeitsassistenzsysteme, die Beschäftigte situationsbezogen und individuell unterstützen.

Die sich immer rasanter entwickelnden Technologien, zu denen übrigens auch Datenbrillen (Head Mounted Displays) gehören, bieten enorme Chancen, Arbeitsplätze und -vorgänge an den Menschen anzupassen. Zugleich werfen sie zahlreiche Fragen bezüglich entstehender Belastungen und möglicher gesundheitlicher Auswirkungen auf.

Die Bundesanstalt forscht intensiv, um die Rahmenbedingungen für den sicheren Einsatz solcher Systeme zu ermitteln. Einen Überblick verschafft die Themeninsel „Ambient Intelligence“ am BAuA-Stand. Darüber hinaus geht eine zweite Themeninsel vertiefend auf das Thema Datenbrillen ein, die durch „Google-Glass“ auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden sind. Ein Forschungsprojekt der BAuA befasste sich mit den Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes von Datenbrillen verschiedener Hersteller.

Die Ergebnisse werden am BAuA-Stand präsentiert und können mit den Experten diskutiert werden.
http://www.baua.de/ami

Eine weitere Themeninsel stellt das „Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe“ (EMKG) vor. 2010 von der BAuA herausgegeben und im Jahre 2012 aktualisiert, werden hier konkrete Handlungsanleitungen zur Gefährdungsbeurteilung gegeben. Sicherheitsfachkräfte und andere fachkundige Personen können so Gefährdungen durch Einatmen, Hautkontakt oder physikalisch-chemische Explosionen einfach beurteilen und Maßnahmen einleiten. Das EMKG berücksichtigt die Gefahrstoffverordnung sowie die technischen Regeln für Gefahrstoffe und wird bei Änderungen zeitnah aktualisiert. Um die Benutzerfreundlichkeit weiter zu erhöhen, hat die BAuA neben einer Software für den Betriebsrechner und einer App für Smartphones auch noch das EMKGkompakt, – bestehend aus der Taschenscheibe, mit der sich Gefährdungen durch Einatmen abschätzen lassen, und der Taschenkarte, die bei Gefährdungen durch Hautkontakt eingesetzt werden kann – im Programm. Erstmals gibt es die Taschenkarte auch in englischer Sprache. Ein englisches Poster zum EMKG macht dieses BAuA-Produkt auch dem internationalen Publikum des Weltkongresses zugänglich.
http://www.baua.de/emkg

An der Themeninsel „REACH und Arbeitsschutz" erklären BAuA-Experten wichtige Veränderungen zum Sicherheitsdatenblatt. Seit über sechs Jahren bekommt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) durch die Registrierungen nach der REACH-Verordnung umfangreiche Daten zu chemischen Stoffen. Sie stehen in den neuen, öffentlichen Datenbanken der ECHA bereit und fließen in die Sicherheitsdatenblätter ein. Die BAuA erklärt notwendige Änderungen und Ergänzungen in Sicherheitsdatenblättern und zeigt, wie man diese Informationen im Betrieb für den Arbeitsschutz nutzen kann. Diese Handlungshilfe liegt jetzt auch in englischer Sprache vor. Darüber hinaus informieren die Experten der BAuA über Entwicklungen im europäischen Chemikalienrecht und beantworten Fragen der Messebesucher zu REACH, CLP oder zur Biozid-Verordnung.
http://www.baua.de/reach
http://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de

Vortragsprogramm
Auf der Bühne des BAuA-Stands laufen täglich Vorträge zu ausgewählten Themen. Die jeweils 30-minütigen Vorträge beginnen um 11.30 Uhr mit dem Thema „Assistenztechnologien von morgen“. Um 13.30 Uhr folgt ein Vortrag mit dem Titel „Das EMKG – Gefährdungsbeurteilung mit System“. Der Vortrag „Datenbrillen in der Arbeitswelt“ schließt das Programm um 15.30 Uhr ab.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 650 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
http://www.baua.de

Jörg Feldmann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise