Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welt-Neuheit InnoTrans: AeroLiner3000 - Vom Weltall auf die Schiene

06.09.2016

Die Zukunft des Zugfahrens

Ein Zug, der so aussieht als ob die Zukunft schon begonnen hat: Mit Aerodynamik, Eleganz und Effizienz soll der AeroLiner3000 in einigen Jahren die Fahrgäste in Großbritannien begeistern. Fundiertes Know-how und Design aus München spielen bei der Entwicklung eine entscheidende Rolle: Das Architektur- und Designbüro Andreas Vogler Studio hat den doppelstöckigen Hochgeschwindigkeitszug in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.(DLR) entworfen.


AeroLiner3000


Interior Design

Zukunftsweisende Gestaltung, innovative Leichtbauweise, interaktive Kontroll-systeme und revolutionäres Ingenieursdenken sorgen beim AeroLiner3000 für eine einzigartige Kombination. Auf der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik „InnoTrans 2016“ in Berlin wird erstmalig ein neun Meter langes Mock-up des Zuges vom 20. bis 23. September zu sehen sein.

Aerospace Thinking als Leitidee

„In der Luftfahrt hat Leichtbau oberste Priorität“ sagt der in München lebende Schweizer Architekt Andreas Vogler. „Mit dem AeroLiner3000 zeigen wir, dass die Leichtbauweise auch in der Welt der Schienenfahr-zeuge einen Wandel anstoßen kann.“ Die ingenieur- und designtechnischen Methoden der Luftfahrt wurden auf die Konzeption und das Design des neuen Zuges übertragen.

Mit beeindruckenden Vorteilen: Mehr Sitzplätze, weniger Gewicht, gesteigerte Effizienz. Die Betriebs- und Unterhaltskosten werden erheblich reduziert, ebenso die CO2-Emissionen. Ein bewusst erzielter Effekt, denn schon die wichtigsten Vorgaben des Projektes orientierten sich an den englischen 4Cs: „Costs“, „Capacity“, „Carbon“ und „Comfort“.

Das Andreas Vogler Studio arbeitet seit Jahren erfolgreich mit Architekten und Industrie-Designern aus dem Luft- und Raumfahrt-Bereich. Beim AeroLiner3000 hat sich der Visionär Andreas Vogler zusätzlich mit dem DLR zusammengeschlossen, um die Erkenntnisse aus dessen Projekt „Next Generation Train“ zu nutzen. So entstand eine gelungene Verknüpfung von Kompetenzen.

Radikal neu gedacht - Zwei Stockwerke trotz enger Vorgaben

Der AeroLiner3000 ist doppelstöckig ausgelegt – eine Premiere in Großbritannien, wo die sehr kleinen Lichtraumprofile (70 Zentimeter niedriger als in Kontinentaleuropa) dies bis jetzt unmöglich erschienen ließen. Die neuartige Leichtbau-Konstruktion des Wagenkastens gilt als die große technische Innovation. Denn die Innenräume der Züge lassen sich nun flexibler gestalten, bis zu 30 Prozent mehr Sitzplätze sind realisierbar. Der chronischen Überlastung des britischen Bahnsystems kann auf diese Weise erfolgreich entgegengewirkt werden. Und dies ohne eine milliardenschwere Erneuerung der Infrastruktur. Die charakteristische Wabenstruktur des Wagenkastens basiert auf durchgehend gebogenen Stahlrohren mit gleichbleibendem Durchmesser, die mit Laserschweißung zusammengefügt werden. Dadurch entsteht eine extrem leichte Konstruktion, die durch großzügige Fensterflächen und schlanke diagonale Rahmen auch visuell auffällt. Das Gesamtgewicht liegt etwa 20 Prozent unter jenem konventioneller Wagenkästen.

Interior Design: Reisen wie in einem Business Jet

Mit eleganten Formen, dezenten Farben und edlen Materialien erzeugt das Wageninnere des AeroLiner3000 ein nobles Reiseambiente. Angelehnt an hochwertiges Airline-Design, hat das Team des Andreas Vogler Studio Komfort auf kleinstem Raum geschaffen, ohne die wichtigsten Aspekte von Architektur zu vernachlässigen: das Gefühl für Licht und Raum. So entsteht eine Atmosphäre, die dem Reisen in einem Business Jet sehr ähnelt. Leichtigkeit und ein eleganter Look dominieren trotz der notwendigen Strapazierfähigkeit der Oberflächenmaterialien. Die Leder-Stoff Kombination wird in der Premium- und Standard Class verwendet. “Das elegante Reisen in viktorianischer Zeit wurde später immer mehr dem reinen Funktionalismus und der Widerstandsfähigkeit der Züge gegen Vandalismus geopfert“ sagt Andreas Vogler. „Der AeroLiner3000 zeigt allerdings, dass Fahrgäste auch in Zügen nicht auf geschmackvolle, wertige Innenraumgestaltung verzichten müssen.“

Komfort, den jeder Fahrgast spürt

Bei der Konzeption des AeroLiner3000 war ein hoher Fahrgastkomfort eines der wichtigsten Ziele. Das Raum- und Fahrerlebnis soll nicht nur hohen technischen und praktischen Ansprüchen genügen, sondern vor allem die menschliche Perspektive berücksichtigen. „Wir haben einen psychologischen und physiologischen Komfort entwickelt“, so beschreibt Andreas Vogler diesen komplexen Ansatz. Konkret umgesetzt bedeutet dies: Einen angemessenen Sitzabstand von 830 Millimeter, einen geringen Geräuschpegel, eine interaktive, Smartphone-basierte Fahrgastinformation, sowie eine verbesserte Klimatisierung. Das Luftventilationssystem wurde von modernen Flugzeugen übernommen. Auch das Beleuchtungskonzept setzt Maßstäbe in Bezug auf die Bedürfnisse der Fahrgäste. Im AeroLiner3000, dem temporären Zuhause oder Büro der Reisenden, erleichtern organische LEDs (OLED) die Lektüre von Geschäftsunterlagen oder Magazinen und den Blick auf Laptops: das Licht ist blendfrei, dimmbar und komfortabel. Eine weitere Innovation: Die Fensterflächen können automatisch abgedunkeltwerden, je nach Sonnenstand, Tageslicht oder vor der Einfahrt in einen Tunnel.

Charakteristische Aerodynamik

Ein modernes Symbol für Tempo, Technik und Temperament: Der aerodynamische Kopf des AeroLiner3000 hat ausgeprägte Strömungsflügel, die die Seitenwindeinflüsse stabilisieren sollen. Die Gestaltung berücksichtigt die Aerodynamik auf vielfältige Weise, vor allem durch die super-elliptische Schalenober-fläche zwischen der Nase und dem Dach der Endwagen. Aufgrund der vollständig verkleideten Radsätze und Wagenübergänge sowie durch einen glatten Unterboden entsteht zusätzlich ein positiver Umwelt-effekt: der Luft-widerstand und die Geräuschemissionen werden deutlich reduziert. Charakteristisch für die Außenwirkung sind ebenso die großen Fensterflächen mit diagonal verlaufenden Fensterholmen, eine an Waben angelehnte Struktur, die weite Ausblicke und einen offenen Gesamteindruck schafft. Die neue Zuggeneration AeroLiner3000, die aus maximal zwei Halbzügen besteht, soll bis zu 400 Stundenkilometer schnell sein und in jeder 200 Meter langen Zugeinheit 620 bis 700 Fahrgästen Platz bieten, mehr als im doppelstöckigen TGV. Ein Halbzug besteht aus zwei Endwagen, acht Mittelwagen und einem einstöckigen Multifunktionswagen mit beispielsweise Restaurant oder Fahrradabteil. Jeder Wagen hat einen eigenen Antrieb, was die Zugbildung erheblich flexibler macht. Die Züge untereinander sind virtuell gekoppelt, sie können also auch während der Fahrt getrennt oder verbunden werden, und unterschiedliche Ziele anfahren. Die Folge: eine große Zeitersparnis.

Ein Zug für die Zukunft – der Wettbewerb „Tomorrow’s Train Design Today“

Das britische Bahnsystem steht vor einem Innovationssprung. Eine neue Infrastruktur und die Modernisier-ung sowie der Austausch zahlreicher alter Personenfernzüge sind bereits beschlossen. Bis jetzt gibt es in Großbritannien nur eine Schnellfahrstrecke zwischen London und dem Eurotunnel nach Paris – weitere Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind jedoch geplant. Um neue Bahnperspektiven auszuloten, initiierten das Britische Verkehrsministerium und der Eisenbahnverband RSSB einen hochkarätigen Wettbewerb für innovative Bahnprojekte: „Tomorrow’s Train Design Today“. Andreas Vogler Studio München zählt mit seinem Konzept für den AeroLiner3000 zu den drei Finalisten.

Welt-Premiere in Berlin

Um der Schienenfahrzeug-Branche ein Gefühl für das Innendesign des AeroLiner3000 zu geben, wird im September 2016 erstmals ein neun Meter langes 1:1-Modell zu begehen sein. Anlass ist die InnoTrans in Berlin, die Internationale Messe für Schienenverkehr vom 20. bis 23. September, am Stand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Halle 2.2, Stand 405.

Andreas Vogler Studio

Das Münchener Architektur- und Designbüro AV Studio des Schweizer Architekten Andreas Vogler arbeitet an internationalen Projekten für die Gesellschaft von heute und die Welt von morgen. Mit erfahrenen Partnern und einem interdisziplinären Team. Im Spannungsfeld der Kernkompetenzen Architektur, Kunst, Design sowie Luft- und Raumfahrt lotet AV Studio das Potenzial der Zukunft aus. Mehr über das Andreas Vogler Studio und die Projekte: www.andreasvogler.com

Andreas Vogler Studio

Pressekontakt

Manuela Rhode Communications

E-Mail: manuela.rhode@andreasvogler.com

Tel: +49 171 3002192

Hochenstaufenstrasse 10, 80801 München

Web: www.andreasvogler.com

Manuela Rhode | Andreas Vogler Studio

Weitere Berichte zu: Aerodynamik DLR InnoTrans Innovation Luft- und Raumfahrt Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Rittal auf der Messe "Meer Kontakte": IT sicher und platzsparend an Bord
08.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte