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Siemens-Analysegerät: Tausendsassa fürs Labor

30.01.2009
Siemens hat ein Laborsystem für diagnostische Tests entwickelt, das mehrere Analysemethoden vereint und dadurch die Arbeitsabläufe enorm beschleunigt.

Damit lassen sich in einer Stunde 200 Proben analysieren und 1.500 medizinische Werte aussagekräftig bestimmen. Das Kombisystem Dimension Vista kann somit nahezu sämtliche Laboruntersuchungen in einem Krankenhaus ausführen.


In medizinischen Labors kommt es vor allem auf eines an – das Tempo. Zu Stoßzeiten landen mitunter stündlich mehrere hundert Blut- oder Urinproben in den Labors der großen Krankenhäuser. Pro Probe werden dabei durchschnittlich zehn Werte ermittelt, die auf Erkrankungen verschiedenster Art hinweisen. In der Regel stehen dafür in den medizinischen Labors verschiedene Apparate, die jeweils nur einige wenige Parameter analysieren.

Das von Siemens Healthcare Diagnostics entwickelte Kombisystem Dimension Vista, das vier Laboranalysetechniken in sich vereint, kann dagegen 97 Prozent aller im Routine- und Notfallbetrieb eines Krankenhauses anfallenden Laboruntersuchungen durchführen und dabei derzeit rund 105 verschiedene Parameter simultan abarbeiten.

Dass die Maschine so schnell ist, liegt vor allem an der Integration von vier verschiedenen, parallel arbeitenden Analyseverfahren, die in ihrer Kombination bisher unerreicht und auch einzeln zum Teil konkurrenzlos sind. In ihr verbirgt sich eine ausgeklügelte Mechanik und eine Art miniaturisierte Abfüllanlage für Proben und Reagenzien. So weist beispielsweise die so genannte LOCI-Technik durch Ankoppeln von Antikörpern im menschlichen Körper bestimmte Moleküle nach, die etwa auf Blutarmut oder Schilddrüsenerkrankungen hinweisen.

Das optische Analyseverfahren Nephelometer zeigt Plasmaproteine auf, aus denen der Arzt auf den Gesundheitszustand des Patienten schließen kann, da sich die Konzentration solcher charakteristischen Proteine im Körper bei bestimmten Erkrankungen verändert. Zusätzlich erfasst ein Photometer bestimmte Substanzen durch charakteristische Lichtabsorption, während das vierte, V-Lyte genannte Modul die Elektrolyte Natrium, Kalium und Chlorid misst.

Das Analysegerät, das Überprüfungen und Qualitätskontrollen am eigenen System vollautomatisch durchführt, kann zudem noch an eine zweite Systemeinheit gekoppelt werden. Damit stehen dem Laboranten über 3000 Bestimmungen pro Stunde zur Verfügung. (IN 2009.01.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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