Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochmoderne Herz-Lungen-Maschine erstmals im Routineeinsatz

03.02.2010
Herzzentrum am Universitätsklinikum Jena nimmt als erstes Zentrum neues Geräte-Modell in Betrieb

Am Herzzentrum des Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist jetzt eine hochmoderne Herz-Lungen-Maschine im Einsatz. "Damit sind wir weltweit das erste Zentrum, das dieses Gerät der nächsten Generation nach erfolgreichen Testläufen routinemäßig einsetzen kann", erklärt dazu Prof. Dr. Khosro Hekmat, kommissarischer Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am UKJ.

Die computergestützte Herz-Lungen-Maschine ist kompakter, leiser und leichter zu bedienen. Zudem ermöglicht das weiterentwickelte Modell eine bessere Überwachung des Patienten und damit eine noch größere Sicherheit während der Eingriffe. "Durch eine Verkürzung der Schlauchsysteme werden die Operationen für die Patienten auch weniger belastend", erläutert Mirko Kaluza, leitender Kardiotechniker am UKJ, die weiteren Vorteile.

Herz-Lungen-Maschinen übernehmen beispielsweise während Transplantationen oder Herzoperationen die Funktion des Herzens und der Lunge. In dieser Zeit fließt das gesamte Blut des Patienten in der sogenannten extrakorporalen Zirkulation über Schläuche durch die Maschine, wo durch einen Oxygenerator Kohlendioxid entzogen und Sauerstoff eingespeist wird.

Das jetzt am UKJ eingesetzte Gerät ist ein Folgemodell eines von Jenaer Herzchirurgen und Kardiotechnikern vor vier Jahren mitentwickelten Prototyps.

Das neue Modell ist bereits regelmäßig im OP im Einsatz. "Wir setzen es praktisch jeden Tag ein", so Kaluza. Insgesamt werden monatlich am Herzzentrum des UKJ bis zu 100 Eingriffe mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. "Obwohl minimal-chirurgische Operationsverfahren auch in der Herz- und Thoraxchirurgie heute eine große Rolle spielen, ist die Herz-Lungen-Maschine nach wie vor ein wichtiges Hilfsmittel, ohne deren Einsatz wir vielen Patienten nicht helfen könnten", betont Prof. Hekmat.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Khosro Hekmat
Komm. Direktor Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 9322901
E-Mail: Khosro.Hekmat[at]med.uni-jena.de
Mirko Kaluza
Leiter Kardiotechnik, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 9322938
E-Mail: Mirko.Kaluza[at]med.uni-jena.de

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Ein Quantensprung in der Herzdiagnostik
22.09.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

nachricht Bypass – Lebensbrücke für das Herz; keine Angst vor der Herz-Operation
21.09.2017 | Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops