Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das „vaskuläre Alter“ bestimmen

03.09.2007
Siemens stellt Ultraschallanwendung zur Beurteilung von Risiko für Herzerkrankung vor

Siemens Medical Solutions hat sein Portfolio an Ultraschallanwendungen erweitert: Die Software syngo Arterial Health-Paket (AHP) berechnet das kardiovaskuläre Risiko, indem es die Innenschichtdicke der Halsschlagader misst und das so genannte vaskuläre Alter – das relative Alter der Gefäße – bestimmt. Zusammen mit anderen Faktoren, wie Cholesterinwerte und Blutdruck, kann der Arzt die Ergebnisse von syngo AHP nutzen, um das Herzinfarkt- oder Schlagfallrisiko eines Patienten besser einzuschätzen und einen individuellen Vorsorge- und Behandlungsplan zu erstellen.

Auf dem ESC 2007, dem Kongress der European Society of Cardiology in Wien vom 1. bis 5. September 2007, wird Siemens Medical Solutions syngo AHP zum ersten Mal in Europa vorstellen. Mit syngo Arterial Health-Paket (AHP) lässt sich das vaskuläre Alter, das heißt der Fortschritt der arteriellen Gefäßsteifigkeit abschätzen und für den Patienten visuell darstellen. Das Wissen um das vaskuläre Alter hilft dem Arzt, das persönliche Risiko eines Patienten, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, zu prognostizieren und einen Präventions- und Therapieplan zu entwerfen. Zur Diagnose stellt die neue Ultraschall- Applikation Werkzeuge bereit, mit denen sich die Dicke der Intima-Media der Karotis – die innerste Schicht der Gefäßwand der Halsschlagader – messen lässt.

Eine Verbreiterung der Intima-Media wird als Hinweis auf eine drohende oder schon bestehende Arteriosklerose betrachtet. Zusätzlich berücksichtigt syngo AHP die "Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC)"-Datenbank, um den Risikoindex aus der Framingham-Herz-Studie mit Hilfe des relativen Gefäßalters anstelle des chronologischen Alters des Patienten zu bestimmen. Bisher ziehen Kardiologen vor allem die Framingham-Risikofaktoren zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos heran. Die Kombination von vaskulärem Alter, Framingham-Faktoren und ARIC-Daten ergibt bei bis zu 60 Prozent der Patienten eine genauere Prognose hinsichtlich des Herzinfarktoder Schlagfallrisikos.

Syngo AHP läuft auf den Ultraschallsystemen Acuson Sequoia C512, Antares, X500 und X300 sowie CV 70 von Siemens und ist seit kurzem auch offline für den syngo Ultrasound Workplace erhältlich. Klaus Hambuechen, Leiter des Geschäftsgebiets Ultraschall bei Siemens Medical Solutions, erläuterte noch einen ganz speziellen Vorteil der neuen Ultraschallanwendung von Siemens: „Syngo AHP ist ein visuelles Werkzeug für den Arzt, mit dem er dem Patienten den Zustand seiner Blutgefäße anschaulich zeigen und erklären kann.

Wie uns Anwender aus den USA berichten, erweist sich das als sehr wirkungsvoll, vor allem dann, wenn der Patient davon überzeugt werden muss, seine Lebensführung zu ändern.” Mit syngo AHP rundet Siemens sein Portfolio für innovative Werkzeuge zur kardiovaskulären Risikobewertung ab. Weitere Applikationen aus diesem medizinischen Fachgebiet sind auf dem ESC 2007 zu sehen: syngo Auto Ejection Fraction und syngo Velocity Vector Imaging (VVI). In Kombination miteinander sorgen diese Ultraschallanwendungen in vielen Akutsituationen für einen automatisierten Workflow, zum Beispiel bei der Herzresynchronisationstherapie und der Beurteilung des akuten Koronarsyndroms.

Hintergrundinformation zum vaskulären Alter

Das „vaskuläre Alter“ steht in enger Verbindung zum „biologischen Alter", das vom Zustand des Gefäßsystems beeinflusst wird. Eine gute Durchblutung versorgt die Organe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen und erhält so ihre Leistungsfähigkeit. Je nach Veranlagung und Risikoprofil eines Menschen führt die Gefäßalterung zu einer unterschiedlich schnellen Ablagerung von Cholesterin an der Gefäßwand. Das Gefäßalter lässt sich unter anderem abschätzen, indem man die Innenschichtdicke der Halsschlagader (Intima media) mit Hilfe von Ultraschall bestimmt. Moderne 3 / 3 Corporate Communications Media Relations 80312 München Informationsnummer: Med US 200709.061 d Pressereferat Medical Solutions Postfach 3260, 91050 Erlangen Tel.: +49-9131 84-3292; Fax: -3047 E-mail: marion.bludszuweit@siemens.com Ultraschallmethoden können damit das vaskuläre Alter sichtbar machen und das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung abschätzen.

Hintergrundinformation: Framingham-Herz-Studie

Die Framingham-Herz-Studie untersucht in regelmäßigen Abständen die Risikofaktoren, die das Auftreten von arteriellen Verschlusskrankheiten im kardiovaskulären Bereich wahrscheinlich machen. Die Studie wird vom National Heart, Lung, and Blood Institute mit Sitz in Bethesda, Maryland, USA, in Kooperation mit der Boston University betreut.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Marion Bludszuweit | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical
http://www.framinghamheartstudy.org

Weitere Berichte zu: AHP Framingham-Herz-Studie Halsschlagader

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken
28.03.2017 | Technische Universität Braunschweig

nachricht Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten
24.03.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE