Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lasertechnik lässt Zellen wachsen

23.01.2007
Compamed 2006 zeigte Visionen und Lösungen der Medizintechnikbranche

"Mikrostrukturierte Implantatoberflächen können Zellen wachsen lassen", sagt Dr. Elke Bremus-Köbberling vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT. Gemeinsam mit Medizinern strukturiert das Institut mittels Lasertechnik zum Beispiel Knochenimplantate.

Neue medizintechnische Verfahren und Produkte waren auch Thema der Medizintechnikzuliefermesse Compamed innerhalb der Medica in Düsseldorf. Vom 15. bis 17. November 2006 präsentierten sich hier 24 Aussteller unter dem Dach des Produktmarktes "Hightech for Medical Devices", der vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisiert wurde.

Wie sich Implantate mittels Lasertechnik so strukturieren lassen, dass Zellen optimal anwachsen, erfuhren die Besucher am Stand des Fraunhofer ILT. Das Institut präsentierte unter anderem ein Verfahren, mit dem Bauteile direkt aus pulverförmigen Serienwerkstoffen hergestellt werden. Nach individuellen Patientendaten entstehen so zukünftig beispielsweise Knochenimplantate, die durch eine definierte Porosität besser anwachsen sollen.

... mehr zu:
»ILT »Lasertechnik

"Mikrostrukturierte Implantatoberflächen sind geeignet, ein geleitetes Zellwachstum hervorzurufen, zum Beispiel auch bei der Nervenregeneration von Rückenmarksverletzungen", sagt Dr. Elke Bremus-Köbberling vom Fraunhofer ILT. Mögliches Ergebnis aktueller Forschungsarbeiten könnte eines Tages sogar sein, Körperfunktionen von Querschnittsgelähmten wieder herzustellen. Derzeit untersucht das ILT gemeinsam mit der US-amerikanischen Brown University, in wieweit sich lasermikrostrukturierte Polymersubstrate gezielt mit Neuronen besiedeln lassen.

Der nächste IVAM-Produktmarkt für Zulieferer der Medizintechnikbranche findet im Rahmen der Compamed vom 14. bis 16. November 2007 statt. Anmeldungen nimmt Katrin Manka (Tel.: +49 231 9742 7081; E-Mail: km@ivam.de) gerne entgegen.

Über IVAM:

IVAM ist eine internationale Interessengemeinschaft von Unternehmen und Instituten aus den Bereichen Mikrotechnik, Nanotechnik und Neue Materialien. Derzeit sind über 200 Unternehmen und Institute aus dreizehn Ländern in Europa, Asien und Nordamerika Mitglied bei IVAM.

Als kommunikative Brücke zwischen Anbietern und Anwendern von mikrotechnischen Produkten und damit verbundenen Dienstleistungen vermarktet IVAM Wettbewerbsvorteile durch Technologiemarketing. Lobbyarbeit für kleine und mittlere Unternehmen, Aus- und Weiterbildungsprojekte und weltweites Networking runden das Tätigkeitsprofil von IVAM ab.

IVAM - Fachverband für Mikrotechnik
Emil-Figge-Straße 76
44227 Dortmund
Telefon: 0231 / 9742-168
E-Mail: info@ivam.de
Interessieren Sie sich für kostenlose Publikationen und Newsletter zu den Themen Mikrotechnik, Nanotechnik und Neue Materialien? Unter http://www.ivam.de > Public Relations können Sie MikroMedia und inno abonnieren; unter http://www.neuematerialien.de > Public Relations die NeMa-News.

Josefine Zucker | idw
Weitere Informationen:
http://www.ivam.de
http://www.neuematerialien.de

Weitere Berichte zu: ILT Lasertechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie