Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller als ein Herzschlag: Das neue Dual-Source-CT

20.01.2006


Bahnbrechende Innovation auf internationalem Radiologiesymposium vorgestellt

In kaum einem Bereich der Medizin vollzieht sich der Fortschritt so rasant wie in der Computertomographie. Immer schnellere Aufnahmen und exzellentere Bildqualität sorgen für eine stetige Verbesserung der Diagnostik. Die neueste Errungenschaft der radiologischen Diagnostik - das Dual-Source-Computer-tomographie-System (DSCT) - stellt einen weiteren Quantensprung in der Medizin dar. Das Verfahren revolutioniert insbesondere die nicht-invasive Herzdiagnostik. Mithilfe zweier parallel rotierender Röntgenstrahler können jetzt auch schnell oder unregelmäßig schlagende Herzen ohne Bewegungsartefakte aufgenommen werden. Zudem arbeitet das auf dem "Internationalen Symposium Mehrschicht CT" diskutierte System nur noch mit der Hälfte der bisher nötigen Strahlung und ist somit wesentlich patientenfreundlicher.

Das Dual-Source-CT setzt neue Maßstäbe in der medizinischen Bildgebung. Durch die erstmalige Integration zweier Röntgenstrahler und Detektoren ist das Gerät deutlich schneller und präziser als jede bisherige CT-Technologie. Mit dem DSCT erhalten nun auch Patienten mit hoher Herzfrequenz und Herzunregelmäßigkeiten eine präzise Diagnose - ohne die bisher übliche Verabreichung von Betablockern. Das System ermöglicht zudem eine bessere Erkennung und Bewertung von Plaques - den Vorboten der koronaren Herzkrankheit. Das Verfahren wird vor allem für die Herz- und Notfallmedizin von großem Nutzen sein.

Im März dieses Jahres wird das Dual-Source-CT zur weltweit erstmaligen klinischen Anwendung am Institut für Klinische Radiologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München installiert. "Wir werden das Dual-Source-CT Mitte März in Betrieb nehmen und versprechen uns vor allem Erfolge bei Herzpatienten", so Institutsdirektor Prof. Dr. Maximilian Reiser. "Mit dem DSCT können wir zudem die Strahlenexposition um ca. 50 Prozent senken", bekräftigt Prof. Reiser die Patientenfreundlichkeit des Systems.

Die Möglichkeiten des DSCT werden auf dem Internationalen Symposium Mehrschicht CT vom 18. bis 21. Januar 2006 in Garmisch-Partenkirchen diskutiert. Das bereits zum vierten Mal von der LMU veranstaltete Symposium bringt jährlich deutsche Radiologen auf den aktuellen Wissensstand. Highlights des diesjährigen wissenschaftlichen Weiterbildungsprogramms bilden die Live-Übertragung einer Vertebroplastie aus dem LMU sowie das umfangreiche Angebot an Strahlenschutzkursen.

Katrin Thormeier
ipse Communication
Tel. 030 288846-14
Fax 030 288846-46
Mail k.thormeier@ipse.de

| idw
Weitere Informationen:
http://www.ct2006.org

Weitere Berichte zu: DSCT Dual-Source-CT LMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken
28.03.2017 | Technische Universität Braunschweig

nachricht Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten
24.03.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE