Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltherztag: Herz-Kreislauf-Risiko erkennen - und länger leben

23.09.2008
Test der Deutschen Herzstiftung hilft bei der Risiko-Einschätzung

Viele Menschen leben gefährlich und ahnen es nicht einmal. Nämlich dann, wenn sie kaum etwas über ihr persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wissen, gleichzeitig aber langsam eine solche Krankheit entwickeln.

Dabei sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall Todesursache Nummer Eins: Jährlich sterben weltweit 17,5 Millionen Menschen daran, das entspricht mehr als einem Todesfall alle zwei Sekunden.

"Viele Betroffene könnten noch leben, wenn sie rechtzeitig und regelmäßig auf eine Überprüfung ihres Herz-Kreislauf-Risikos geachtet hätten", betont Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, anlässlich des diesjährigen Weltherztags am 28. September, der unter dem Motto "Know your risk - Kenne dein Risiko!" steht.

Zu den bedeutendsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen Rauchen, Bluthochdruck (Hypertonie), erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte, Übergewicht und Bewegungsmangel. So leiden weltweit nahezu eine Milliarde, davon in Deutschland rund 20 Millionen Menschen an einer Hypertonie, mit Blutdruckwerten ab 140/90 mm Hg. Erhöhter Blutdruck stellt den Haupt-Risikofaktor für Schlaganfälle dar, ist ein sehr wichtiger Mitverursacher bei jedem zweiten Herzinfarkt und auch für Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und Herzrhythmusstörungen von großer Bedeutung. "Das Tückische ist", so Prof. Gohlke, "dass sowohl Bluthochdruck als auch ein zu hoher Cholesterin- oder Glukosespiegel jahrelang die Blutgefäße schädigen, ohne dass die Betroffenen etwas davon merken. Weil man diese Risikofaktoren nicht spüren kann, muss man sie messen." Deren Kontrolle sollten gerade auch Menschen, die sich gesund fühlen, regelmäßig - zum Beispiel im Rahmen des ab dem 35. Lebensjahr von den Krankenkassen alle zwei Jahre bezahlten Gesundheits-Checks - beim Arzt durchführen lassen.

Um das Bewusstsein für das eigene Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten zu schärfen, hat die Deutsche Herzstiftung den Fragebogen-Selbsttest "Herzinfarkt: Wie gefährdet sind Sie?" entwickelt. Anhand der mit dem Test errechneten Punktzahl lässt sich das persönliche Risikoprofil abschätzen und entscheiden, ob schon bald ein Arztbesuch erfolgen sollte.

In jedem Lebensalter lässt sich eine Menge dafür tun, sein persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig zu beeinflussen. "An erster Stelle steht dabei, nicht zu rauchen", sagt Prof. Gohlke. Sehr wichtig ist es aber ebenso, Übergewicht (vor allem Bauchfett) abzubauen, auf regelmäßige sportliche Bewegung zu achten (am besten vier- bis fünfmal pro Woche mindestens eine halbe Stunde) und sich ausgewogen, mit viel Obst und Gemüse sowie wenig tierischen Fetten und Salz zu ernähren. So kann nur drei Gramm weniger Salzkonsum pro Tag - das entspricht etwa einem halben Teelöffel Salz - die Zahl der durch Bluthochdruck verursachten Todesfälle um 16 bis 22 Prozent (bezogen auf tödliche Herzkranzgefäß-Erkrankungen bzw. Schlaganfälle) vermindern.

Der Risikotest der Deutschen Herzstiftung kann kostenlos angefordert werden bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main, per E-Mail info@herzstiftung.de oder online über www.herzstiftung.de

Über den Weltherztag
Der Weltherztag ist eine Initiative der World Heart Federation (WHF), in der sich die Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften aller Nationen zusammengeschlossen haben. Die Interessen von Deutschland werden von der Deutschen Herzstiftung e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V. vertreten.
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-140
Fax: 069/95 51 28-345
E-Mail: koenig@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein
02.12.2016 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Epstein-Barr-Virus: von harmlos bis folgenschwer
30.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie