Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Licht im Kampf gegen Krebs vielversprechend

08.11.2011
Neuer Behandlungsansatz verringert Schädigung an gesundem Gewebe

Licht kann bietet einen vielversprechenden Ansatz zur Bekämpfung von Krebs. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des National Cancer Institute. Die Wissenschaftler beschreiben in Nature Medicine http://nature.com/nm , wie ein Medikament so gestaltet werden kann, dass es sich an Tumore anbindet, aber nur durch ganz bestimmte Lichtwellen aktiviert wird. Das bedeutet, dass die Behandlung sehr gezielt erfolgen kann und es zu keiner Schädigung des umliegenden Gewebes kommt.


Mäuse: Nach der Lichttherapie mit Besserung (unten) (Foto: cancer.gov)

Einsatz von Chemikalien

Experten wie Laura McCallum von Cancer Research UK http://cancerresearchuk.org argumentieren, dass es für eine genaue Beurteilung noch zu früh ist. Vor allem aber sei zu bedenken, dass diese Experimente an Mäusen durchgeführt wurden, berichtet die BBC. Derzeit beruht die Behandlung von Krebs auf drei Kategorien: Bestrahlung, chirurgische Entfernung und die Behandlung mit Medikamenten, die die bösartigen Zellen abtöten sollen.

Alle drei Behandlungsansätze haben Nebenwirkungen. Und Forscher versuchen seit geraumer Zeit, gezielter einsetzbare Therapiemöglichkeiten zu finden. Für die aktuelle Studie wurde ein Antikörper eingesetzt, der auf Proteine an der Oberfläche von Krebszellen abzielt. In einem nächsten Schritt versahen sie den Antikörper mit der Chemikalie IR700. Diese wird durch infrarotes Licht aus der Nähe aktiviert. Diese Art von Licht kann mehrere Zentimeter unter die Hautoberfläche eindringen.

Keine Schädigung normaler Zellen

Um die Wirksamkeit dieses Ansatzes zu testen, implantierten die Wissenschaftler Tumore, Plattenepithelkarzinome, in den Rücken von Mäusen. Sie erhielten das Medikament und wurden dann infrarotem Licht ausgesetzt. Der Umfang der Tumore verringerte sich in der Folge im Vergleich mit unbehandelten Tieren signifikant und diese Mäuse lebten auch deutlich länger.

"Diese selektive Abtötung verringert die Schädigung normaler Zellen", so McCallum. Die Verfasser der Studie sind vor diesem Hintergrund optimistisch, dass dieser Behandlungsansatz zur Bekämpfung von Krebs wirklich wirksam sein kann. Eine Toxizität konnte nicht nachgewiesen werden. Vor dem klinischen Einsatz ist jedoch eine Überprüfung der Sicherheit laut den Wissenschaftlern unbedingt erforderlich.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://cancer.gov

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Herzerkrankungen: Wenn weniger mehr ist
30.03.2017 | Universitätsspital Bern

nachricht Stoßlüften ist besser als gekippte Fenster
29.03.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herzerkrankungen: Wenn weniger mehr ist

30.03.2017 | Medizin Gesundheit

Flipper auf atomarem Niveau

30.03.2017 | Physik Astronomie

Europaweite Studie zu „Smart Engineering“

30.03.2017 | Studien Analysen