Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höhere Sicherheit bei Brustkrebsdiagnostik: neues innovatives Verfahren

26.09.2011
Digitale Tomosynthese zeigt kleinste Veränderungen/ neues Gerät in der UKM-Radiologie

Ein neues radiologisches Verfahren zur Diagnose von Brustkrebs verspricht die Genauigkeit mammographischer Befunde zu erhöhen: die digitale Tomosynthese.

Am Universitätsklinikum Münster (UKM) gibt es nun ein Gerät, das dieses Verfahren möglich macht. Das System ist eines der ersten, das auf den Markt gebracht wurde. Beim deutschlandweit ersten Workshop zur digitalen Brust-Tomosynthese für 23 ausgewählte Experten konnten sich Ärzte am Mittwoch mit der neuen, innovativen Technik vertraut machen.

Eingeladen hatte Prof. Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am UKM. Dr. Michael J. Michell vom King’s College Hospital in London führte die Teilnehmer in den aktuellen Stand der Forschung, die Technik und die Vorteile der neuen Methode ein.

Die Tomosynthese ermöglicht eine exakte Schichtdarstellung des Gewebes. Dabei werden aus verschiedenen Winkeln digitale Datensätze erstellt, aus welchen bis zu ein Millimeter dünne Schichten rekonstruiert werden. So können auch kleinste krankhafte Veränderungen, die in der 2D-Mammografie zum Beispiel aufgrund einer Gewebsüberlagerung nicht diagnostisch abgrenzbar sind, erkannt werden. Die Strahlenbelastung für den Patienten ist dabei vergleichbar mit der herkömmlichen Mammografie.

„Besonders bei der Früherkennung von Brustkrebserkrankungen wird uns die Tomosynthese enorm voranbringen“, so Prof. Walter Heindel. Wissenschaftler

erhoffen sich eine höhere Sensitivität und Spezifität der Diagnosetests, das heißt, dass mehr Kranke tatsächlich als krank und Gesunde als gesund erkannt werden. Einige erste Studien belegen schon jetzt die Vorteile der Tomosynthese.

Dennoch steht die Technik noch am Anfang. Dr. Michael J. Michell weist daraufhin, dass auch mit der neuen Methode keine Garantie besteht, jeden Tumor zu finden. Bei den praktischen Übungen, die Michell mit den Teilnehmern des Workshops durchführte, zeigte sich jedoch schnell: die Tomosynthese hebt brustkrebstypische Veränderungen exzellent hervor und beeinflusst die diagnostische Sicherheit positiv.

So läuft die Untersuchung ab
Wie bei der Mammographie wird die Brust zwischen einer strahlendurchlässigen Kunststoffscheibe und einem Detektor zusammengehalten. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden länger als eine Mammografie. Anschließend können die entstandenen Aufnahmen am Bildschirm dreidimensional analysiert werden.
Britta Kollecker
- Referentin Unternehmenskommunikation-
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
und Pressestelle
Universitätsklinikum Münster (UKM)
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude D5
Anfahrtsadresse: Domagkstr. 5
48149 Münster
Tel.: 0251 / 83-5 40 58
Fax: 0251 / 83-5 78 73
E-Mail: Britta.Kollecker@ukmuenster.de

Britta Kollecker | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.ukmuenster.de

Weitere Berichte zu: Brustkrebsdiagnostik Mammografie Tomosynthese UKM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten
20.09.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie
19.09.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik