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Gehirn verfügt über starke Regenerationsfähigkeit

15.06.2009
Hirnhautstammzellen: Neue Wege zur Heilung von Alzheimer und Co

Ein Forscherteam am Istituto di Anatomia Patologica e Neurologia der Universität von Verona hat eine neue Population von Stammzellen in der Hirnhaut von Säugetieren entdeckt.

Die "Leptomeningeal Stem Cells" (LeSC) besitzen die Fähigkeit, sich selbstständig zu erhalten und in reife Nervenzellen zu differenzieren. "Damit ist der Beweis erbracht, dass das menschliche Gehirn über eine bisher kaum vermutete Regenerationsfähigkeit verfügt", erläuterte Projektleiter Mauro Krampera.

"Unsere Entdeckung wird den Weg zu neuen Therapieansätzen auf dem weitläufigen Gebiet der degenerativen Neuropathologien ebnen", so Krampera. Dies gelte auch für die Bekämpfung von Parkinson, Alzheimer und Multipler Sklerose sowie die Behandlung von Schlaganfällen und Rückenmarksverletzungen. Bei Säugetieren angesiedelt seien die Stammzellen in der Hirnhautregion, die das Zentralnervensystem umgibt.

Bisher seien alle wissenschaftlichen Regenerationsversuche im adulten Zentralnervensystem gescheitert. Neue Hoffnungen für den Ausgleich von Funktionsverlusten biete nun die Transplantation dieser Hirnhautstammzellen. "Die bei unseren Tierversuchen gemachte Entdeckung liefert einen ausgezeichneten Ansatzpunkt für die zahlreichen, bereits laufenden Forschungsprojekte mit ausländischen Partnern, deren Ergebnisse sich schon bald zeigen werden", so Krampera abschließend.

Die Untersuchung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Laboratorio di Ricerca sulle Cellule Staminali und dem Laboratorio di Ricerca di Farmacologia der Universität von Verona. Weltweite Anerkennung hat sie bereits während der 5th International Stem Cell School in Regnerative Medicine in Berlin/Rostock erfahren. Einzelheiten sind in der Fachzeitschrift "Journal of Cellular and Molecular Medicine" beschrieben.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.univr.it

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