Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brustkrebstumore verändern sich bei Ausbreitung

04.11.2009
Wissenschaftler fordern neue Behandlungsansätze

Fast 40 Prozent der Brustkrebstumore verändern ihre Form, wenn sie sich ausbreiten. Das haben britische Forschungen ergeben. Laut Wissenschaftlern von Breakthrough Breast Cancer könnte dies nun Veränderungen in der Behandlung der Krankheit erfordern.

Das Team um Dana Faratian analysierte 211 Tumore, die sich bis in die Lymphknoten in der Achsel ausgebreitet hatten, berichtet BBC. Dorthin streut diese Form von Krebs häufig als erstes. Details der Untersuchungen wurden in den Annals of Oncology veröffentlicht.

Brustkrebsausbreitung häufig bis in die Lymphknoten

Brustkrebs breitet sich bei rund 40 Prozent der 46.000 Frauen - bei denen allein in Großbritannien jedes Jahr Brustkrebs diagnostiziert wird - bis in die Lymphknoten aus. Krebszellen, die sich auf diese Art und Weise ausbreiten sind häufig schwerer zu behandeln als jene, die sich noch in der Brust befinden. Daher ist es entscheidend, dass die Betroffenen die genau richtige Behandlung erhalten. Die Wissenschaftler waren überrascht, dass diese Veränderungen bei so vielen Patientinnen auf so viele verschiedene Arten stattfinden.

20 Tumore veränderten sich zum Beispiel von Östrogenrezeptor-negativ in Östrogenrezeptor-positiv. Diese Veränderung bedeutet, dass Hormontherapien wie Tamoxifen, die beim ursprünglichen Tumor nicht gewirkt hatten, bei der Ausbreitung durchaus helfen könnten. Andere Tumore veränderten sich genau in die andere Richtung von positiv auf negativ. Diese Patientinnen könnten daher eine Behandlung erhalten, die ihnen nicht hilft und daher unnötig unter den Nebenwirkungen leiden.

Klinische Studien erforderlich

Faratian betonte, dass diese Forschungsergebnisse nahelegten, dass getestet werden müsste, an welcher Art von Krankheit eine Frau in den Lymphknoten leidet, da sich dadurch die Art der Behandlung drastisch verändern könnte. Jetzt seien klinische Tests erforderlich um zu erforschen, wie diese Ergebnisse den Patientinnen Nutzen bringen können.

David Harrison, Wissenschaftler aus Faratians Team, meinte, dass mit den aktuellen Forschungsergebnissen erklärt sein könnte, warum manche Frauen auf die Behandlung nicht ansprechen. Allein in Großbritannien erkrankt fast eine von drei Krebspatientinnen an Brustkrebs. Eine von neun Frauen erkrankt irgendwann in ihrem Leben an Brustkrebs.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://breakthrough.org.uk
http://annonc.oxfordjournals.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Eine Teleskopschiene für Nanomaschinen
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Standort Stuttgart, Stuttgart

nachricht Künstlicher Leberfleck als Frühwarnsystem
19.04.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics