Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nicht invasiver Glucose Monitor für Diabetiker wurde am ICB entwickelt - Tests beginnen in Kürze

15.08.2000


Der Erfinder Prof. Dr. Meinhard Knoll

präsentiert die Glucose-Messgeräte im Labor


Das NIMOS-Pflaster wird zur Entnahme von

Gewebeflüssigkeit auf die Haut

aufgeklebt


Die unblutige Zuckerbestimmung rückt für Diabetespatienten in greifbare Nähe. Weltweit werden Anstrengungen unternommen, invasive und nichtinvasive Messverfahren zu entwickeln - das Forscherteam um Prof. Dr. Meinhard Knoll im ICB hat eine realisierbare Lösung gefunden. Das ICB-Institut für Chemo- und Biosensorik in Münster hat der RÖSCH AG Medizintechnik, Berlin, die exklusive Lizenz zur Produktion ihrer innovativen Technologie der nadelfreien Blutzuckermessung vertraglich zugesichert.

Marktstudien belegen übereinstimmend die herausragende Bedeutung der Diabeteskontrolle mit einem Markt von mehreren Milliarden US Dollar pro Jahr mit steigender Tendenz.
Das ICB hat ein neues, nicht invasives und daher unblutiges Messverfahren entwickelt, mit dem Diabetiker kontinuierlich ihren Glucosespiegel überwachen können. Die Sensorik zur unblutigen Glukosemessung wird über ein modifiziertes Pflaster auf der Haut appliziert. Die Messwerte werden kontinuierlich abgespeichert und können bei Bedarf auf einem Display zur Anzeige gebracht werden. Im September wird das neue Verfahren an Diabetespatienten im Rahmen von ersten klinischen Tests am ICB erprobt.

Gemeinsam mit dem nadelfreien Injex-System zum Verabreichen von Insulin, welches die Rösch AG jetzt auf den Markt bringt, stellt die Kombination beider Geräte eine komfortable Art der Diabetesbehandlung dar.

Das lückenlose Screening von Blutzuckerwerten ermöglicht Ärzten eine bessere, individuellere Einstellung des Diabetikers.

... mehr zu:
»Diabetiker

Die bis zu sechsmal tägliche Blutentnahme aus der Fingerkuppe und die Bestimmung des Blutzuckers mittels konventioneller Messstreifengeräte entfällt somit durch Einsatz dieser innovativen, schmerzfreien Technik. Dies führt zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität.

Eine mögliche Konsequenz: der Markt der medizinischen Heil- und Hilfsmittel zur Diabetesbehandlung gerät spürbar in Bewegung.

Jährlich werden weltweit Milliardensummen mit konventionellen Teststreifen zur Blutzuckerwert-Bestimmung umgesetzt. Damit könnte es bald vorbei sein, denn kein Diabetiker, der einmal den schmerzfreien und unkomplizierten Einsatz des neuen Messgerätes erprobt hat, wird freiwillig zur konventionellen, blutigen Methode zurückkehren.

Zur Patentreife wurde das Verfahren durch das Forscherteam um Prof. Dr. Meinhard Knoll des innovativen Instituts für Chemo- und Biosensorik Münster (ICB) geführt. Für die Entwicklung zum marktfähigen Produkt und hin zur vollautomatischen Produktion ist ein Joint Venture zwischen dem ICB, der RÖSCH AG und einem dritten, namhaften Partner aus der Elektronikbranche geplant. Die Markteinführung ist für 2002/2003 vorgesehen.

Weitere Infos in Kürze unter: www.glucose-monitor.com

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Babette Winter |

Weitere Berichte zu: Diabetiker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Anwender-Workshops „Laserbearbeitung von Faserverbundwerkstoffen“

20.11.2017 | Seminare Workshops

Hand aufs Herz - was wissen wir über herzgesunde Lebensmittel?

20.11.2017 | Unternehmensmeldung

Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

20.11.2017 | Materialwissenschaften