Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Zentrum für pharmazeutische Wirkstoffforschung in Hamburg

03.09.2007
Rachel: BMBF fördert ScreeningPort als Element der Pharma-Initiative

Innovationen in der Medikamentenentwicklung kommen jedem Einzelnen zugute, weil sie die Lebensqualität von Patienten erhöhen. Dabei ist es wichtig, dass neue medizinische Wirkstoffe schneller auf den Markt kommen.

"Mit dem ScreeningPort entsteht ein modernes Dienstleistungszentrum, das eine wichtige Lücke schließt zwischen der Grundlagenforschung und der kommerziellen Entwicklung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel (MdB), am Montag bei der Gründung in Hamburg.

Ziel ist es, mögliche neue pharmazeutische Wirkstoffe effizient und systematisch zu identifizieren, um sie schneller als Produkt auf den Markt zu bringen. Der ScreeningPort hat dabei die Funktion eines Dienstleisters, der Forschungseinrichtungen den Zugang zu neuen Technologien sowie professionellen Proben- und Daten bietet.

Der ScreeningPort wurde gemeinsam von der Hansestadt Hamburg und der Evotec AG gegründet. Das BMBF wird den Aufbau dieses Dienstleistungszentrums und erste Pilotprojekte zum Wirkstoff-Screening unterstützen. "Der ScreeningPort ist ein wichtiges Element der Pharma-Initiative für Deutschland", so Staatsekretär Rachel. Die im Juli dieses Jahres von Bundesforschungsministerin Annette Schavan gestartete Pharma-Initiative soll die Pharma-Forschung in Deutschland stärken und dafür sorgen, dass neue innovative Medikamente schneller den Patientinnen und Patienten zu Gute kommen. Für die Pharma-Initiative, die Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist, stehen bis 2011 insgesamt rund 800 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Zentrales Ziel ist es, die Innovationskraft am Pharmastandort Deutschland zu stärken und die pharmazeutische Wertschöpfungskette vom Forschungslabor, dem Einsatz in der Klinik bis zur Produktion neuer Medikamente frühzeitig in einem gemeinsamen Konzept zu vereinen. Die Pharma-Initiative will einerseits den intensiven Dialog zwischen den Akteuren erreichen und andererseits den Wettbewerb um die besten Ideen zur Umsetzung neuer Therapien und Wirkstoffe anstoßen.

Für Informationen zum ScreeningPort wenden Sie sich bitte an:

Dr. Kathrin Adlkofer
Managing Director
Norgenta - North German Life Science Agency
Falkenried 88, 20251 Hamburg
Tel.: 040 - 471 96 400
Prof. Dr. Carsten Claussen
European ScreeningPort GmbH
c/o Evotec AG
Schnackenburgallee 114, 22525 Hamburg
Tel.: 040 - 560 81 377

| www.bmbf.de/press/
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/de/10540.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Forscher entschlüsseln einen Mechanismus bei schweren Hautinfektionen
24.01.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie